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Test - Teufel Consono 35 Concept Surround Power Edition : Test: Kraftvolles 5.1-Komplettsystem für Spiele, Filme und Musik

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Das System ist ideal für alle, die zwar einen vollwertigen 5.1-Sound wollen, aber keinen Platz für einen AV-Receiver haben. Den braucht das Teufel-Setup nicht, weil es ihn gleich mitbringt: Der Subwoofer Concept 8 respektive 12 liefert nicht allein den Bass, sondern dient zugleich als Schaltzentrale für die gesamte Anlage.

In unserer Testkonfiguration spielen wechselweise beide Basswürfel, die mit Satelliten des Typs CS 35 FCR Mk3 sowie dem Center CS 35 C Mk3 verbunden sind. Der Preis für das Set bestehend aus Concept 8, fünf Boxen und mehreren Metern Lautsprecherkabel liegt bei 599,99 Euro. In Kombination mit dem Concept 12, der neben Dolby auch DTS verarbeitet, klettert der Preis auf 799,99 Euro. Ebenfalls möglich ist es, die Concept-Woofer im Paket mit den Mikro-Lautsprechern Consono 25 oder den größeren Boxen Ultima 20 zu erhalten. 

Neben den Klemm-Anschlüssen für die Lautsprecher bieten die Subwoofer zwei HDMI-2.0-Eingänge (einer davon eARC-fähig), einen optischen Digital-Eingang, einen Cinch-Stereo-Eingang sowie 3,5-mm-Klinkenbuchsen-Anschlüsse für Subwoofer/Center und Rear-Speaker. Über einen Knopf kann zudem eingestellt werden, ob der Bass grundsätzlich laut oder tief sein soll – dazu später mehr. Ebenfalls verbaut ist eine USB-C-Buchse zum Anschluss einer 5.1-fähigen PC-Soundkarte. Via Bluetooth 5.0 kommt die kabellose Verbindung zu Spotify und Co. zustande; unterstützt werden die Codecs aptX, SBC und AAC.

Auf eine App-Steuerung der Anlage verzichtet Teufel, stattdessen kommt eine klassische Fernbedienung zum Einsatz. Diese gibt sich erfreulich handlich und gefällt mit eindeutig beschriebenen Tasten samt knackigen Druckpunkten. Zu den Einstellungsmöglichkeiten gehören die Lautstärke, die Wahl der Eingangskanäle wie HDMI oder Bluetooth, die Upmix-Varianten Dolby Pro Logic 2, Stereo auf allen Kanälen, Teufel-Upmix sowie kein Upmix, die Pegelanpassung jedes Lautsprechers und die Möglichkeit, die Intensität von Höhen, Mitten und Bass zu justieren. Direkt per Knopfdruck anwählen lassen sich die sechs Klangmodi Movie, Music, Game, Voice+, Night sowie Teufels hauseigene Dynamore-Technik.

Die jeweiligen Werte und Veränderungen, beispielsweise der allgemeinen Lautstärke, werden über leuchtende Balken auf der Oberseite des Subwoofers angezeigt. Beim Upmix-Wechsel erfolgt zudem eine kurze Durchsage. Sämtliche Einstellungen gehen leicht und somit schnell von der Hand. Das Ein- und Ausschalten übernimmt der Subwoofer automatisch, abhängig davon, ob ein Audiosignal über den eARC-Kanal vorliegt oder nicht. Kurzum: Einfacher lässt sich ein 5.1-System kaum einrichten und bedienen. 

Von brachial bis atmosphärisch

Zunächst probieren wir das Concept mit dem Remake von Dead Space (unser Test) aus, dessen Sounddesign die Referenz auf der Playstation 5 darstellt. Subtile Effekte, unheimlicher Score, grässliche Nekromorph-Schreie und zünftige Waffengeräusche tönen differenziert und räumlich aus den Speakern. Die vielen plötzlichen Wechsel zwischen unheimlichem Grundrauschen und brutal intensiver Action gelingen der Anlage sehr gut, sodass wir unter höchster Anspannung durch die Gänge schleichen – man weiß schließlich nie, wann es wieder losgeht.

Im Multiplayer-Match von Call of Duty: Modern Warfare III passiert das genaue Gegenteil: Hier knallt, kracht und scheppert es ohne Pause! Zwar werden die unzähligen Schüsse und Explosionen akkurat über die Kanäle verteilt, doch dezente Geräusche wie beispielsweise Schritte in der Nähe lassen sich im Getümmel selten gezielt ausmachen. Das ist allerdings nicht dem Concept-System anzulasten, sondern der schieren Menge an gleichzeitig auftretenden Geräuschen und der allgemein enormen Dynamik. Wer besser hören will, woher ein Gegner kommt, experimentiert mit den Soundeinstellungen von Spiel und Anlage – oder greift direkt zum Kopfhörer. Wer einfach nur fette Action auf die Ohren kriegen will, dreht die Lautstärke hoch und fühlt sich mitten im bleihaltigen Geschehen. 

Bei Star Wars Jedi: Survivor macht das Teufel-Setup rasch deutlich, warum der Soundtrack des Action-Adventures unlängst einen Grammy abgeräumt hat. Die Kompositionen von Stephen Barton und Gordy Haab stehen denen der Kinofilme in nichts nach. Das Orchester schallt ausgesprochen kraftvoll und groß, aber stets fein abgestimmt durchs Zimmer – einzelne Instrumente lassen sich gut heraushören. Darunter mischen sich zahlreiche typische Effekte wie zischende Blasterschüsse und surrende Lichtschwerter, die wunderbar präsent klingen. Die Action findet häufig auf allen Kanälen statt und das genauso episch, wie man es von Star Wars erwartet.

