Deutlich besser als befürchtet, nicht ganz so gut wie erhofft„Bitte lass es gut sein, bitte lass es gut sein“, war mein erster Gedanke, als Jagged Alliance 3 angekündigt wurde. Und zu einem durchaus nicht unbeträchtlichen Teil hat sich diese Hoffnung erfüllt. Haemimont Games hat viele Elemente vom legendären Jagged Alliance 2 übernommen, inklusive einiger Söldner, und diese überarbeitet und zumindest zum Teil modernisiert, ist dem Kern des Spiels dabei aber treu geblieben.
Die strategische Ebene bringt einen ordentlich ins Grübeln, die rundenbasierten Kämpfe sind knackig und enthalten enorm viel Spieltiefe im Hinblick auf die Elemente, die berücksichtigt werden. Die Individualität der Söldner nebst dem fast schon carton-artigen 80er-Jahre-Actionfilm-Charme und die Vielfalt an Ausrüstung und damit taktischen Möglichkeiten sind ebenfalls gelungen. Abstriche hingegen gibt es bei den etwas zu flachen Rollenspielelementen nebst dem derben, nur selten zündenden Humor, bei der Bedienbarkeit sowie einigen Layout-Entscheidungen bei den Missionssektoren, die mir die immer wieder mal die eine oder andere taktische Option rauben.
Insgesamt ist Jagged Alliance 3 aber deutlich besser geworden, als die zahlreichen früheren Versuche, die Reihe wieder ins Leben zu holen und ich hatte bereits viel Freude mit den knackigen Missionen und der ewig leeren Söldnerkasse. Ein paar Aspekte lassen mich zwischendrin die Nase rümpfen, aber alles in allem bin ich sehr zufrieden mit Jagged Alliance 3 und zum aktuellen Aktionspreis von 35,99 Euro auf Steam kann ich nur sagen: zugreifen, wenn ihr ein Herz für Rundentaktik und nichts gegen ein paar Ecken und Kanten habt.
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