Preview - Mafia III : Eindrücke aus San Francisco

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F, BF und ABF

Hier kommt eine wichtige Komponente von Mafia III zur Geltung. Nach jeder Hauptaufgabe der Handlung teilt ihr das gewonnene Gebiet unter den verschiedenen Bossen auf. Je nachdem, wen ihr auswählt, erhaltet ihr neue Boni und Vertrauen, verspielt es euch jedoch so mit der Gegenseite. Es liegt an euch, alle drei Kontakte fair in der Stadt operieren zu lassen oder euch sogar auf eine Seite zu schlagen. Je nachdem, wie ihr euch entscheidet, sollen Konsequenzen drohen. So wurde uns verraten, dass es durchaus passieren kann, dass ein benachteiligter Gangster kein Interesse mehr daran hat, mit euch zusammenzuarbeiten.

Durch das Verteilen der Gebiete erhaltet ihr neben verbesserten Gefallen auch weitere Upgrades. Mit seinen neuen Waffen, Autos und Verstärkungen für Lincoln erinnert das System ein wenig an einen abgeschwächten Skilltree aus Rollenspielen. Nach unserer rund zweistündigen Anspielsitzung können wir jedoch noch nicht einschätzen, wie sich dieses System im finalen Spiel entwickeln wird. Unser Interesse hat es jedoch geweckt.

Deckungsshooter

Auffällig ist die hohe Anzahl an Deckungsshooter-Mechaniken in Mafia III. Jede Mission in unserer Anspielsitzung lebte vom klassischen Deckungsspielprinzip. Eure Aufgabe ist es zumeist, eine Person auszuschalten oder zu verhören oder einen Gegenstand aus einem Gebiet zu stibitzen. Um diese Vorhaben abzuschließen, kämpft ihr euch zumeist in gegnerische Basen vor. Damit das gelingt, schleicht ihr euch von Deckung zu Deckung. Durch seine Erfahrung in Vietnam kann Lincoln feindliche Einheiten orten und temporär sichtbar machen, ähnlich dem Abenteurersinn in Rise of the Tomb Raider. So ist es eine Leichtigkeit, einen Feind nach dem anderen aus dem Spiel zu nehmen.

Die Waffenphysik funktioniert bereits sehr gut. Ein klarer Treffer auf den Kopf bedeutet zumeist das Ende für den Gegner. Eine große Blutfontäne, die aus dem Einschlagloch der Kugel schießt, bestätigt den Abschuss visuell. Durch die gesunde Portion Zielunterstützung spielt sich Mafia III bereits vorab sehr rund mit dem Controller. Diesbezüglich konnte der Titel bereits in unserer ersten Sitzung mit anderen Genre-Größen mithalten.

Der große Star: New Bordeaux

Besonders neugierig macht uns New Bordeaux. Mit den frühen 70er-Jahren hat sich Hangar 13 einen Rahmen ausgesucht, der spannender und interessanter nicht sein könnte. Euch stehen imposante Muscle-Cars zur Verfügung, aus dem Radio schallen etliche lizenzierte Lieder von beispielsweise Aretha Franklin oder den Rolling Stones. Dazu soll sich ein Teil der Handlung um die Rassenfrage drehen, die zu dieser Zeit in den USA für heftige Diskussionen sorgte. Alleine die Stimmung, die Musik und New Bordeaux fernab der Missionen vermitteln, machen große Lust auf mehr.

Mafia III - One Way Road Story Trailer (dt.)
Der neue Story-Trailer zu Mafia III zeigt nicht nur viel von der Geschichte, sondern verrät auch das finale Releasedatum.

Zwar konnten wir bisher nur einen kleinen Teil der Stadt erkunden, er wirkte jedoch sehr detailverliebt. Wir sind gespannt, wie New Bordeaux im fertigen Zustand sein wird. Die grafische Präsentation von Mafia III hinterließ einen ordentlichen Eindruck. Uns sind kaum matschige Texturen aufgefallen. Zudem lief der Titel flüssig jenseits der 30-fps-Marke. Die Zwischensequenzen sind typisch für die Reihe kinoreif inszeniert. Einzig die Gesichter der Figuren wirkten teilweise noch etwas steril. Das wird das Team von Hangar 13 hoffentlich bis zum 7. Oktober 2016 beheben. Dann soll Mafia III in den Läden stehen.

Fazit

Robin Rottmann - Portraitvon Robin Rottmann
Ein Angebot, das wir nicht ablehnen können

Mit Mafia III kommt frischer Wind auf. Zum einen, weil mit Hangar 13 ein neuer Entwickler das Ruder für die Serie übernommen hat, zum anderen, weil man sich ganz klar mehr auf Action konzentriert. Diese Frischzellenkur macht einen guten ersten Eindruck. Die Schusswaffengefechte wirken gut ausbalanciert, die wiederkehrenden Elemente aus Deckungsshootern bieten immer wieder neue Möglichkeiten, Missionen abzuschließen. Für mich wirkt diese Neuorientierung alles andere als fehl am Platz.

Der wahre Star für mich ist jedoch die Stadt. New Bordeaux ist jetzt schon stimmig. Die lizenzierte Musik trägt einen großen Teil dazu bei. Es macht unfassbar viel Spaß, mit einem Muscle-Car und den Stones in den Ohren Unfug in der Stadt anzurichten. Ich kann mir gut vorstellen, weiter mit Lincoln durch die Stadt zu düsen und jeden einzelnen Winkel zu erkunden. Bis Oktober hat Hangar 13 noch ein gutes Stück Arbeit vor sich. Der Ersteindruck macht jedoch Lust auf mehr.

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