Test - Samsung Q60R : Soundbar und Fernseher im Doppeltest
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Die Q60R-Soundbar aus dem Hause Samsung wird auf der offiziellen Website noch mit 549 Euro UVP angegeben, ist im Handel aber bereits für knapp über 400 Euro erhältlich – ein deutlich akzeptablerer Preis für das Gebotene als der Einstiegspreis. Wie zumeist üblich, handelt es sich um eine Kombination aus Soundbar und kabellosem Subwoofer, wobei Samsung erneut auf einen Sidefire-Aufbau setzt. Das heißt, der Subwoofer strahlt zur Seite ab, was der eine oder anderen beim Aufbau berücksichtigen sollte, damit der Brüllwürfel nicht gegen eine Schrankwand röhrt. Aufbau und Anschluss gehen simpel vonstatten, Soundbar und Subwoofer sind ab Werk gepaired.
Mit 1100 x 59 x 100 mm ist die Soundbar vor allem erfreulich flach, sodass sie bei Standaufbau exzellent unter einen Fernseher passt. Die Verarbeitung wirkt hochwertig dank Metallgitter und der des HW-N950 nicht unähnlich. Wandbefestigung ist natürlich möglich, die entsprechenden Bauteile liegen bei. Bei den Anschlüssen, die nebst Kabeln von vorn nicht zu sehen sind, erwartet euch alles Nötige: HDMI-ARC, USB, BlueTooth (zum Beispiel fürs Streaming von mobilen Geräten), Optical- und Analoganschluss. Der HDMI-Anschluss verfügt über 4K-Passthrough mit HDR10+ Support, wie sich das gehört.
Die Soundbar ist mit insgesamt acht Speakern bestückt, die zum Teil seitlich und nach oben abstrahlen. Dank der entsprechenden Reflexion von Wänden und Decke ergibt sich dadurch ein sehr breiter Raumklang. Zusammen mit integrierten Technologien wie Acoustic Beam Technologie und Adaptive Sound, welche die räumlichen Gegebenheiten, aber auch die Inhalte analysieren, wird der Klang noch zusätzlich optimiert. Damit im breiten Klang die Dialoge nicht verloren gehen, setzt Samsung zudem auf zwei dedizierte Center-Speaker.
Fürs Fundament sorgt der 205,0 x 353,0 x 303,2 mm große Subwoofer mit einem 6,5-Zoll-Speaker, der wuchtig, aber nicht übertrieben daherkommt und in Verbindung mit der Soundbar keine hörbare Frequenzlücke hören lässt. Wer möchte, kann das ganze System mit zusätzlichen Rear-Speakern sogar noch weiter ausbauen und zu einer vollwertigen Surround-Anlage machen.
Klanglich lässt die Q60R-Soundbar schlussendlich keine Wünsche offen und überzeugt in allen Bereichen, egal, ob Film/Video, Musik oder bei Videospielen. Die Bässe sind kraftvoll, aber keineswegs übertrieben und dröhnen nicht ungebührlich. Die Sprachverständlichkeit ist hervorragend und auch die Höhen können sich wunderbar durchsetzen. Zusammen mit dem richtig guten Raumklang entpuppt sich die Soundbar schnell zu einer echten Bereicherung, gerade in Verbindung mit dem Q60R-TV, der sehr gut mit der Soundbar kommuniziert und notwendige Anpassungen fehlerfrei rüberbringt.
Es wäre allerdings zu schön, wenn es nicht wieder einen Haken geben würde, abgesehen von dem etwas mickrigen und wenig aussagekräftigen Minidisplay an der rechten Seite der Soundbar. Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1 werden nämlich unterstützt, Atmos oder DTS:X hingegen nicht. In deren Genuss kommt ihr erst mit dem größeren Bruder Q70R, der mit einem Straßenpreis von deutlich über 500 Euro (UVP 749 Euro) allerdings um einiges teurer ist.
Greift zu, wenn...… ihr einen exzellent fürs Gaming geeigneten Fernseher sucht, der mit gutem Bild und schneller Reaktionszeit / niedrigem Input Lag überzeugt. Bildwiederholrate und FreeSync sprechen allerdings nur für die Modelle ab 55 Zoll aufwärts. Die Soundbar ist die passende Ergänzung, um dem schwachen Sound des Fernsehers Beine zu machen.
Spart es euch, wenn...… ihr auf perfekte HDR-Darstellung beim Fernseher steht und die kleineren Mankos nicht akzeptieren wollt und/oder Atmos oder DTS zu eurem Pflichtprogramm einer Soundbar gehören.


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