Bass ist nicht alles

Als bester Klangmodus für jede Art von Spiel entpuppt sich (wenig überraschend) Game, weil dieser für einen präsenten Bass und eine breite Surround-Kulisse sorgt. Bei Filmen gefallen uns dagegen Movie und Dynamore am besten, weil sie eine ausgewogene Mischung aus Detailauflösung, Dynamik und Sprachverständlichkeit bieten. Teufels Technik kitzelt zudem etwas mehr Räumlichkeit aus dem Signal, sodass insbesondere Action-Blockbuster mit reichlich Surround-Effekten üppiger klingen. Die Wiedergabe erfolgt über jeweils zwei 80-mm-Mitteltöner und einen 19-mm-Hochtöner pro Lautsprecher, deren Frequenzbereich von 150 bis 20.000 Hz reicht. 

Der Subwoofer entfacht ein regelrechtes Bassgewitter, sobald die mächtigen Dinosaurier in Jurassic Park: Ein neues Zeitalter durch die Gegend stampfen (z.B. bei 7:30, ab 2:06:37). Bereits der Concept 8 spart nicht mit Druck: Vor allem in der Einstellung “Tief” spielt der kompakte Downfire-Woofer seine 120 Watt RMS (untere Grenzfrequenz: 33 Hz) hervorragend aus: Der 200-mm-Treiber liefert stets einen herrlich trockenen und punktgenauen Tiefton. In der Einstellung “Laut” hat der Bass noch immer Dampf, strahlt für unseren Geschmack jedoch zu sehr in die Breite und büßt darum Präzision ein.

Mit dem Concept 12 werden die donnernden Schritte der Kreaturen dann wahrlich spürbar. Der Bass schiebt mit einer enormen Wucht ins Zimmer, ohne dabei an Treffsicherheit einzubüßen. Der 300-mm-Zellulose-Tieftöner verfügt über 150 Watt RMS bei einer unteren Grenzfrequenz von 22 Hz. Damit besitzt der rund 28 Kilogramm schwere Frontfire-Sub genug Reserven, um auch größere Räume druckvoll zu beschallen. Wer den Pegel richtig hochdrehen will, bringt vorher lieber das Porzellan in Sicherheit und warnt die Nachbarn vor.

Unter dem satten Druck leidet der übrige Klang aber nicht. So schallt das Finale von Avengers: Endgame (ab 2:18:30) jederzeit differenziert aus den Speakern. Trotz heftigem Surround-Krawall und lautem Score sind kurze Effekte deutlich zu hören (z.B. Laserschüsse bei 2:27:26). Auch die Actionszenen in The Batman dringen mit großem Dynamikumfang und klaren direktionalen Effekten in den Wohnraum. Während der Schießerei auf dem Parkplatz (ab 1:18:07) sowie der anschließenden Verfolgungsjagd mit dem Batmobil (ab 1:20:00) spielen die Surround-Lautsprecher richtig auf: Wenn links und rechts vom Hörplatz die Kugeln einschlagen oder Autos vorbeirasen, entsteht ein feines Mittendrin-Gefühl.

Selbst schwachbrüstige Signale wertet das Setup hörbar auf. Der Mono-Ton auf der DVD des Klassikers The Warriors verteilt sich via Teufel-Upmix auf alle Kanäle. Dadurch laufen zwar auch Dialoge über die Rears, allerdings nur sehr leise. Verschiedene Geräusche (Pistolenschüsse bei 1:04:55) sowie der Score erhalten deutlich mehr Volumen. 

Ziemlich musikalisch

Für Musik nutzen wir den Stereo-Modus, der das akustische Geschehen auf die beiden Frontlautsprecher und den Subwoofer beschränkt. Als Klangmodi gefallen uns Music und Dynamore am besten, weil sie das richtige Verhältnis aus verständlichem Gesang und deutlich aufspielenden Instrumenten bieten – ideal für Rock und Pop. Wer Elektro und Hip Hop mag, freut sich über einen richtig saftigen Bass, der die anderen Lautsprecher auch bei hohen Pegeln nicht übertönt. 

Ebenso versteht sich das System auf die Wiedergabe von Konzerten und Live-Aufnahmen. Der Auftritt der Imagine Dragons auf der erstklassig abgemischten Blu-ray Smoke + Mirrors Live wird authentisch ins Wohnzimmer transportiert. Die Stimme von Frontmann Dan Reynolds klingt sehr natürlich und die verschiedenen Instrumente werden sauber aufgelöst. Auch die Rears spielen mit Geräuschen aus dem Publikum und weiteren akustischen Elementen (z.B. Hall) eine hörbare, jedoch niemals dominante Rolle.

Das Orchester auf der Blu-ray Hans Zimmer: Live in Prague macht beim Zuhören ebenfalls viel Spaß. Die Stücke aus Kinofilmen wie Fluch der Karibik, Inception, The Dark Knight oder Gladiator dringen fein aufgelöst, dynamisch und weiträumig aus den Lautsprechern. So überträgt sich die Live-Atmosphäre gelungen in die heimischen vier Wände.

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