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Special - Computerspielland Österreich: Rabcat : Die Mechaniker von Split/Second

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Der Name Rabcat besteht übrigens aus den Anfangsbuchstaben der Gründungsmitglieder. Von denen ist heute nur mehr das T für Thomas Schleischitz an Bord. Denn es gab eine lange Durststrecke. Jung, erfolgsverwöhnt und zuversichtlich fragten sich die frischgebackenen Firmengründer nun: Wie wär's mit einem Kundenstock? „Die ersten zwei Jahre waren schon hart", sagt Schleischitz. „Da fährt man zu jeder Messe, zu jedem Studio und kratzt alle Adressen ab." Und was dabei herauskam, waren meist nur kleine Jobs. Bis dann 2004 Rockstar Vienna mit GTA Vice City anklopfte. Ein erster großer Auftrag. Ein Anfang.

Und der Durchbruch

Der Durchbruch kam aber erst zwei Jahre später. Da konkurrierte Rabcat mit Studios aus Vietnam, China oder Russland um den Job bei Test Drive Unlimited von Eden Games. „Mit Genauigkeit und Qualität haben wir uns durchgesetzt", erzählt Schleischitz stolz. 80 Fahrzeuge lieferte das Studio aus Wien. „Das war ein richtig großer Schritt, da sagten wir uns: Okay, wir können es wirklich." Aufträge für Motorstorm, Silent Hill Origins, Forza Motorsport 3 oder Just Cause 2 folgten. Und eben Split/Second.

Und wie bekommt man jetzt ein Auto in einen Computer?

„Da gibt's einen großen Unterschied, ob es sich um einen aktuellen Wagen oder um Oldtimer handelt", erklärt Schleischitz. Das Ausgangsmaterial sind Fotos. Nur gibt es eben bei Oldtimern wenig Fotomaterial. Die Grafiker haben somit nur wenige Eckpunkte, an denen sie das virtuelle Fahrgestell aufhängen können. Bei neuen Autos ist das einfacher. Hersteller wie Toyota oder Mazda geben einem Grafikstudio gerne ihre CAD-Daten. „Lamborghini, Ferrari oder Porsche rücken ihre Konstruktionsdaten aber wieder nicht raus", sagt Schleischitz. „Davon gibt's aber glücklicherweise tonnenweise Fotos."

Ist einmal die Grundform des Wagens im Computer gezeichnet, wird eine finale Anzahl der Polygone zugewiesen. Und dann eben Pünktchen für Pünktchen so gezeichnet, mit all den Lichteffekten, dass der Lack genauso aussieht, als würde er in der Sonne glänzen. Die beste Auflösung erhalten übrigens die Karren im Showroom, also im Menü des Spiels, wo wir Spieler uns entscheiden müssen, mit welchem Boliden wir das nächste Rennen bestreiten wollen. Für das Spielfahrzeug werden die Polygone reduziert, weil noch keine Konsole 15 HD-aufgelöste Autos in Fahrtbewegung mitsamt einer atemberaubenden, explodierenden Umgebung berechnen kann. Ist das wirklich gut gemacht, merkt man auch keinen Unterschied.

Davon können wir uns jetzt ja in Split/Second überzeugen. Österreich als Produktionsstandort ist aber nicht gerade einfach. „Seit Rockstar Vienna weg ist, gibt es für uns keinen Kunden mehr in Österreich", sagt Schleischitz. Und auf dem internationalen Markt konkurriert Rabcat mit Firmen, die alles deutlich billiger anbieten können. „So sind wir gezwungen, die gesamte Bandbreite abzudecken", so Schleischitz. „Gleichzeitig erwartet aber jeder Kunde, dass wir immer alles gleich gut können."

Rabcat Computer Graphics GmbH
Fernkorngasse 10, 202
1100 Vienna
Austria
Tel: +43-1-523 74 25
www.rabcat.com

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