Test - Warhammer 40.000: Space Marine : BWOOOOOOOOOOOOOOH!

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Was ist grün und klingt wie ein Rabbid nach einer Sauftour? Richtig, Orks. Und was machen wir damit? Wir töten sie. Das klingt nicht besonders originell, ist aber im Grunde der wesentliche Inhalt von Warhammer 40.000: Space Marine. Der Third-Person-Shooter aus dem Hause Relic will auch gar nicht übertrieben anspruchsvoll sein, sondern lässt es ordentlich krachen und setzt die Lizenz dabei durchaus sehenswert um.

Auftakt für die ganze Metzelei ist ein Angriff der Orks auf den Planeten Graia. Das passt den Herren Space Marines gar nicht in den Kram, denn ausgerechnet auf dem Planeten ist eine fortschrittliche Waffentechnologie namens Titan zu finden. So schlüpft ihr also in die Haut von Captain Titus von den Ultramarines, hüpft kurzerhand aus eurem Raumschiff runter zum Planeten und macht euch an die Grüngutentsorgung. Ihr ahnt es schon: Die Handlung des Spiels kann weitgehend vernachlässigt werden.

Eine echte Rolle spielt selbige ohnehin nicht, denn die Dialoge, die sprachlich nicht immer gut umgesetzt werden, und die Zwischensequenzen dienen nur als dünne Erzähltapete über der Schnetzelei. Immerhin ist das alles aber nett in Szene gesetzt. Das liegt vor allem daran, dass Relic sich erfolgreich Mühe gegeben hat, die Warhammer-Figuren stilecht ins Spiel zu integrieren. Dazu passen auch die etwas detailarmen und texturschwachen Umgebungen, die streckenweise aber durch schöne und gigantisch anmutende Architektur beeindrucken können.

Space Marines, tötetse!

So wandeln wir im Schritttempo dank wuchtig-massiven Kampfanzugs über zerstörte Planetenoberflächen, durch immense Montagehallen, vorbei an riesigen Kampfmaschinen. Die visuelle Umsetzung gleicht jedoch die technischen Schwächen aus, zumal das Ganze erfreulich flüssig über den Bildschirm huscht. Wer lineare Spiele nicht mag, ist hier allerdings komplett fehl am Platze, denn Space Marine bietet keine Seitenwege oder gar alternative Routen an. Einzig wenn Titus sich das Jetpack umschnallt, öffnen sich die Levels speziell in vertikale Richtung. Als kleine Abwechslung gibt es mal nette Passagen, in denen ihr am Raumschiffgeschütz Orks mit Jetpack vom Himmel holt.

Warhammer 40.000: Space Marine - Staaart! Die ersten 10 Minuten der Xbox-360-Version
Die Space Marines sind gelandet und wir haben die ersten 10 Minuten aus der Xbox-360-Version für euch. Natürlich ungekürzt und ungeschnitten.

Relic Entertainment schickt euch in eine Tour de Force der harten Art. Orks greifen nicht nur scharenweise an, sondern werden ebenso scharenweise in die Grünguttonne gestopft, und das nicht immer vollständig. Kopfschüsse und Finishing Moves sorgen mitunter dafür, dass sie enthauptet oder halbiert werden. Wer hier in Deckung geht oder defensiv agieren will, hat eigentlich schon verloren, denn ihr werdet dann regelrecht von den Orks überrannt. Da meist verschiedene Arten von Gegnern in den Scharen stecken, ist das Überleben gar nicht so einfach.

Sich im unvermeidlichen Nahkampf mit einem Rudel Gegner zu prügeln, während von weiter weg Granaten oder Raketen heranfliegen und man ein paar Meter weiter schon einen riesigen Nahkämpfer auf sich zustapfen sieht, treibt den Adrenalinpegel ordentlich nach oben. Und die Überlebenschancen nach unten, woran auch die weitgehend stumpfe KI wenig ändert. Orks halt. Der Schwierigkeitsgrad ist mitunter knackig und oft etwas schwankend. Da ist man als Spieler froh, dass die automatischen Speicherpunkte sehr fair gesetzt sind, denn manuelles Speichern ist nicht möglich.

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