Phantom Doctrine ist mit Sicherheit mehr als nur ein XCOM-Klon im Kalten Krieg. Dafür hat das Spiel zu viele eigene und gute Ideen. Das Spielprinzip funktioniert wunderbar und fällt äußerst komplex und tiefgründig aus. Man merkt regelrecht, dass sich die Entwickler die Konkurrenz genau angeschaut und sich Gedanken gemacht haben, wie sie dem Genre neue Facetten abgewinnen können. Lediglich ein paar Umständlichkeiten in der Übersicht und unzureichende Erklärungen führen gelegentlich zu Frust. Auch die Technik hätte sich etwas mehr an heutigen Standards orientieren können, gerade bei den Zwischensequenzen.
Doch ansonsten geht die Formel voll auf. Wer nach mehr in dem dünn bestückten Genre der Rundentaktik verlangt, der bekommt mit Phantom Doctrine das, was er erwarten kann – und noch einiges mehr. Allenfalls der Schwierigkeitsgrad dürfte für Gelegenheitsspieler zu knackig sein. Für alle anderen ist das aber sogar noch ein zusätzliches Argument, das für Phantom Doctrine spricht.
Überblick
Pro
sehr taktisches Spielkonzept
schier endlose Aktionsmöglichkeiten
tiefgründige Spielmechanik
motivierender Rollenspiel- und Wirtschaftsteil
zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten
sehr knackiger Schwierigkeitsgrad
Contra
extrem veraltete Zwischensequenzen
eher zweckmäßige Grafik
gelegentlich fragwürdige Logik
keine Übersichtskarte
sehr knackiger Schwierigkeitsgrad
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