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Preview - Rallisport Challenge : Rallisport Challenge

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Rallisport Challenge
Da hat uns doch einer umgeschubst.

Steuerung, Fahrmodell und Schäden
Gesteuert wird wahlweise per Tastatur, Gamepad, Joystick oder natürlich auch Lenkrad inklusive Force Feedback-Unterstützung. Bizarrerweise ließ sich das Spiel in der vorliegenden Version mit dem Lenkrad eher mangelhaft fahren, die Wagen reagierten teilweise sehr spät und oft auch nicht recht nachvollziehbar auf die Lenkbewegungen. Hier sollten die Entwickler bis zum Release noch deutlich nachbessern. Gut hingegen ist das Handling der Boliden mit der frei belegbaren Tastatur. Insgesamt acht Kamerapositionen sorgen dafür, dass ihr jederzeit den Überblick beim Rennen behaltet, lediglich eine Cockpit-Kamera wird schmerzlich vermisst.

Das Fahrmodell entpuppt sich als recht gutmütig, habt ihr die Steuerung erst mal im Griff, braucht ihr euch keine allzu großen Sorgen machen, dass kleinere Lenkfehler euch gleich aufs Dach legen oder neben die Piste manövrieren, auch wenn Streckenbegrenzungen nur selten vorhanden sind. Passiert so eine Panne dann doch mal, werdet ihr ab einem gewissen Abstand von der Strecke wieder auf die Piste gestellt. In der Beta kam es allerdings hier und da vor, dass ein Wagen so hoffnungslos festgefahren werden konnte, dass nur ein Neustart des Rennens noch Abhilfe schaffen konnte.

Rallisport Challenge
Mit dem Nissan durch die Abenddämmerung.

Ebenso gutmütig wie das Fahrmodell gestaltet sich das Schadensmodell. Zwar werden Schäden am Fahrzeug optisch dargestellt, allerdings beschränkt sich das auf kaputte Scheiben, Scheinwerfer und Rücklichter, sowie eingebeulte Motorhauben und krumme Spoiler. Auswirkungen auf das Fahrverhalten sind nicht feststellbar. Entsprechend gibt es zwischen den einzelnen Rennen auch keine Reparaturen und die Fahrzeugeinstellungen sind eher mager und haben nur wenig Auswirkung auf das Fahrzeugverhalten. Ihr habt die Wahl aus fünf Satz Reifen, des Weiteren könnt ihr Federung, Übersetzung und drei weitere Eigenschaften in je drei Stufen einstellen, was aber für das eigentliche Rennen nur sekundäre Bedeutung hat. Simulations-Freaks dürften hier eindeutig unterfordert sein, was Einsteiger aber wiederum zu schätzen wissen dürften.

Augenschmaus mit Einschränkungen
Die technische Umsetzung des Spieles sorgt allerdings für große Augen, auch wenn die Performance noch nicht optimiert ist und einige Grafikbugs auftraten. Das beginnt schon bei der wunderschönen Grafik der anspruchsvollen Strecken, die jede Menge Details und atmosphärische Ausleuchtung bieten. Tunneleffekte wie bei 'Colin McRae Rally' sind Mangelware, statt dessen werden weite Blicke auf die Umgebung gestattet. Selbst an Animationen wurde nicht gespart, so jubelt das Publikum sichtbar dem Fahrer zu, Vögel fliegen über die Strecke und in Afrika galoppieren Zebras neben der Piste. Eine derart schmucke Optik hat es bisher wohl in keinem PC-Rallyespiel gegeben. Auch die Fahrzeuge können sich sehen lassen und sind schön und authentisch modelliert, wobei die Spiegelungen im Lack allerdings nicht immer ganz realistisch sind.

Rallisport Challenge
Für jedes Rennen gibt es wertvolle Punkte.

Mager sieht es dafür auf der Effektseite aus, sieht man mal von der schönen Ausleuchtung ab. Aufgewirbelter Staub, Schneegestöber und Matsch sind nur selten zu sehen, auch verdrecken die Fahrzeuge nicht nennenswert. Fahrspuren am Boden sind auch nur bei extremen Manövern zu sehen und Wettereffekte wie Regen oder Schnee fehlen bisher völlig. Es wäre schön, wenn auch hier bis zum Release noch einiges hinzukommt. Erfreulich hingegen ist, dass Banden, Tonnen und andere Objekte in der Umgebung nicht wie in Beton gegossen sind, sondern bei Kollisionen verschoben werden. Die akustische Seite kann dann wieder überzeugen, die Motorengeräusche klingen gut, auch die Beschaffenheit des Untergrundes macht sich nicht nur fahrerisch, sondern auch akustisch bemerkbar, untermalt von einem treibenden Soundtrack.

 

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
'RalliSport Challenge' entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Eins-zu-eins-Konvertierung des erfolgreichen Xbox-Titels. Daran gibt es unterm Strich auch wenig auszusetzen. Die Grafik der Strecken ist schlichtweg wunderschön und auch die Fahrzeuge sind gut modelliert, auch wenn es insgesamt etwas an Effekten wie Dreckspritzer oder Staub fehlt. Das Fahrmodell ist gelungen und vor allem sehr einsteigerfreundlich. Profis werden allerdings aufgrund des mageren Schadensmodells und der geringen Einstellmöglichkeiten etwas die Nase rümpfen. Zur Überbrückung bis zum Erscheinen von 'Colin McRae Rally 3' und zum Einstieg ins Rallye-Genre reicht das Spiel aber allemal.  

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