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Preview - Anthem : Angespielt: Mass Effect trifft auf Iron Man

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Anthem ist das beste Iron-Man-Spiel, das ihr euch vorstellen könnt. Die Geschwindigkeit und die Agilität, mit der ihr in Biowares Koop-Rollenspiel-Shooter durch die Luft zischt, ist quasi zu 100 Prozent Tony Stark. Doch was verbirgt sich hinter diesem Anthem? Ähnelt es eher Destiny und The Division oder ist es ein narrativ getriebenes Rollenspiel-Abenteuer im Stil von Mass Effect?

Ein Sci-Fi-Koop-Shooter mit exotischen Klassen? Man könnte Anthem schnell mit Destiny 2 verwechseln, doch es fühlt sich anders an. Es spielt in einer sehr großen, lebendigen Welt, die fast schon in Richtung Horizon: Zero Dawn geht. Mit aufziehenden Unwettern, Monstern auf der Jagd und Tieren, die ihnen entfliehen.

Als Ranger-Klasse sind wir schnell und agil wie Robert Downey Jr. alias Iron Man. Das Fliegen und Herumjetten ist eine der Stärken des Titels, weil Bioware seine neue Welt stark in die Vertikale wachsen lässt. In unseren Mech-Suits sind wir verdammt flott, sausen durch die Luft an Baumspitzen vorbei und sehen enorme Arbeitsroboter unter uns, die im Dschungel eigentlich ihren Job verrichten sollen, aber durch einen Virus außer Kontrolle geraten sind.

Es gibt kaum lineare Levelführung, jederzeit können wir in die Tiefe stoßen – raus aus luftiger Höhe, rein in einen See. Wir schießen vorbei an Fischen, tauchen bis zum Grund, finden einen Schatz. Das lässt sich taktisch nutzen: Sind die feindlichen Robo-Soldaten zahlenmäßig weit überlegen, ist es taktisch klug, noch unter Wasser Ziele für unsere hitzesuchenden Mini-Raketen am Rücken festzulegen. Überraschend raus aus dem kühlen Nass, erste Salve abfeuern, Hälfte der Feinde erledigen und umgehend in Deckung huschen.

Die Jet-Komponente ist es, die Anthem wesentlich agiler macht als Destiny. Auch weil der Ranger via Rollmanöver unter Feindbeschuss hindurchtauchen kann, was wir so in Spielen eher selten erleben. Sehr stylisch.

Online, aber trotzdem eine lebendige Bioware-Welt

Destiny ist ein guter Shooter, aber es tut sich schwer damit, Geschichten zu erzählen, weil Bungie zu wenig auf Zwischensequenzen setzt. Es gibt sie, aber nicht oft genug. Egal ob der Turm oder die Farm, alle Hub-Welten aus den Destiny-Teilen wirken steril und generisch. Es gibt dort Questgeber und Verkäufer, aber es herrscht kein Leben, es gibt keine Menschen, die man kennenlernen kann. Die Basen sind rein funktional, das macht Bioware ganz anders – und unserem ersten Eindruck nach besser.

In einem Fort herrscht geschäftiges Treiben, Passanten mit extravaganten Sonnenbrillen stehen an Bars, unterhalten sich, wuseln über einen orientalisch aussehenden Basar. Einige tragen Kaftane, andere militärische Rüstungen, wiederum andere abgefahrene Helme. Eine attraktive Blondine mit Schweißerbrille unterhält sich mit einem Androiden in blauer Rüstung und grünem Visier. In Sachen Design und Atmosphäre trifft hier Cyberpunk 2077 auf Mass Effect: Andromeda.

Bioware weiß, wie man Charaktere schreibt und Stimmung aufbaut. Dafür sorgen beispielsweise riesige Walker, die der Basis eine gewisse Größe verleihen und euch im Spiel als vorgeschobene Operationsbasis dienen. Unser Chefingenieur ist ein witziger, gutgelaunter Typ namens Haluk. Wir treffen ihn in einer Bar, durch einen Unfall geht er an der Krücke.

Ein geheimnisvoller, spannender Charakter, der mit unserer Figur eine lange Geschichte teilen soll und – so vermuten wir – selbst früher Freelancer-Pilot war. Bioware macht dahingehend viele Andeutungen im Spiel, etwa trägt er öfter einen eingedellten Freelancer-Helm mit sich herum.

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