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Test - House of Ashes : Der beste Teil der Dark-Pictures-Trilogie

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Greift zu, wenn...

… ihr fünf Stunden exzellent und packend inszenierte Monster-Action mit hohem Wiederspielwert erleben wollt.

Spart es euch, wenn...

… ihr eher an subtil psychologischem Grusel Interesse hegt und „Logiklöcher“ zu euren liebsten Schimpfworten zählt.

Fazit

Matthias Grimm - Portraitvon Matthias Grimm
Das mit Abstand beste Spiel der Trilogie

Sicherlich liegt es auch ein wenig an meinen gedämpften Erwartungen nach den zwar durchweg unterhaltsamen, aber erzählerisch reichlich holprigen Vorgängern, doch House of Ashes ist der mit Abstand beste Teil der Dark Pictures Anthology. Und das paradoxerweise nicht obwohl, sondern gerade weil er sich weniger schlau zu verkaufen sucht, auf überraschende Twists und neckische Spielereien mit Genrekonventionen verzichtet, sondern sich auf im Grunde banale, aber pure, ehrliche Monster-Action konzentriert.

Doch genau dadurch offenbaren die Entwickler ein erstaunlich sicheres Talent für bodenständige, einfach nur handwerklich exzellent inszenierte Spannungsdramaturgie, die das Adrenalin konstant am Anschlag hält, und zwar durch inszenatorisch gekonnten Nervenkitzel statt angestrengte Mindfuck-Intellektualität und plumpe Jumpscares. Dem zur Unterstützung steht ein meisterlich treibendes Sounddesign, dem es bewundernswert zielsicher gelingt, auf Knopfdruck die richtigen Töne auf der Gefühlsklaviatur zu treffen. Und nicht zuletzt ist es Supermassive endlich und erstmals gelungen, Charaktere zu schaffen, an deren Schicksal man ein ernsthaftes Interesse entwickelt, und nicht bloß eine Bande von Flitzpiepen in die Geisterbahn zu setzen und dazu das Stroboskop anzuwerfen.

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Gleichwohl sollte man von vornherein gewillt sein, seine Erwartungen den Gegebenheiten anzupassen. House of Ashes ist kein vielschichtiger Psycho-Grusel des subtil-unheimlichen Suspense, sondern geradlinige In-die-Fresse-Action, in dem die Maschinengewehre und nicht die knarzenden Dielen sprechen und die Monster nicht in der Ahnung lauern, sondern ihre Zähne mitten ins Gesicht fletschen. Wer gerne das Haar in der Suppe sucht, der wird garantiert fündig. Spieler jedenfalls, die sich schon in Filmen von schwer nachvollziehbarem Verhalten der Figuren schnell aus der Illusion schleudern lassen und „Logiklöcher“ zu ihren liebsten Schimpfworten zählen, sollten für House of Ashes ihren Verstand besser direkt im Startbildschirm an der Garderobe abgeben. Sei’s drum: Wenn Supermassive Games dieses Niveau hält oder sich gar weiter so steigert, können die nächsten fünf Ausgaben der Dark Pictures Anthology gerne kommen.

Überblick

Pro

  • packend inszenierte Monster-Action
  • hoher Wiederspielwert durch zahlreiche Variationen im Handlungsverlauf
  • Grafikqualität auf hohem Niveau
  • meisterlich treibendes Sounddesign
  • wie immer Bombe: der Koop-Modus

Contra

  • Charaktere handeln eher aus dramaturgischen denn nachvollziehbaren Motiven
  • Wendung im letzten Drittel etwas enttäuschend

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