Special - Flop 10: Die schlechtesten Spiele und größten Enttäuschungen 2024 : Leider nicht geil
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Platz 6: Open Roads
Walking-Simulatoren genießen bei manch einem ja einen zweifelhaften Ruf, gerade aber als Erzählform für persönlichere, authentischere Geschichten eignet sich das Genre blendend. Publisher Annapurna (Stray, Outer Wilds) leistete dazu mit Gone Home, What remains of Edith Finch und The Unfinished Swan bereits einige bemerkenswerte Beiträge. Und mit Open Roads wollte man dieses Jahr offenbar einen weiteren hinzufügen.
Mutter und Tochter begeben sich darin auf einen gemeinsamen Road-Trip, um ein altes Familiengeheimnis zu lüften, auf das sie beim Entrümpeln im Haus der kürzlich verstorbenen Oma gestoßen sind. Was ein bewegendes Drama über schwierige Familienverhältnisse sein soll, verkommt jedoch zum belanglosen Melodram über bedeutungsschwangere Befindlichkeiten und erschöpft sich in einer lediglich einstündigen Kurzgeschichte, die so wirkt, als habe jemand sein eigenes Sommererlebnis in einem Videospiel verarbeitet, statt es im Tagebuch aufzuschreiben. Im französischen Arthouse-Kino mag sowas große Kunst hervorbringen, in Open Roads hingegen nur großes Schulterzucken.
Open Roads ist das nächste Spiel von Fullbright, den Entwicklern hinter bekannten Story-Games wie Gone Home und Tacoma.

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