Länderauswahl:
Du wurdest von unserer Mobile-Seite hierher weitergeleitet.

Preview - FIFA 11 : Pingpong war gestern

  • PS3
  • X360
Von  |  |  | Kommentieren

Mehr Persönlichkeit!

Gleich nach dem überarbeiteten Passsystem steht bei den Entwicklern etwas, das sie „Personality +" nennen. Dieses Schlagwort beschreibt die Verbesserung in den Bereichen Spielermodelle, Ballbehandlung, das Verhalten mit und ohne Ball sowie eine verfeinerte und stark erweiterte Mimik der Kicker. Ein simpler Vergleich mit FIFA 10 macht auch hier den Aufwand deutlich, den das Studio für FIFA 11 betreibt. Gab es in FIFA 10 drei verschiedene Spielermodelle, so sind es bei FIFA 11 neun verschiedene Typen.

Dabei setzt sich jedes Modell aus 130 einzelnen Teilen zusammen. Auch diese Neuerung machte sich beim Anspielen schnell positiv bemerkbar. Schlaksige Verteidiger wie Naldo sind sofort zu erkennen und heben sich mit ihrer Größe nun deutlich von den Mannschaftskameraden ab. Kraftvolle Stürmer wie Didier Drogba oder Wayne Rooney haben einen dickeren Nacken und sind insgesamt muskulöser. Highlight der Präsentation war das Spielermodell von Peter Crouch, der giraffengleich über den Rasen stakste.

Arbeitstier oder faule Sau?

Ergänzend dazu wurden auch die Dribbelanimationen angepasst. So ist Christiano Ronaldo sofort an seinen blitzschnellen Stakkato-Dribblings zu erkennen und feine Techniker wie Lionel Messi führen den Ball sehr viel enger als ein Durchschnittsspieler. Das individuelle Verhalten der Fußballer auf dem Platz hat EA ebenfalls integriert. Während ein Wayne Rooney sofort wie ein wilder Stier auf den ballführenden Gegenspieler losgeht, nimmt Mannschaftskamerad Berbatov gern mal eine künstlerische Pause und trabt nur locker mit. Diese ganzen kleinen, aber feinen Detailverbesserungen machen das Spiel schon in der frühen Vorabversion zu einem viel authentischeren Fußballerlebnis.

Die darüber hinaus gezeigten neuen Features passen am besten in die Kategorie Eye-Candy: Aufwendigere Modelle der Spielerköpfe sorgen für einen höheren Wiedererkennungswert. Durch eine ausgefeilte Mimik sieht man einem gefoulten Stürmer den Schmerz tatsächlich an, Torschützen strahlen übers ganze Gesicht. Außerdem verfolgen die Spieler den Ball nun beispielsweise bei Flanken mit den Augen, kneifen dieselben zusammen und zwinkern sogar authentisch.

Hier zeigt sich, wie tief EA in der Detailkiste wühlt. Wem das alles noch nicht genug ist, der weist jedem Spieler individuelle Jubelposen zu oder wählt eigene MP3-Musikstücke als Einmarschmusik ins Stadion oder als Anheizer nach einem erzielten Treffer. Die Jubelanimationen werden beim neuen FIFA übrigens einfacher zu aktivieren sein. Statt komplizierter Tastenkombinationen müssen nur noch bestimmte Knöpfe gedrückt werden.

Fazit

von Jens Quentin
Respekt, EA! Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein neues FIFA noch mal derart überraschen kann. Der Hebel wird vor allem in Sachen Passspiel an genau der richtigen Stelle angesetzt, um ein Spiel mit wirklich immer neuen, authentischen Situationen zu schaffen. Die von uns angespielte 50-Prozent-Version fühlt sich schon jetzt mehr wie eine Fußballsimulation an als FIFA 10. In den Probepartien in Vancouver gab es mehr aufregende, dynamische Torraumszenen als bei allen Partien der aktuellen Version zusammen. Dazu kommen die beeindruckenden neuen Spielermodelle und deren realistisches Verhalten mit und ohne Ball. Ein Zitat aus den diversen Präsentationen zu den neuen Aspekten ist mir vor allem im Gedächtnis geblieben: „Speed is not the only thing that matters.“ Die Zeiten, als man mit Starkickern einfach nur den Turbo zünden musste und dann den Ball ins Tor gehämmert hat, sind vorbei. Und das ist genau die Nachricht, auf die ich all die Jahre bei FIFA gewartet habe.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel