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Test - Tarzan Freeride : Tarzan Freeride

  • PS2
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Tarzan Freeride
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Insgesamt 15 Levels erwarten euch in 'Tarzan Freeride'. Leider sind vor allem die Jump 'n' Run-Abschnitte ziemlich eintönig ausgefallen und strotzen nicht gerade vor Abwechslung und neuen Ideen. Die meisten Stages sind halt Dschungel-Szenarien, die sich kaum unterschieden - klar, manche sind eher düster und mit Sumpfabschnitten, andere legen mehr Gewicht auf Lianengehüpfe - insgesamt sieht die grüne Wildnis aber immer etwa gleich aus. Da können vereinzelte Kletterpassagen an Felsen und kurze Rutschpartien über Äste und durch hohle Baumstämme auch nichts daran ändern. Ausserdem ist es doch schade, dass Tarzan nur auf wenige Feinde trifft, von denen es zudem nur gerade eine Handvoll unterschiedliche gibt. Für Abwechslung sorgen aber immerhin die paar Levels, die eben nicht dem Jump 'n' Run-Genre angehören. Denn Tarzan muss nicht nur durch den Dschungel hüpfen, sondern auf einem Holzstück einen wilden Fluss hinabsurfen, wobei allerlei Gefahren wie Krokodile, spitzige Felsbrocken und sonstige Hindernisse seine Energieanzeige rasch gegen Null sinken lassen. Da hilft nur das Aufsammeln von Bananen und neuen Leben. Auch sollte die feinfühlige Steuerung beherrscht werden, um das Ziel heil zu erreichen. Wem diese Herausforderungen noch nicht genügen sollten, der kann natürliche Sprungschanzen benutzen, um mittels Tastenkombinationen Stunts auszuführen. Wieso Tarzan allerdings etwas für moderne Trendsport-Tricks übrig hat, bleibt unbeantwortet. Doch nicht nur dem Surfen ist der Herr des Dschungels zugeneigt - nein, auch Wasserski scheint ihm durchaus Spass zu machen. Dabei werdet ihr von einem Vogel mittels einer Liane über das kühle Nass gezogen und müsst diversen Hindernisse ausweichen. Fies platzierte Wurzeln, Äste und Felsen machen euch das Leben schwer - ist das Wasser voller giftiger Algen, bleibt oftmals nur ein schmaler Weg übrig, auf dem dann auch noch Sprungschanzen und Seerosenblätter - die wie Trampolins funktionieren - gekonnt eingesetzt werden müssen. Da fällt schon auf, dass der Schwierigkeitsgrad bei diesen 'Sport-Ausflügen' deutlich höher ist als in den Jump 'n' Run-Abschnitten, dafür aber mit einer exakten Steuerung aufwarten kann.

Tarzan Freeride
Surf-Action mitten im reissenden Fluss.

Nach dem erfolgreichen Absolvieren einiger Levels trefft ihr auf eine Art Endbosse, wie zum Beispiel ein riesiges Krokodil. Hier läuft das Spiel wie ein 'Interactive Movie' ab, in dem ihr zuerst einfach einen Button triggern müsst, um Tarzans Kraft zu sammeln und dann schnell eine vorgegebene Tastenkombination drückt, um den Widersacher zu verletzen. Diese Mini-Spiele sind recht witzig und ansprechend präsentiert, aber leider viel zu kurz. Ähnliches gilt für den spektakulären Bungee-Jump. Ist dieser geschafft, helfen euch die Gorillas. So müsst ihr nochmals die alten Levels durchforsten. Trefft ihr auf einen Gorilla und stosst euren Tarzan-Schrei aus, macht das pelzige Tier den Weg zu einem alternativen Wegabschnitt frei, in dem es wichtige Goodies zu sammeln gilt, ohne die ihr nicht in die letzen Levels gelangen könnt. Dieses Konzept mag aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass 'Tarzan Freeride' kein allzu umfangreicher Titel ist, der mehr durch seine oftmals unsaubere Steuerung, ungeschickte Kameraführung und unausgewogenen Schwierigkeitsgrad auffällt. Ebenfalls bleibt zweifelhaft, ob der zweite Spielmodus für mehr Langzeitmotivation sorgen kann: Hier könnt ihr die schon geschafften Levels nochmals durchzocken und dabei versuchen, den vorgegebenen Zeitrekord zu brechen.

Tarzan Freeride
Wasserski mit Hindernissen.

Grafisch kann das Spiel hingegen ziemlich gut gefallen. So ist das Dschungelambiente schön detailliert und trotzdem sehr passend zur Disney-Trickfilm-Vorlage ausgefallen. Dies gilt auch für die Darstellung der Figuren und deren Animationen. Leider ist das Scrolling ab und zu etwas ruckelig und gerade den Jump 'n' Run-Abschnitten hätte durchaus mehr Abwechslung gut getan. Beim Surfing, Wasserski und Bungee-Springen gibt es hingegen kaum Kritik: Vor allem die Wasserdarstellung und das Tempo gehen voll in Ordnung. Die gerenderten Zwischensequenzen passen ebenfalls gut zum eigentlichen Grafikstil, hätten aber vom Ablauf her etwas spektakulärer sein dürfen.
Noch etwas besser als die Grafik gefällt mir der Sound, der mit passenden Dschungel-Rhythmen und abwechslungsreichen Melodien sehr gut die Action auf dem Bildschirm untermalt. Ebenfalls ein Lob geht an die gute deutsche Synchronisation. Einzig einige Tiere haben eine zu unpersönliche Stimme erhalten, was etwas seltsam erscheint. Oder erwartet ihr, dass ein Gorilla-Weibchen mit der neutralen Stimme einer Nachrichtensprecherin spricht?

Fazit

von David Stöckli
Obwohl sich 'Tarzan Freeride' eindeutig von der Thematik und vom Gameplay her an die jüngeren Spieler richtet, ist das Spiel reichlich frustrierend ausgefallen. Bis ihr die Steuerung und deren unschönen Patzer im Griff habt, werdet ihr einige Leben - oftmals ungerechterweise - verloren haben. Dabei fällt auf, dass die für Abwechslung sorgenden Surf- und Wasserski-Einlagen sauberer programmiert sind, aber auch mit einem deutlich höheren Schwierigkeitsgrad aufwarten. Schade, dass bei den Jump 'n' Run-Abschnitten die Mischung aus 2D und 3D nicht so ganz überzeugen kann. Fans der Disney-Vorlage dürften trotzdem ihren Spass haben - zu einem Hit in diesem Genre hat es aber leider nicht gereicht.  

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