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News - Steam Deck : Saftige Preiserhöhung für den Handheld-PC

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Valve hat die Preise für seine tragbare Spielekonsole Steam Deck überraschend angehoben. Betroffen von der Maßnahme sind die beiden aktuellen Modelle mit OLED-Bildschirm. Zeitgleich mit der Preisanpassung gab das Unternehmen bekannt, dass die Hardware nach monatelangen Lieferengpässen wieder regulär ab Lager verfügbar ist. Valve bricht mit diesem Schritt mit seiner bisherigen Strategie, Hardware über einen längeren Lebenszyklus hinweg im Preis zu senken oder stabil zu halten.

Die neuen Verkaufspreise spiegeln einen deutlichen Aufschlag für Endkunden wider. Das Steam Deck OLED mit 512 Gigabyte Speicherplatz kostet im offiziellen Steam-Store ab sofort 779 Euro, was einer Steigerung gegenüber dem vorherigen Preis von 569 Euro entspricht. Noch deutlicher fällt die Anpassung beim Spitzenmodell mit einem Terabyte Speicherplatz aus: Hier klettert der Preis von ehemals 679 Euro auf nunmehr 919 Euro. Die Erhöhung beläuft sich damit je nach Modell auf über 200 Euro beziehungsweise mehr als 40 Prozent des ursprünglichen Werts.

In einer offiziellen Stellungnahme begründet Valve den Schritt mit externen wirtschaftlichen Faktoren. Demnach habe sich das Gerät selbst nicht verändert, die neuen Tarife seien jedoch das Resultat gestiegener Komponentenkosten sowie anhaltender logistischer Herausforderungen innerhalb der gesamten Industrie. Branchenanalysten führen die Verteuerung primär auf den anhaltenden Mangel an Speicherbausteinen zurück. Der weltweite Boom im Bereich der künstlichen Intelligenz veranlasst Halbleiterhersteller dazu, ihre Produktionskapazitäten für DRAM- und NAND-Speicher bevorzugt an gewinnbringendere Rechenzentren zu vergeben, was die Einkaufspreise für Unterhaltungselektronik steigen lässt.

Mit dieser Maßnahme folgt Valve einem allgemeinen Trend auf dem aktuellen Konsolenmarkt, bei dem alternde Hardware im Laufe der Generation teurer statt günstiger wird. Microsoft und Sony hatten ihre Konsolenpreise für die Xbox Series X und die PlayStation 5 in der Vergangenheit bereits angehoben. Wer dennoch ein mobiles System von Valve erwerben möchte, ohne den neuen Aufpreis zu zahlen, muss auf die älteren LCD-Modelle aus dem zertifizierten Refurbished-Programm des Herstellers ausweichen, deren Preise für gebrauchte Geräte vorerst unverändert unter der 400-Euro-Marke verbleiben.

Das Gerät rückt durch den Preissprung von über 900 Euro für das Topmodell in finanzielle Regionen, in denen auch günstigere Gaming-Laptops oder PCs angesiedelt sind. Ob die gesteigerte Verfügbarkeit den Verlust des Preis-Leistungs-Vorteils ausgleichen kann, bleibt abzuwarten.

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