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Preview - Star Wolves 2 : Star Wolves 2

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Das Gefühl der Einsamkeit

Hier offenbart sich ein weiteres Problem des Spiels: Die Sektoren sind ziemlich seelenlos gestaltet. Selbst rund um die Raum- und Handelsstationen herrscht gähnende Leere, was ziemlich an der Atmosphäre nagt. Das ist schon deswegen schade, weil das Weltall in 'Star Wolves 2' ansonsten grandios in Szene gesetzt ist – inklusive Asteroidenfelder und Spiralnebel. Diese Seelenlosigkeit spiegelt sich momentan auch in den Zufallsmissionen wieder, die ihr auf den Stationen erhaltet. Diese sind meistens nach einem 08/15-Muster gestrickt und bieten wenig Abwechslung – ganz im Gegensatz zu den Hauptmissionen. So eskortiert ihr beispielsweise ein Handelsschiff, transportiert wertvolle Ladung durch die Sektoren oder löscht eine Piratenbande aus. Allerdings haben eure Aktionen und Entscheidungen Auswirkungen auf den weiteren Verlauf. Habt ihr für einen Händler verlorene Fracht geborgen, wählt ihr in einem Multiple-Choice-Dialog die gewünschte Antwort aus. Es liegt also bei euch, ob ihr brav die Fracht übergebt oder den Bösewicht mimt und die Ware behaltet. In der finalen Version des Spiels schließt ihr euch sogar einer von drei Fraktionen an, was ebenfalls Auswirkungen auf den Story- und Missionsverlauf hat.

Kämpfe laufen nach einem aus dem Vorgänger gewohnten Prinzip ab. Sobald Feinde in der Nähe auftauchen, wird das Spielgeschehen automatisch pausiert. So könnt ihr in aller Ruhe die Lage sondieren und Befehle erteilen. Die Pausenfunktion steht euch zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung, sodass die Gefechte niemals in Hektik ausarten. Überhaupt sind die Kämpfe fast schon gemächlich inszeniert: Raumschiffe fliegen große Kurven, um sich in Position zu bringen, und eröffnen erst dann das Feuer. Das ist realistisch und bringt gleichzeitig eine taktische Note ins Spiel. Des Weiteren solltet ihr die Spezialfähigkeiten eurer Söldner gezielt einsetzen, da diese in den meisten Fällen nur ein Mal zur Verfügung stehen. Zerstörte Raumschiffe hinterlassen Fracht oder Ausrüstungsgegenstände, die ihr einfach aufsammelt und in der Station verramscht. Dort rüstet ihr auch eure Schiffe auf. Leider sind die entsprechenden Menüs ziemlich unübersichtlich aufgebaut – wie auch der Rest des Interfaces. Da sollten die Entwickler nochmals Hand anlegen.

Ausblick zum Träumen

Die Optik von 'Star Wolves 2' baut auf derselben Engine auf wie der Vorgänger, wurde jedoch um einige zusätzliche Effekte angereichert. Raumschiffe ziehen Antriebsstrahlen hinter sich her, Feinde zergehen in hübschen Explosionen und der Eintritt in ein Sprungtor wird ebenfalls mit aufwändigen Lichteffekten inszeniert. Allerdings sehen einige Schiffe aus kurzer Distanz nicht mehr ganz so schön aus und auch die Raumstationen könnten gerne etwas detailreicher präsentiert werden. Zur Soundkulisse lässt sich noch nicht allzu viel sagen, da z. B. die Sprachausgabe noch nicht integriert ist – sofern es denn überhaupt eine geben soll. Die Hintergrundmusik untermalt das Geschehen jedoch mit passenden Klängen, die sich dynamisch an die Situation anpassen.

Fazit

André Linken - Portraitvon André Linken
'Star Wolves 2' hat einige interessante Neuerungen zu bieten. Endlich darf ich die Piloten des Mutterschiffs verbessern. Auch der Forschungsdrang wird dank erweitertem Handlungsfreiraum befriedigt. Das Missionsdesign ist ebenfalls viel versprechend und die Kämpfe sind so taktisch wie eh und je. Allerdings hapert es noch immer bei den Details: unübersichtliche Menüs, lieblose Zufallsaufträge sowie ein menschen- und außerirdischenleeres Weltall ohne Seele. Wenn die Entwickler an diesen Punkten noch etwas schrauben, übertrifft das Spiel seinen Vorgänger. Lassen wir uns überraschen.

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