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Test - Dark Souls III: The Ringed City : Ein meisterhaftes Ende

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Mit Dark Souls III: The Ringed City veröffentlicht From Software die zweite und finale Erweiterung zum Abschluss der Action-Rollenspiel-Reihe. Wo Ashes of Ariandel trotz eines denkwürdigen Bosskampfes die meisten Fans etwas an der kurzen Leine hielt, übertrifft sich das Entwicklerstudio mit dem neuen DLC selbst. Die umringte Stadt ist nicht nur der Schlusspunkt, sondern auch ein richtiges Highlight.

Am Ende sitze ich vor dem Bildschirm und bin glücklich. Nicht nur, weil die umringte Stadt in den letzten Stunden versuchte, mir das Leben zur Hölle zu machen (was sie auch teilweise schaffte). Als die letzte Schlacht geschlagen ist und mein Charakter, den ich 158 Stunden begleitet habe, sich ans Leuchtfeuer setzt, werde ich etwas sentimental. Nicht, weil ich nicht mehr mit ihm durch Lothric streifen werde, sondern weil das Kapitel „Dark Souls“ damit jetzt wahrscheinlich sein Ende gefunden hat. Aber was für ein wilder Ritt es zum Abschluss nochmal war.

Keine Willkommensparty

Der Anfang der finalen Erweiterung The Ringed City fühlt sich seltsam unspektakulär an. Wo Ashes of Ariandel mit einer stimmigen Zwischensequenz ins neue Gebiet lockte, setze ich mich für den neuen todbringenden Ausflug einfach an ein Leuchtfeuer, das nach der Installation in der Welt von Lothric auftaucht. Wer Dark Souls III durchgespielt hat und schon einige Szenen zum neuen DLC sah, der weiß, dass man einen weit fortgeschrittenen Spielstand für den neuen DLC-Inhalt braucht.

Die Begrüßung fällt ohne großes Tamtam ins Wasser. Ist aber nicht weiter tragisch, schließlich bemühte sich Dark Souls nie um die große Show. Der erste Eindruck täuscht jedoch: So nüchtern der Einstieg ausfällt, so sehr spielt Dark Souls III: The Ringed City mit den Gewohnheiten, die sich in den letzten drei Teilen breitgemacht haben.

Erbarmungslos

Schnell wird klar: From Software möchte jeden Aschenen, der die umringte Stadt betreten möchte, an seine Grenzen treiben. Schon recht früh gelangt man an einen Ort, der aus allen Elementen besteht, die Dark Souls Abenteurer auf die Palme bringen: ein giftiger Sumpf, fliegende Gegner, die ständig attackieren, Verfluchungszauber und Finstergeister. Alles auf einmal, was in puren Stress ausartet. Im Vergleich mit dem, was im Anschluss noch kommt, jedoch ein Klacks, wenn man erst einmal die Mechaniken durchschaut hat.

Aber vielleicht wurde ich in der Zwischenzeit auch weich, denn einmal war die neue Erweiterung kurz davor, mich zu brechen. Beschwerte ich mich im Hauptspiel, dass es zu viele Leuchtfeuer gibt, die zu nah beieinander stehen, fluche ich in der umringten Stadt. Hier kommt es mir in einem Abschnitt vor, als müsste ich Kilometer zurücklegen, um das rettende Lagerfeuer zu erreichen. Der Weg dazwischen ist die Hölle: Mit den neuen Ringrittern ist nicht zu spaßen, wenn man Pech hat, rennt man zwei Finstergeistern in die Arme, die mit einem Handgriff das Lebenslicht auslöschen. Das fette Monster, das zuvor alleine auftrat, kommt nun zweimal hintereinander (!) im Dreierpack um die Ecke und wenn man nicht aufpasst, zaubern euch schildkrötenartige Priester in den Tod, falls euch nicht schon die widerwärtigen Geschöpfe am Wegesrand verflucht haben. Allein auf dieser Strecke habe ich sicherlich Seelen in siebenstelliger Höhe gelassen.

Ein meisterhaftes Ende - Videotest zu Dark Souls III: The Ringed City
Mit 'The Ringed City' geht die Dark-Souls-Saga für immer (?) zu Ende. Aber From Software verabschiedet sich würdig!

Die Faszination der Gefährlichkeit

Trotzdem konnte ich die PlayStation 4 einfach nicht ausschalten (oder aus dem Fenster schleudern). Mein Ehrgeiz war zu hoch. Außerdem lockt die umringte Stadt nicht nur mit einer wunderschönen Architektur und Ausblicken, die sich fabelhaft auf sadistischen Postkartenmotiven machen würden, sondern From Software weiß auch, wie man die Neugier der Spieler wecken kann.

Da ist zum Beispiel Ritter Lapp, der in Hüllenform auf der Suche nach seiner Vergangenheit ist und sich mit jeder Begegnung an weniger erinnern kann. Oder ein riesiger Drache, der euch in bester Demon's-Souls-Manier am Vorankommen hindern möchte. Es sind diese epischen Momente, die einen voller Ehrfurcht auf den Boden der Tatsachen zurückholen. From Software dachte auch an die Serienveteranen und serviert hier und da einige Anspielungen, bei denen das Herz vor Freude Purzelbäume schlägt.

Umfangreicher

Wo Ashes of Ariandel nach zwei überstandenen Bosskämpfen abrupt aufhörte, schließt The Ringed City den Kreis und bietet im gleichen Atemzug deutlich mehr Inhalt. Es sind nicht nur die neuen Waffen oder Rüstungen, auch die Tatsache, dass die Gebiete größer sind und es für den PVP-Modus zwei neue interessante Arenen gibt, spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Geheimnisse und Rätsel runden, ohne zu viel vorwegzunehmen, die finale Erweiterung meisterhaft ab. Es lohnt sich, jeden Stein in der umringten Stadt umzudrehen.

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