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Test - Grand Theft Auto: Vice City : Grand Theft Auto: Vice City

  • PS2
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Grand Theft Auto: Vice City
Ihr könnt einige Gebäude betreten.
Alles im Griff
Ihr habt es erraten - ihr übernehmt die Kontrolle über Tommy Verecetti. Wer bereits den Vorgänger gespielt hat, der wird keine Probleme mit der Steuerung haben: Mit dem linken Analog-Stick bewegt ihr den Anti-Helden, mit der X-Taste kann er kurzzeitig zu einem Sprint ansetzen, mit Viereck springen, mit L3 in die Hocke gehen und mit der Kreistaste entweder eine Nahkampfwaffe einsetzen oder von der ausgewählten Schusswaffe Gebrauch machen. Aus der Nähe kann Tommy solche hübschen Sachen wie Hammer, Baseballschläger, Schlagring, Golfschläger, Schlagstock, Kicks und Punches oder gar eine Kettensäge einsetzen. An Schusswaffen stehen allerlei Tötungsutensilien von Pistole über MP, Schrotflinte bis hin zum Scharfschützengewehr zur Verfügung. Bei den Schusswaffen ist das Zielen natürlich ein wichtiges Thema, zumal dies schon einer der Kritikpunkte am Vorgänger war. Tatsächlich wurde das Zielen, bei dem mit Druck auf R1 automatisch Personen oder Fässer mit explosivem Inhalt aufs Korn genommen werden, etwas verbessert – wenn ihr zum Beispiel auf einen anderen Gangster schießen wollt, wird dieser automatisch anvisiert und nicht etwa in der Nähe herumlaufende Passanten. Trotzdem sorgt das Zielsystem nach wie vor ab und zu für Frust, zumal die Perspektive oftmals nicht den anvisierten Charakter zeigt. Ebenfalls etwas nervig ist die Tatsache, dass einige Waffen beim automatischen Anvisieren in eine Ego-Sicht mit Zielkreuz schalten – leider ist das pixelgenaue Anvisieren schwierig und das Oben/Unten-Steuern ist in dieser Ansicht vertauscht und lässt sich in den Optionen nicht umschalten. Damit auch noch gleich ein Wort zur Perspektive, die es per Select-Taste in mehreren Ausführungen gibt. Die Sicht zeigt allerdings immer in die Richtung in die ihr gerade lauft, was meist problemlos klappt, trotzdem wäre eine Dreh-Funktion nicht schlecht gewesen. Praktischerweise könnt ihr euch mit dem rechten Analog-Stick in einer Ego-Sicht umschauen, allerdings nur, wenn ihr stillsteht.

Das Herumlaufen und Kämpfen ist eine Sache, eine andere ist das Fahren. Drückt ihr in der Nähe eines Fahrzeugs die Dreieck-Taste, steigt Tommy ein – egal, ob er hierzu den Fahrer herausreißen muss oder nicht. So kann es schon mal passieren, dass ihr ein Auto klaut und losbraust, in dem hinten ein paar schreiende Kinder sitzen. Auf Knopfdruck gebt ihr Gas oder bremst ab und setzt den Rückwärtsgang ein. Außerdem ist eine Handbremse-Funktion vorhanden, mit der ihr um die Kurven schlingern könnt. Wie schon bei 'GTA 3' fahren völlig unterschiedliche Karossen auf den Strassen herum – vom klapperigen Van über Taxis, Jeeps und Familienkutschen bis hin zu heißen Cabrios und Rennmaschinen. Außerdem gibt es sogar verschiedene Boote, Motorräder und Hubschrauber. Natürlich unterscheiden sich vor allem die Wagen in punkto Handling, Geschwindigkeit, Beschleunigung und Straßenhaftung. Eines haben alle Maschinen aber gemeinsam: sie gehen ziemlich schnell kaputt, wenn ihr in andere Wagen oder Hindernisse hineinfahrt oder euch gar überschlagt. So wird der Wagen je nach Trefferzone nach und nach beschädigt – das Blech zerbeult, die Scheiben zerspringen, Wagentüren oder der Kofferraumdeckel und Kotflügel fallen ab. Außerdem können auch die Reifen zerschossen werden, wodurch das Fahrzeug nur noch schwer unter Kontrolle zu halten ist.

