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News - Sony Playstation : Zahlen von Marktanalysten untermauern Sonys No-Disc-Kurs

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Die Aufregung in der Gaming-Community war groß, als Sony seine Strategie verdeutlichte, schrittweise auf physische Datenträger verzichten zu wollen. Fans und Sammler machten in den sozialen Netzwerken mobil und forderten vehement den Erhalt von Discs im Einzelhandel. Neue Verkaufsdaten des renommierten Marktforschungsunternehmens Circana zeichnen nun jedoch ein Ernüchterung bringendes Bild. Wie der Branchenanalyst Mat Piscatella bekannt gab, stützen die harten Zahlen des Konsumverhaltens genau den Trend, den viele physische Sammler aktuell beklagen.

Aus den Erhebungen für den US-amerikanischen Markt geht hervor, dass seit Jahresbeginn plattformübergreifend lediglich sieben PlayStation-Titel die Marke von 100.000 verkauften physischen Exemplaren überschreiten konnten. Noch deutlicher wird der Wandel beim Blick auf die wöchentlichen Absätze: In der ersten Juli-Hälfte gelang es im gesamten Land gerade einmal zwei Spielen, in einer Woche mehr als 10.000 Einheiten auf Disc umzusetzen. Während Gamer im Netz den Verlust der physischen Medien anprangern, spiegelt sich diese Leidenschaft an den Ladenkassen kaum noch wider.

Um die Tragweite dieser Entwicklung zu verdeutlichen, zog der Analyst den Vergleich zu früheren Konsolengenerationen heran. Im Jahr 2009 gaben Konsumenten in den USA jährlich noch rund 11,5 Milliarden US-Dollar für Spiele auf optischen Datenträgern aus. Im laufenden Jahr wird dieses Marktvolumen laut Prognosen auf nur noch etwa 1,6 Milliarden US-Dollar schrumpfen. Der Markt hat sich damit innerhalb von anderthalb Jahrzehnten fast vollständig in die digitalen Storefronts verlagert.

In Branchenkreisen wird die fundamentale Diskrepanz zwischen Internet-Protesten und realem Kaufverhalten betont. Für Publisher und Konsolenhersteller wird das Pressen, Verpacken, Logistizieren und Bereitstellen von Discs bei geringen Stückzahlen zunehmend unrentabel. Das Fazit der Marktexperten fällt daher eindeutig aus: Wenn die Gaming-Community den Fortbestand physischer Medien einfordert, muss sich dieses Anliegen in den Verkaufszahlen niederschlagen. Reine Appelle im Netz reichen nicht aus, um den wirtschaftlichen Wandel der Branche aufzuhalten.

Doch die Sorge der Spieler gilt nicht nur den physischen Medien an sich, sondern vor allem dem Verlust des Besitzes gekaufter Spiele, sollte Sony sich entschließen, bestimmte Titel aus den Stores zu nehmen, und einer möglichen monopolistischen Preisgestaltung. Das Thema bleibt also weiterhin spannend. 

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