Special - Tom Clancy's The Division 2 : Ein Monat in Washington, D. C.

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Vor ziemlich genau einem Monat erschien The Division 2 und schon während der ersten Tage wurde klar, dass der Third-Person-Koop-Deckungsshooter meine Erwartungen und Hoffnungen weitgehend erfüllen konnte. Mittlerweile habe ich weit über 150 Stunden Spielzeit hinter mir, der Weltrang 5 ist erreicht und der Gearscore hat die 500er-Grenze geknackt. Zeit für einen kleinen ganz persönlichen Rückblick mit viel Liebe und etwas Hass.

Da sitze ich nun im voll ausgebauten Weißen Haus, genieße das muntere Treiben am Campus oder schlendere durch die Dachgärten des Theaters, während ich überlege, welches Ausrüstungsteil ich noch modifizieren kann oder welchen Build ich mal ausprobieren möchte. Viel ist passiert seit der Ankunft im bekanntesten Regierungsgebäude der Welt. Ich bin durch einsame Straßen einer weitgehend verlassenen Stadt gewandert, habe mich mit Outcasts, Hyenas, True Sons und Black Tusk herumgeschlagen, Dinge entdeckt, denkwürdige Momente erlebt und bin gestorben – unzählige Male. Aber ich habe immer noch nicht genug und das Spiel gönnt mir die Freude weiterer Abenteuer.

Meine Stadt, meine Abenteuer

Der Aspekt von The Division 2, der mir vielleicht am besten gefällt, ist, dass Washington, D. C. mir die Möglichkeit bietet, sowohl während als auch nach der Kampagne meine eigenen Abenteuer zu erleben. New York in Teil 1 war nach Abschluss der Story im Grunde eine tote Stadt. Die Straßen waren weitgehend leer, man erledigte lediglich die Handvoll Weltbosse, um ein paar Setteile oder exotische Items zu ergattern. Das ist in Teil 2 anders. Washington lebt, überall gibt es Ereignisse oder umkämpfte Knotenpunkte. Das ist auch gut so, denn mal ehrlich: Die Story ist eher Grütze und geht bestenfalls als Rahmenhandlung durch.

Es lohnt sich, einfach mal auf eigene Faust loszuziehen und die Stadt zu erkunden. Solange Munition und Reparaturpacks reichen, kann man sich stundenlang in Washington verlieren. Die zahlreichen Ereignisse wie Kontrollpunkte, Hinrichtungen, Territoriumskontrollen oder Kopfgeldjagden sind mitunter nur Wegmarken für eine Reise ohne festen Plan. Immer wieder entdecke ich Hinterhöfe, versteckte Zugänge oder Untergrundeingänge, die mir entgangen waren. Immer wieder erlebe ich neue Abenteuer, ob ich nun auf einen Boss stoße oder mich in einen Kampf einmische. Immer wieder erlebe ich neue Situationen, auch wenn die grundlegenden Mechaniken stets ähnlich sind.

So wie gestern Abend. Nach einer Runde Tidal Basin hatten wir noch Lust, zu dritt ein Kopfgeld zu machen. Aktiviert, hin und natürlich zwei oder drei Patrouillen in der Nähe. Diese wegzumachen, bevor man an den Boss geht, ist immer eine gute Idee, doch aktivierten wir aus Versehen bereits die Bosstruppe. Eingekreist von über 20 Gegnern entbrannte ein brutaler Fight, dessen Geschehen uns zu dicht an einen feindlichen Kontrollpunkt führte, dessen Besetzung sich auch noch einmischte. Als dann noch ein Konvoi ankam, brach das Chaos aus. Nach 15 Minuten purem Krieg und verbissenem Kampf hatten wir schließlich den Boss erledigt, den Konvoi geplündert und den Kontrollpunkt eingenommen. Geil.

Ich liebe diese neue Dynamik in The Division 2, zumal mich mein Erkundungsdrang immer wieder belohnt, so wie alles in diesem Spiel. Beutekisten, Sammelobjekte, Ressourcen und natürlich jede Menge Loot sind überall zu finden. Immer noch klopft mein Herz, wenn ich Ausrüstung mit Gearscore 500 finde – die Werte könnten ja besser sein als die meiner bisherigen Ausrüstung oder zu einem geplanten Build passen oder zur Aufwertung eines anderen Gegenstands dienen. Ubisoft Massive hält mir konstant die Loot-Karotte vor die Nase, und das nahezu in Perfektion. Was man nicht braucht, wird zerlegt, verkauft oder an die Koop-Kameraden verteilt.

Es gibt immens viel zu tun

Der Sprung vom Ende der Kampagne zu Weltrang 5 verlief schneller als erwartet. Auch die Maximierung des Gearscores nahm weniger Zeit in Anspruch als gedacht. Und doch stört mich das nicht, denn es gibt immer noch so viel zu tun. Die täglichen und wöchentlichen Projekte, die noch offenen Kopfgelder, die Hunter und nicht zuletzt die verschiedenen Schwierigkeitsgrade der Einsätze lassen mich fortwährend zurückkehren – weil sie verdammt noch mal Spaß machen. Nicht zu vergessen, wir reden von inzwischen über 150 Stunden Spielzeit sowie satten vier Wochen seit dem Release und ich bin immer noch nicht fertig. Bei weitem nicht.

Erstes Zwischenfazit zum Launch - Tom Clancy's The Division 2: Review-Tagebuch - Teil 1
Seit Montag konnten wir uns bereits in Washington austoben. Zeit für eine Zusammenfassung unserer Erlebnisse.

Die Black-Tusk-Variante vom Kapitol und der zweite Durchmarsch im Tidal Basin sind derweil erledigt. Nun geht es daran, das Equipment zu optimieren und neue Builds zusammenzustellen und auszuprobieren. Ich habe da noch einige Ideen, für die ich natürlich noch einige passende Items benötige. Also fleißig weiter looten. In wenigen Wochen kommt schließlich der erste Raid und auch für die herausfordernden und heroischen Schwierigkeitsgrade will man ja gerüstet sein. Ich schätze, gut aufeinander abgestimmte Ausrüstung wird ohnehin demnächst mehr und mehr eine Rolle spielen. Auf die Herausforderungen freue ich mich jetzt schon.

Die Loot-Karotte funktioniert nahezu perfekt

Das Loot-System ist extrem belohnend. Ich freue mich über eine neue Wumme, nicht nur weil beim Gearscore eine höhere Zahl steht, sondern weil es deutlich zu spüren ist, dass der eigene Schaden und die Widerstandsfähigkeit verbessert werden. Der Unterschied im Weltrang 5 zwischen dem anfänglichen Zeug um 450 bis 465 zu der jetzigen Ausrüstung um die 500 ist immens und größer, als die schlichten Zahlen eigentlich hergeben. Wo ich anfangs laufend auf die Fresse bekam, spaziere ich nun beinahe durch. Natürlich nur, wenn ich nicht wieder irgendwelchen trotteligen Mist baue oder die Elitepatrouille hinter mir übersehe.

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