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Test - Dragon Quest Heroes II : Kunterbunte Monsterjagd

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Fans japanischer Spiele können sich dieses Jahr nicht über fehlenden Spielenachschub beschweren. Hinzu kommt, dass ein Toptitel den nächsten jagt und kaum genug Zeit vorhanden ist, sie alle durchzuspielen. Sei es Nioh, Persona 5, Nier Automata, Resident Evil 7, der letzte DLC für Dark Souls 3 oder die ganzen anderen Titel, die wir gar nicht alle aufzählen können, Konsolen und PCs bekommen Japanfutter ohne Ende. Mit Dragon Quest Heroes II folgt jetzt ein weiteres Spiel aus dem Land der aufgehenden Sonne, das für leuchtende Augen sorgen wird.

„Aber Dragon Quest Heroes II ist doch nur ein Dynasty Warriors mit bunten Knuddelviechern“, wird vielleicht der eine oder andere von euch sagen. Nicht ganz, denn im direkten Vergleich zum Vorgänger wurden die Dynasty-Warriors-Elemente noch mehr zurückgefahren. Dafür steckte Entwickler Omega Force, ein Studio von KOEI Tecmo, weitere Rollenspielelemente in den Titel und nutzte ihn als bunte Spielwiese, um hier und da neue Ideen und Wege auszutesten. Während die Dynasty-Warriors-Serie schon lange in die immer gleichen Fußstapfen tritt, war man hier mutiger. Vielleicht war aber auch einfach mehr Geld für die Entwicklung vorhanden, immerhin zählt Dragon Quest in Japan zu den großen Spielserien.

Krieg der Königreiche

Die Geschichte von Dragon Quest Heroes II ist schnell erzählt: Ihr schlüpft in die Rolle von Rafael oder Resa. Seit tausend Jahren herrscht Frieden, nachdem die Welt damals in einem erbitterten Krieg in sieben Königreiche aufgeteilt worden ist. Nichts ahnend geht ihr eurem Studium an der Militärakademie nach, als plötzlich dunisische Truppen vor den Toren Harbas stehen und angreifen. Warum, werdet ihr in den etwa 20 kommenden Stunden erfahren, die euch die Story des Spiels bietet. Jedoch werdet ihr durch Nebenaufgaben und andere Dinge weitaus mehr Zeit mit dem Spiel verbringen als nur diese 20 Stunden.

Dragon Quest Heroes II - Alena, Kiryl & Torneko Heroes Trailer
Gleich drei Protagonisten werden im neuesten Charakter-Trailer zu Dragon Quest Heroes II vorgestellt.

Ihr schnappt euch eure Waffen und stürzt euch ins Getümmel, um die Angreifer zurückzuschlagen. Schon befindet ihr euch mitten im Spiel und bekommt in den anfänglichen Minuten die Steuerung und mehr erklärt. Seid ihr zu Beginn nur zu zweit unterwegs, lernt ihr schnell neue Mitstreiter kennen, die sich euch anschließen wollen. Es dürfen sich maximal vier Charaktere in der aktiven Gruppe befinden, die übrigen leveln jedoch automatisch mit. Umständliches Grinden, um die Level der Mitstreiter zu erhöhen, entfällt daher. Etwa 15 Charaktere wird euer Team gegen Ende des Spiels umfassen, wobei vom Kämpfer bis zum Priester an alle Klassen gedacht wurde.

In den actionreichen Kämpfen, die in der teils offenen Spielwelt in bester Dynasty-Warriors-Manier stattfinden, steuert ihr grundsätzlich nur einen der vier Charaktere eurer Gruppe. Per Tastendruck dürft ihr allerdings jederzeit einen der aktiven Mitstreiter übernehmen, etwa um gezielt zu heilen oder zum Beispiel Zauber einzusetzen. Für jedes erledigte Monster erhaltet ihr Erfahrungspunkte und steigt so nach und nach im Level auf. Das bringt euch nicht nur bessere Statuswerte, sondern auch Fertigkeitenpunkte, durch die ihr neue Attacken, Zauber oder passive Fähigkeiten erlernt.

Einmal Monster sein

Monster lassen unter anderem Gold fallen, hin und wieder aber auch ganz besondere Münzen. Bei denen handelt es sich um die sogenannten Monstermedaillen. Sobald ihr über den Monstermedaillenbehälter verfügt, könnt ihr eine gewisse Menge von ihnen einsammeln. Besitzt ihr welche, könnt ihr Monster zu Hilfe rufen, von denen es drei Gattungen gibt: Hilfeleister, Wachposten und Modellmonster. Die erste Gattung wirkt zum Beispiel einen Heilzauber und verschwindet nach dem einmaligen Einsatz. Wachposten kämpfen so lange an eurer Seite, bis sie von Gegnern besiegt wurden.

Modellmonster sind die wohl spannendste Kategorie, denn durch sie erhaltet ihr die Möglichkeit, selbst zum Monster zu werden. Für einige Sekunden schlüpft ihr nach Aktivierung in die Haut des Monsters und übernehmt auch dessen Fertigkeiten. Munter kloppt ihr dann als Golem auf einen ganzen Gegnerpulk, setzt als Magier vernichtende Zauber ein und beißt als Säbelzahntiger euren Feinden in den Monsterhintern. Die Kämpfe gestalten sich nicht nur durch die Monstermedaillen sehr abwechslungsreich und es macht Spaß, sich durch die teils sehr großen Gegnermengen zu schnetzeln.

Recht schnell gelangt ihr in die Stadt Konkordia, die als eure Basis dient. Hier dürft ihr neue Waffen und Kugeln kaufen, den Alchemiekessel verwenden, Missionen annehmen und vieles mehr. Die genannten Kugeln dienen zur Abwehr und ersetzen Rüstungen, die ihr aus anderen Spielen kennt. Somit dürft ihr in Dragon Quest Heroes II nicht etwa Helm, Handschuhe und Brustpanzer anlegen, sondern begnügt euch mit den Kugeln, die eure Verteidigung erhöhen. Weiterhin erhaltet ihr in Konkordia die Möglichkeit, euer Team zu organisieren, also eure aktive Vierergruppe neu anzuordnen.

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