News - Microsoft x Activision Blizzard : FTC-Einspruch gegen die Übernahme erneut abgeblockt
Die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft ist gefühlt eine Ewigkeit her, aber die amerikanische FTC ging weiter dagegen vor. Nun hat die Behörde erneut eine Schlappe kassiert.
Die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft für knapp 70 Milliarden US-Dollar hatte seinerzeit Kartellbehörden rund um die Welt beschäftigt, bis der Deal 2023 schließlich abgenickt und umgesetzt wurde. Einzig die US Federal Trade Commission (FTC) konnte sich damit nicht abfinden und reichte eine Berufung nach der anderen ein.
Zuletzt war noch der Einspruch beim Berufungsgericht des 9. Bezirks offen, aber damit ist nun Schluss, denn das Gericht bestätigte die Entscheidung zur Zulassung des Deals und schmetterte die Berufung ab, wie Reuters berichtet.
Das Berufungsgericht bestätigte, dass das erstinstanzliche Gericht "die richtigen rechtlichen Maßstäbe angelegt hat" und dass die FTC nicht genug Beweise dafür geliefert hat, dass der Deal von Microsoft den Wettbewerb einschränken würde. Die FTC hatte seinerzeit argumentiert, der Deal würde "den Wettbewerb in mehreren dynamischen und schnell wachsenden Gaming-Märkten beeinträchtigen".
Microsoft hatte seinerzeit ohnehin etliche Zugeständnisse gemacht, um den Deal bei den internationalen Behörden durchzusetzen, wie unter anderem die Öffnung für andere Plattformen und den Zugang zu Cloud-Diensten anderer Anbieter.
Um weiter gegen die Übernahme vorzugehen, müsste die FTC nun den Obersten Gerichtshof der USA davon überzeugen, das Urteil des 9. Berufungsgerichts aufzuheben, oder sie könnte ihr eigenes internes Verwaltungsverfahren wieder aufnehmen, das 2023 bis zur Entscheidung des 9. Berufungsgerichts ausgesetzt wurde. Sehr wahrscheinlich ist das aber nicht. Zum einen wurde die Übernahme bereits vollzogen, zum anderen hat die FTC unter neuer Leitung derzeit ganz andere Probleme mit der neuen Trump-Regierung.

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