20 Jahre alt und keinen Deut schlechter als damalsAls großer Castlevania-Fan laufe ich Gefahr, bei diesem Test als befangen abgestempelt zu werden. Aber wie ihr anhand meiner Einschätzung zu Dracula X erkennen könnt, hält das mich nicht von objektiver Kritik ab. Vertraut mir also, wenn ich euch versichere, dass die drei Metroidvania-Klassiker dieser Sammlung trotz ihres Alters und ihrer grobpixeligen Grafik auch heute noch 90 Prozent der Indie-Titel desselben Genres locker in die Tasche stecken. Mit dem Erwerb der Castlevania Advance Collection erhaltet ihr nicht nur drei beinahe zeitlose Klassiker, mit denen ihr in Erinnerungen schwelgen könnt. Ihr erhaltet zugleich die Blaupausen eines ganzen Genres, die heute noch vor handwerklichem Können und hohem Spielspaßgehalt aus allen Nähten platzen.
Einzig die für heutige Verhältnisse grobe Auflösung könnte potenziellen Käufern sauer aufstoßen. 240x160 Pixel – puh! Das ist schon arg grob, selbst im Vergleich mit Retroschinken vom Super Nintendo oder Mega Drive. Gerade bei diesen Klassikern wäre ein optional zuschaltbares modernes Overlay mit feingezeichneten Grafikelementen willkommen gewesen.
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Ein diskussionswürdiges Detail in der Sammlung ist natürlich die Beilage von Dracula X alias Vampire’s Kiss als Bonusspiel. Einerseits ist es schön, den alten Super-Nintendo-Schinken legal spielen zu können, ohne dafür ein halbes Monatsgehalt auf den Tisch zu legen, andererseits wäre eine Veröffentlichung von Rondo of Blood jenseits des Sony-Königreichs in allen Belangen schöner gewesen. Nehmt es einfach hin – immerhin komplettiert es die Saga. Bleibt wohl nur noch abzuwarten, wann Konami die letzten 3DS-Nachfolger raushaut.
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