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Test - Zoo Tycoon : Der König im Tierreich

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Mittendrin statt nur dabei

Statt nur aus der Vogelperspektive dem munteren Treiben zuzuschauen, könnt ihr jederzeit auch in die Zoo-Ansicht wechseln und den Zoo frei zu Fuß oder per Buggy erkunden. Das Aussehen euers Alter Egos könnt ihr beliebig ändern und euren Vorstellungen anpassen. In der Zoo-Ansicht könnt ihr mit Tieren interagieren, sofern das entsprechende Gehege auch über eine Interaktionsmöglichkeit verfügt. Ihr füttert eure Tiere per Hand, säubert sie mit einem druckstarken Wasserstrahl oder schneidet Grimassen. All das funktioniert auch per Kinect. Während die Sprachkommandos zum Öffnen bestimmter Menüs größtenteils funktionieren, fällt die Bewegungserkennung hingegen eher ernüchternd aus. Sie reagiert oftmals nicht so, wie sie eigentlich sollte.

Schon nach den ersten Spielstunden werdet ihr feststellen, dass sich der Spielablauf nach kurzer Zeit schnell wiederholt. Ihr baut Gehege, adoptiert Tiere, steigt im Rang auf, baut neue Gehege und Unterhaltungsangebote, bis ihr erneut im Rang aufsteigt. Dadurch, dass ihr mit relativ einfachen Mittel an Geld gelangt und nur wenig Anspruch an euch gestellt wird, wird das Ganze schnell ermüdend. Im freien Spielmodus verfügt ihr zudem über unendlich viel Geld, dementsprechend sind euch kaum Grenzen gesetzt. Nur das sogenannte Zoolimit hindert euch am Ausbau. Expandiert euer Zoo zu schnell und erreicht das Zoolimit, könnt ihr vorert keine weiteren Einrichtungen bauen. Abhilfe schafft in diesem Fall nur Warten oder der Verkauf bereits bestehender Bauten. Im Herausforderungsmodus verfügt ihr hingegen über ein festes Startkapital.

Herausforderung gesucht

Einzig der Kampagnenmodus fordert ein wenig mehr Geschick von euch. Dieser Spielmodus konfrontiert euch mit unterschiedlichen Zielvorgaben, die ihr innerhalb einer fest vorgegebenen Zeit bewältigen müsst. Eure Aufgabe besteht beispielsweise darin, die Bekanntheitsstufe auf ein bestimmtes Level zu hieven, eine vorgegebene Besucheranzahl zu erreichen oder vier Tiertarten eines bestimmten Kontinents zu adoptieren. Dank des fortwährenden Zeitdrucks ist der Kampagnenmodus zweifelsohne die spannenste aller drei Spielvarianten. Mehr  bietet Zoo Tycoon jedoch nicht.

Die technische Seite weiß ebenfalls nicht ganz zu überzeugen. Mit Ausnahme der Tiere bewegt sich Zoo Tycoon grafisch auf X360-Niveau. Treppchenbildung und flackernde Schatten sollten doch eigentlich mit dem Anbruch der neuen Konsolengeneration der Vergangenheit angehören. Die Steuerung geht hingegen schnell in Fleisch und Blut über. Lediglich die teils sehr verschachtelte Menüstruktur erweist sich als störend. Insbesondere dann, wenn euer Zoo eine beachtliche Größe erreicht hat und ihr die vielen unterschiedlichen Gehege bearbeiten wollt.

Fazit

David Kepler - Portraitvon David Kepler

Dank einer gut funktionierenden Steuerung und äußerst behutsamer Tutorials fällt der Einstieg in Zoo Tycoon äußerst angenehm aus. Allmählich werdet ihr an die unterschiedlichen Funktionen herangeführt, lernt, wie ihr auf eure Tiere achtgebt und welche Einrichtungen von tragender Bedeutung sind. Das Spiel wirkt jedoch komplexer, als es tatsächlich ist. Der geringe Anspruch und die zunehmende Routine im Spielablauf sorgen schnell für die ersten Abnutzungserscheinungen. Spätestens dann merkt ihr, dass sich der Titel eher an eine jüngere Zielgruppe richtet, der es egal ist, ob die Kinect-Integration nun auf Anhieb funktioniert, und die es nicht stört, dass es zu wenig Interaktionsmöglichkeiten innerhalb des Zoos gibt. Für Kinder ist Zoo Tycoon eine gute Gelegenheit, die Faszination Aufbausimulation nachzuvollziehen. Wer hingegen eine vollwertige und anspruchsvolle Simulation erwartet, ist am PC nach wie vor besser aufgehoben.

Überblick

Pro

  • realistische Darstellung der Tiere und ihres Verhaltens
  • eingängig und schnell erlernt
  • 101 Tierarten
  • reichlich Informationen zu jedem Tier
  • nahtlose Kinect-Integration
  • gut funktionierende Controller-Steuerung

Contra

  • teils sehr verschachtelte Menüs
  • geringer strategischer Anspruch
  • verliert dadurch schnell an Reiz
  • mit Ausnahme der Tiere grafisch ernüchternd
  • kleinere Bugs
  • unauffällige Musik
  • kaum Interaktion innerhalb des Zoos (bspw. mit Besuchern oder Personal) möglich
  • Kinect-Steuerung noch immer nicht fehlerfrei
  • nur drei Spielmodi
  • keine Aquarien

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