Ich hatte hinter Carrion eigentlich ein Horrorspiel erwartet, bei dem es extrem actionreich und blutig zur Sache geht. Aber das Fressen spielt nur eine untergeordnete Rolle, vielmehr geht es um Geschicklichkeit und kleine Rätseleinlagen. Das ist nicht nur eine gute Idee, sondern wurde auch sauber umgesetzt. Mitunter stört die etwas schlabberige Steuerung der Kreatur und seiner Tentakel, aber so soll es vermutlich einfach sein. Ein Problem ist das sowieso nicht, weil Carrion nie wirklich schwer wird und sich jede Situation mit etwas Geschick und den richtigen Fähigkeiten schnell lösen lässt.
Nur eine Karte habe ich wirklich vermisst. Gerade für die späteren Gebiete und die Suche nach den optionalen Upgrades wäre zumindest ein grober Plan der Anlage hilfreich gewesen. So verbrachte ich immer wieder eine Weile mit der Suche nach dem Weg in den nächsten Abschnitt. Nichtsdestotrotz überwog in den paar Stunden mit Carrion ganz klar der Spaß. Es ist ein angenehm kurzes und gut gemachtes Metroidvania, in dem ich ausnahmsweise mal ganz Monster sein darf.
Überblick
Pro
mehr Geschicklichkeits- denn Actionspiel
kurzweilige Rätsel- und Kombinationsaufgaben
schöne Pixeloptik
Contra
keine Karte für die Gebiete
Steuerung etwas ungenau
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