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Test - Total War: Warhammer : Eine total hammermäßige Symbiose

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Magie statt Mittelalter, Zombies statt Cäsaren: Total War: Warhammer wirft die Total-War-Tradition über Bord, Rundenstrategie und Echtzeitschlachten in historischen Epochen abzufeiern. Stattdessen hat sich Creative Assembly die Warhammer-Fantasy-Welt als Szenario für seinen neuesten Titel auserkoren. Die basiert auf dem von Games Workshop seit über 30 Jahren vertriebenen Tabletop-Strategiespiel mit Zinn- und Plastikminiaturfiguren.

„Warhammer Fantasy“ basiert sehr lose auf dem historischen Europa des 16. Jahrhunderts, eignet sich also mit seinen vielen Fraktionen prima für ein Total-War-Spiel. Im Gegensatz zu den historischen Total-War-Titeln hauen sich hier aber eben nicht nur Vertreter der Gattung Homo sapiens die Schädel ein, sondern auch Orks, Zwerge, Untote, Elfen, die Krieger des Chaos, Riesen, Trolle, Ghule, Drachen, Einhörner und Mumien. Haben wir jemanden vergessen? Bestimmt.

Immer ein bisschen mehr

Die Entwickler von Creative Assembly haben sich für den Anfang erst einmal auf das Imperium der Menschen, die Zwergenkönigreiche, die Untoten-Dynastie derer von Carstein und die grünhäutigen Orks eingeschossen, die in der Grundversion als Kampagnenvölker spielbar sind. Zusätzlich werden auch die Krieger des Chaos als Day-one-DLC verfügbar sein. Das deckt noch lange nicht die gesamte Vielfalt des Warhammer-Kanons ab, daher soll das Grundspiel über die nächsten Jahre immer wieder modular erweitert und weitere Kartenteile angedockt werden.

Im Kern spielt sich Total War: Warhammer wie ein typisches Total-War-Spiel: Auf der Kampagnenkarte baut ihr eure Siedlungen und Provinzen aus, rekrutiert Truppen und marschiert mit euren Armeen auf Eroberungszüge. Schon in den Vorgängern wurde der Anteil der Rollenspielelemente immer weiter erhöht, deswegen fallen die Quests, Talentbäume und ausrüstbaren Gegenstände überhaupt nicht mehr auf, sondern passen gut ins Gesamtkonzept.

Kein Job für Hektiker

Kommt es zu Begegnungen mit feindlichen Armeen, wechselt das Spiel in den Echtzeitmodus, wo ihr euch selbst als General betätigen dürft. Ihr positioniert Infanterieblöcke und Kavallerieschwadronen, weist eurer Artillerie Ziele zu und kümmert euch um die Moral der Truppen. Da ihr gleichzeitig die volle Kontrolle über die freie Kamera habt, kommt bei kleinen Scharmützeln ein wenig Hektik auf.

Dass die Warhammer-Völker optisch sehr unterschiedlich ausfallen und sehr vielfältige Truppentypen ins Feld führen, tut Total War gut. In den Vorgängertiteln führte man viel zu oft Speerträger in braun-grünen Mäntelchen gegen minimal andere Speerträger in grün-braunen Mäntelchen in die Schlacht. Der Unterschied zwischen einer Horde Skelette und einem Regiment bunt gekleideter Landsknechte des Imperiums könnte dagegen nicht stärker ausfallen.

Die KI hat trotz der Vielzahl von Truppentypen keine der üblichen Probleme wie in anderen Total-War-Titeln, geht aber auch nicht besonders fantasievoll vor. Stets versucht Kollege Computer, in der Schlachtreihenmitte ein heftiges Infanteriegedresche zu initiieren und auf beiden Flanken leichte Kavallerie um des Gegners Fernkampftruppen herumzuschmuggeln. Das Problem, dass die KI ihre verwundbaren Generalseinheiten im Ansturm verheizt, ist jetzt keines mehr – Warhammer-Generäle sind stabil gebaut und fühlen sich im dicksten Getümmel pudelwohl.

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