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Test - Pokémon Let's Go Pikachu / Evoli : Besser, als du dachtest!

  • NSw
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Das wohlige Glücksgefühl

Bis auf kleinere Abweichungen ist Pokémon Let's Go der Gelben Edition überraschend detailgetreu nachempfunden. Kanto erstrahlt in einem schönen, lebendigen Stil und steckt voller kleiner Details. Allerdings könnte sich das Design stärker von Pokémon Go abheben. Spätestens wenn in Lavandia oder Fuchsania City bekannte Melodien neu instrumentiert in die Ohren schallen, ist das Gefühl aus Kindertagen wieder da. Umso schöner ist, dass mich nun jedes der 151 Pokémon außerhalb des Pokéballs auf meiner Reise begleiten kann und gelegentlich mit seiner Umwelt interagiert. Auf Onix' Rücken durch die Straßen zu rauschen oder mit Dragoran über die Stadt zu fliegen ist etwas, was sich vermutlich jeder Pokémon-Fan seit Jahren wünscht.

Leider bleiben einige der Begleiter, je nach Größe, öfter an Hindernissen hängen und spawnen erst nach einigen Metern wieder hinter mir. Abhängig von der Edition bekomme ich zusätzlich entweder den Partner Pikachu oder Evoli an die Seite gestellt, der eine Sonderstellung einnimmt. Zum einen erlernt er sämtliche VMs ersetzende Spezialtechniken unabhängig von seinen Attacken, zum anderen sitzt er jederzeit auf meiner Schulter und kann ähnlich wie in PokéMonAmi gestreichelt, eingekleidet und mit Beeren gefüttert werden. Mein Pikachu reagierte mitunter so individuell und unwiderstehlich süß auf so ziemlich jede Spielsituation, dass ich den kleinen Kerl inzwischen ins Herz geschlossen habe. Im Team muss er sich dafür nicht befinden.

Aufgehübscht und entschlackt

Erwartungsgemäß macht Pokémon Let's Go technisch einen großen Sprung nach vorne. Game Freak hat sich für einen bunten, nicht unbedingt realitätsnahen Stil entschieden, der aber gut zum Thema passt. Im TV-Modus läuft das Spiel butterweich. Lediglich wenn ein zweiter Spieler durch Schütteln eines Controllers ins Spiel einsteigt, sinkt die Framerate stellenweise ein wenig. Im Handheldmodus tritt die Verlangsamung seltsamerweise in Menüs und manchen Arenen auf, nicht aber während der Kämpfe und der Erkundung.

Menüs wurden übersichtlicher gestaltet und einige Hürden entfernt. Nun ist es jederzeit möglich, Pokémon von der Lagerungsbox ins Team aufzunehmen, ohne dafür ein Pokémon-Center aufzusuchen, was den Spielfluss angenehm strafft. Auch Spitznamen lassen sich jederzeit ändern.

  • Pokémon: Let's Go, Pikachu! / Evoli! - Screenshots - Bild 1
  • Pokémon: Let's Go, Pikachu! / Evoli! - Screenshots - Bild 2
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  • Pokémon: Let's Go, Pikachu! / Evoli! - Screenshots - Bild 10
  • Pokémon: Let's Go, Pikachu! / Evoli! - Screenshots - Bild 11

Hinsichtlich der Online-Funktionen ist kein globaler Tausch oder Kampf gegen Fremde möglich, ohne einen Code aus drei Pokémon-Sprites auszutauschen, ähnlich wie bei Gruppen in Pokémon-Go-Raids. Auch wenn die Funktionen reduziert wurden, sind die Onlinefeatures glücklicherweise nicht mehr so verschachtelt, beinahe versteckt, wie in Sonne und Mond, sondern jederzeit über das Menü erreichbar. Meine Testkämpfe liefen allesamt flott und ohne Verzögerungen ab.

Der Pokéball Plus

Die genannten Vereinfachungen gehen unter anderem mit der Einhandsteuerung einher. Let's Go unterstützt beide Joy-Con im Handheldmodus, hauptsächlich wird aber mit einem senkrecht gehaltenen Joy-Con oder dem neuen Zubehör gespielt, was durch das angepasste Interface gut funktioniert. Der Pro Controller wird leider nicht unterstützt.

Zusätzlich zu den neuen Editionen verkauft Nintendo den Pokéball Plus, ein Stück Hardware, das mehrere Funktionen übernimmt: Controller, PokéWalker und Pokémon Go Plus.

Der etwa fünf Zentimeter große Ball fühlt sich hochwertig an, was bei einem Preis von 50 Euro aber auch Pflicht ist. Das komplette Spiel lässt sich mit dem Ball steuern. Für unwichtigere Unteroptionen, die nur selten benötigt werden, reichen die Eingabemöglichkeiten aber nicht. Der Knopf des Pokéballs fungiert gleichzeitig als Analogstick und A-Knopf. Bewege ich beim Drücken den Stick aus Versehen, wähle ich schon mal die falsche Attacke. Ein weiterer eingebetteter Knopf auf der Oberseite ersetzt je nach Situation die B- oder die X-Taste. Durch Schütteln wird die Y-Taste betätigt.

Wie ein Joy-Con ist der Pokéball mit HD-Rumble ausgestattet. Anders als beim Standard-Switch-Controller fallen die Vibrationen sehr viel stärker aus. Darüber verfügt das Gerät über Licht- und Soundeffekte. Fangt ihr ein Pokémon, spürt ihr, wie es versucht auszubrechen, anschließend ist sein Ruf zu hören und der Ring um den Analogstick leuchtet in den Farben der Kreatur. Überdies könnt ihr ein Pokémon auf den Ball laden und es auf Spaziergänge mitnehmen, es schütteln oder streicheln, damit es zusätzlich Items und Erfahrungspunkte sammelt. Darüber hinaus sammelt es, wenn es mit einem Pokémon-Go-Konto verbunden ist, automatisch Items von PokéStops. Eine Akkuladung von drei Stunden reicht geschätzt für 10 bis 20 Stunden.

Jeder Pokéball Plus enthält übrigens ein Mew, das auf das Spiel übertragen werden kann. Bislang gibt es keine andere Möglichkeit, das seltene Psycho-Pokémon im Pokédex zu registrieren, was angesichts des hohen Preises einen etwas herben Beigeschmack hat. Für Fans ist es dennoch ein sehr cooles, aber kostspieliges Gimmick.

Pokémon: Let's Go, Pikachu! / Evoli! - Die ultimative Herausforderung Trailer
Der Trailer macht euch mit den Herausforderungen, die euch in Pokémon: Let's Go, Pikachu! / Evoli! erwarten, vertraut.

Die Safarizone in Fuchsania City wurde durch den Go-Park ersetzt. Er ist die einzige Schnittstelle mit Pokémon Go. Taschenmonster, die in der App gefangen wurden, können dorthin übertragen werden, um mit ihnen zu spielen und sie schließlich ins Team aufzunehmen. Leider ließ sich bis zum Zeitpunkt des Tests keine Verbindung zwischen dem Switch-Spiel und Pokémon Go herstellen. Die in der Safarizone gefangenen Pokémon findet ihr in Pokémon Let's Go stattdessen auf anderen Routen.

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