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Test - Razer Blade Stealth 13 : Premiere: Ultrabook mit Grafikkarte

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Razer wagt ein Experiment und stattet sein Ultrabook mit einer dedizierten Grafikkarte aus. Das Razer Blade Stealth 13 ist damit das erste Ultrabook überhaupt, in dem eine GeForce werkelt, die flüssiges Full-HD-Gaming ermöglichen soll. Entsprechend groß war unsere Neugier, ob das Stealth 13 seinem Anspruch auch gerecht wird und was das für Akkulaufzeit, Temperatur und Kühlung bedeutet.

Für unseren Test wurde uns das Razer Blade Stealth 13 in der Ausführung mit Full-HD-Bildschirm zur Verfügung gestellt, die aktuell für 1.999,99 Euro zu haben ist. Für uns ohnehin die sinnvollere Option, denn die Variante mit 4K-Bildschirm ist bei einer Displaygröße von 13 Zoll ohnehin ziemlicher Quatsch. Zum einen ist die verbaute GTX 1650 mit 4K-Auflösungen beim Zocken hoffnungslos überfordert, zum anderen ergibt die extreme Pixeldichte bei dem Display wenig Sinn.

Schick ist das lediglich 1,4 kg leichte Stealth 13 aber auf jeden Fall, unabhängig von der Displayvariante. Das Uniboy-Gehäuse aus CNC-Aluminium macht einen hochwertigen und robusten Eindruck. Das mattschwarze Design ist durch und durch dezent und gibt dem Stealth 13 eher das Flair eines stylischen Arbeitsgeräts als einer Gaming-Maschine. Bis auf eine Razer Chroma Einzelzonen-RGB-Beleuchtung der Tastatur, natürlich via Synapse-Software einstellbar, wurde auf jedwedes Blingbling verzichtet und das ist auch gut so.

Die Tastatur verzichtet bei den kompakten Abmessungen von 304,6 x 210 x 15,3 mm natürlich auf einen Zahlenblock oder sonstige Zusatztasten. Sie ist aber überaus angenehm zu bedienen mit gutem Tastenfeedback und geringem Auslösedruck. Das Microsoft Precision Touchpad ist recht empfindlich, aber schnell bedienbar und angenehm groß, da es den gesamten Abstand von der Leertaste bis zur unteren Kante der Gehäuseoberfläche ausnutzt. Damit ist präzise Bedienung gewährleistet.

Bei den Anschlüssen ist so ziemlich alles Notwendige in moderner Ausführung vorhanden. Neben dem Stromanschluss für das kompakte externe Netzteil gibt es einen Type-C-Anschluss, zwei USB-3.1-Ports sowie einen Kombo-Kopfhöreranschluss. Nicht viel, aber für den Betrieb unterwegs voll und ganz ausreichend. Ein LAN-Port ist aufgrund der Gehäusedicke nicht vorhanden, dafür sind aber Intel Wireless-AX 201 und BlueTooth 5 mit an Bord.

Beim Innenleben hat Razer zumindest bei der CPU etwas mit der Sparflamme gezündelt. Der verbaute Intel Core i7-1065G7 Quadcore mit 1.3 GHz ist nicht gerade ein Arbeitsmonster. Bei aufwendigen Anwendungen, zum Beispiel von Adobe, wird es doch ziemlich eng mit der Leistung. Mit mauen 438 Punkten im Cinebench liegt er sogar noch recht weit unter älteren Schätzchen wie dem i5-8300H. Für den normalen Officebetrieb ist das aber mehr aus ausreichend und Spiele sind meist ohnehin nicht allzu CPU-hungrig.

Ebenfalls an Bord sind flinke 16 GB DDR4-3733 von SanMax, fest montiert und nicht austauschbar. Als Laufwerk kommt eine 512 GB große PCIe M.2 SSD zum Einsatz, die den Spielen und Anwendungen ordentlich Beine macht. Weitere Laufwerke sind nicht vorhanden.Beim Display handelt es sich um ein 13,3“ Full-HD-Panel mit insgesamt guter Darstellungsqualität.

Der Clou des Stealth 13 ist die verbaute GeForce-Grafikkarte, eine Neuerung bei einem Ultrabook. Es handelt sich dabei um eine NVIDIA GeForce GTX 1650 mit 4 GB RAM, quasi die kleinste Karte der aktuellen Turing-Reihe mit wenig Stromverbrauch, was zusammen mit der CPU der Akkuleistung natürlich zugute kommt. Die Karte bewegt sich in etwa auf dem Niveau der früheren GTX 1050 Ti für Notebooks.

Das ist natürlich kein Performance-Monster, reicht für flüssiges Spielen bei Full-HD-Auflösung aber aus. Bei den meisten Titel werden die 30 fps ziemlich locker gestemmt, mit Abstrichen bei den Details auf Mittel bis Hoch sind auch die maximalen 60 fps des Displays durchaus machbar. Aufgrund des kleineren Displays können ohnehin einige Aspekte wie Antialiasing oder Schatten ohne großartig sichtbare Beeinträchtigungen der Darstellungsqualität reduziert werden. Bei Shadow of the Tomb Raider erreichten wir beispielsweise bei maximalen Einstellungen im Benchmark solide 40 fps.

Wer nun Angst hat, dass das Stealth 13 mit dedizierter Grafikkarte zu heiß oder zu laut wird, darf beruhigt aufatmen. Auch im Spielebetrieb waren die Lüfter bis auf ein leises Rauschen kaum zu hören. Die Temperatur von Gehäuse und Tastatur blieb jederzeit in einem noch angenehmen Rahmen, ohne das Stealth 13 in eine mobile Herdplatte zu verwandeln. Die CPU mit ihren mageren 25W Stromverbrauch erzeugt ohnehin nicht viel Abwärme und die Grafikkarte blieb unter 65 Grad bei Volllast. Entsprechend gut ist die Akkuleistung. Bis auf die etwas magere Leistung der CPU also insgesamt ein durchdachtes und ausgeklügeltes System.

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