Grand Theft Auto: Vice City
Immer Ärger mit der Polizei.

Alltag eines Kriminellen
Zwar ist wie schon erwähnt eine übergeordnete Story vorhanden, aber im Vordergrund stehen unzählige Missionen, die ihr von verschiedenen Auftraggebern erhaltet. Je nach Situation stehen etwa bis zu drei Ansprechpartner bereit, um euch einen neuen Job zu geben – einige Missionen müssen nicht unbedingt gelöst werden, andere hingegen schon. Während die ersten Aufträge sehr einfach ausgefallen sind, kommen selbst 'GTA 3'-Kenner mit der Zeit ins Schwitzen. Überhaupt wirken die Missionen oftmals komplexer und eine Spur schwieriger als beim Vorgänger. So müsst ihr ab und zu erstmal die Kleidung wechseln, um in ein spezielles Gebiet zu kommen. Ansonsten erwarten euch die typischen kriminellen 'GTA'-Aufträge wie die Lieferung von heißer Ware, Geldeintreiben, Leute verprügeln oder gar umbringen, spezielle Wagen klauen und heil an einen bestimmten Ort bringen, Rennen gewinnen, Autos demolieren oder bestimmte Leute abholen und am gewünschten Ort abliefern. Um das Ganze schwieriger zu machen, habt ihr hin und wieder ein knappes Zeitlimit gegen euch oder die Polizei am Hals.

Hier ein Beispiel für einen relativ typischen Job: Ein Verräter hat viel Geld gestohlen – ihr sollt herausfinden, wo er es versteckt hat. Ihr braust also zu seiner Wohnung und blickt durch das Fenster im ersten Stock. Doch der Kerl hat euch gesehen und flieht übers Dach. Ihr verfolgt ihn über die Dächer, wobei er allerdings einen Brand legt und mit einem Motorrad flieht. Ihr verfolgt ihn schnell und findet so das Versteck in Form einer gut bewachten Villa. Zurück bei eurem Auftraggeber setzt ihr euch in einen Helikopter, wobei Kollege Lance steuert und ihr aus der Ego-Sicht die zahlreichen bewaffneten Gegner vor der Villa abballert, bevor sie den Hubschrauber zu oft getroffen haben. Lance setzt euch vor dem Gebäude ab, so dass ihr dieses von innen von den Feinden säubern und das geraubte Geld mitnehmen könnt. Bei vielen Missionen könnt ihr euch verschiedene Vorgehensweisen ausdenken. Wenn ihr beispielsweise jemanden umbringen müsst, könnt ihr versuchen, euch anzuschleichen und ihn aus der Ferne mit dem Scharfschützengewehr ausschalten, ihr könnt auf ihn zustürmen und schießen, oder ihn verfolgen, wenn er in einem Auto flieht und versuchen, dieses Fahrzeug zu zerstören, oder den Wagen mit dem Insassen zu entführen und über eine Klippe zu schieben – die Möglichkeiten sind ganz unterschiedlich.

Grand Theft Auto: Vice City
Ego-Shooter-Action vom Hubschrauber aus.

Wie schon im Vorgänger gibt es aber noch massig anderes zu tun, als die normalen Aufträge zu erledigen. Ihr könnt zum Beispiel die überall gut versteckten Items in Form von Paketen suchen, spektakuläre Stunts hinlegen oder eines der Mini-Spiele starten – habt ihr ein entsprechendes Auto, könnt ihr als Taxifahrer, Polizist, Krankenwagenfahrer, Feuerwehrwagenfahrer und Ähnliches etwas Geld nebenbei verdienen. Andererseits könnt ihr natürlich zum Beispiel auch versuchen, möglichst spektakuläre Unfälle zu bauen, einen Amoklauf veranstalten, massig Passanten überfahren oder Schiessübungen auf offener Strasse veranstalten – man sieht: auch 'Grand Theft Auto: Vice City' ist ein ziemlich brutales Spiel, das nicht zuletzt wegen seiner Verbrecherthematik nicht in Kinderhände gehört.

 

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