Test - Impossible Creatures : Impossible Creatures

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Wird hier und heute die Diskussion um die ethischen Grenzen der Gen-Technik von Jahr zu Jahr immer hitziger geführt, so ist das im Jahr 1937 auf einer kleinen Inselkette im Südpazifik noch kein Thema. Dort kreuzen finstere Schurken - genau wie ihre hehren Widersacher - in geheimen Gen-Labors verschiedene Tiergattungen miteinander. Natürlich im Namen der Wissenschaft.

Impossible Creatures
Lagebesprechung.

Mit Hilfe von rechtschaffenen - und natürlich auch verrückten - Wissenschaftlern mit so klangvollen Namen wie Dr. Ganglion arbeitet der reiche und reichlich paranoide Großindustrielle Upton Julius an der Erschaffung einer unbesiegbaren Armee aus genetisch veränderten Tieren. Auf den von der Außenwelt abgeschotteten Inseln sammeln seine Helfershelfer Gen-Proben der heimischen Tierwelt und verbinden mit der Sigma-Technologie jeweils zwei Exemplare zu einer neuen, monströsen Kreatur.

Auf der Suche nach seinem Vater, der für Upton Julius arbeitete, wird der Abenteurer und Kriegsberichterstatter Rex Chance schon bei der Ankunft auf den Inseln mit den grausigen Ergebnissen der Züchtungen konfrontiert. Zum Glück kann ihn die brillante und noch dazu schöne Wissenschaftlerin Lucy Willing in letzter Sekunde retten und gemeinsam nehmen sie die Suche nach Rex' Vater und den Kampf gegen Upton Julius und seine Schergen auf ...

Impossible Creatures
Wir bauen uns einen Stachelgator.

Klingt nach einer Mischung aus 'Die Insel des Dr. Moreau', Jack-Arnold-Filmen und billigen Serials aus den 30ern? Klingt nicht nur so, ist auch so. Und genau das macht den Reiz der Einzelspieler-Kampagne von 'Impossible Creatures' aus. Die Geschichte und das Gameplay ergänzen sich hervorragend, wenn die beiden Hauptcharaktere sich am Anfang noch mit sehr beschränkten Mitteln ihrer Haut erwehren müssen oder nach Hinweisen über den Verbleib von Rex' Vater suchen. Ausgestattet mit einem speziellen Gewehr sammelt Rex Gen-Proben der hiesigen Tierwelt, während Lucy sich um die Beschaffung der beiden notwendigen Ressourcen Kohle und Elektrizität und den Aufbau der wissenschaftlichen Station kümmert. Ist das geschehen, kann frohgemut geklont werden.

'Dolly' und ein Schritt weiter
Im sogenannten 'Army Builder' kann man dann durch Vermischen zweier verschiedener Gen-Proben eine neue Kreatur erschaffen, die die Besonderheiten beider Tiere in sich vereint. Durch unterschiedliche Kombination der Körperteile können die Schwerpunkte in Bezug auf Angriffs-, Verteidigungs- und anderer Werte verlagert oder spezielle Fähigkeiten genutzt werden. Benutzt man beispielsweise bei der Kreuzung eines Stachelschweins mit einem Krokodil das Hinterteil des Stachelschweins und den Kopf und Körper des Krokodils, so erhält man eine Kreatur mit guten Nahkampfwerten und der speziellen Fähigkeit, Stacheln zu verschießen - umgekehrt würde daraus nur ein eigentümlich aussehendes Tier mit durchschnittlichen Werten.

Impossible Creatures
Gerade aus dem Meer gekrochen.

Wie zu erwarten, gehört denn auch der 'Army Builder' zu den wirklich interessanten Features des Spiels. Sich auf diese Art und Weise ganz individuelle Armeen aus selbsterstellten Kreaturen zusammenzustellen, die manchmal wunderschön, aber meistens doch eher bizarr anzusehen sind, macht wirklich Spaß. Allerdings findet sich schon hier ein erster Wermutstropfen, denn so verschieden die Kreaturen hier auch erscheinen, im Spielverlauf kommen die Unterschiede in den Details häufig nicht wirklich zur Geltung, was allerdings bei 30.000 theoretisch möglichen Kombinationen auch nicht wirklich überrascht.

 

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