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Test - Animal Crossing: New Horizons : Licht am Horizont!

  • NSw
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Bereits die größten Philosophen sind auch nur am Versuch gescheitert zu beschreiben, warum Animal Crossing Spaß macht. Denn allein anhand der nüchternen Beschreibung kann man gar nicht anders, als es für das langweiligste Spiel seit E.T. der Außerirdische zu halten. Dass dem nicht so sein kann, dürfte jedem klar sein, der die stetig wachsenden Verkaufszahlen der Reihe kennt. Inzwischen ist Animal Crossing weltweit ein Verkaufsschlager.

Kein Spiel, ein Lebensgefühl!

Auf einer einsamen Insel wohnen, Tiere als Nachbarn zu haben, Insekten zu fangen und dabei einen stetig wachsenden Schuldenberg abzubezahlen klingt nach allem, nur nicht nach Spaß. Doch genau das ist es. Animal Crossing: New Horizons ist, wie schon seine Vorgänger, im entfernteren Sinne eine Lebenssimulation. Das wesentliche Ziel besteht darin, sein Dorf und sein Haus auszubauen, zu perfektionieren und die einzigartige lebensbejahende Atmosphäre aufzusaugen, die dieser Mikrokosmos des Frohmuts in der sonst eher grauen Welt, die wir Realität nennen, verströmt.

Ob als einfacher Zuagroaster, wie man hier bei uns im schönen München sagt, oder als Bürgermeister: Die Animal-Crossing-Reihe wählte bereits unterschiedliche Ansätze, um das bisher kaum veränderte Spielkonzept frisch zu halten. New Horizons vereint das “Normalo”-Gefühl der ersten Teile mit den Bürgermeister-Privilegien aus New Leaf, doch darin besteht nicht die eigentliche Neuheit des Switch-Teils. Das wäre nach sieben Jahren Wartezeit erschreckend wenig. Stattdessen beginnt ihr am Reißbrett. Ihr landet auf einer von euch ausgewählten Insel und habt kaum mehr bei euch als die Kleidung am eigenen Leib.

Es gibt keine bereits bestehende Nachbarschaft, keine Gebäude und keine Wirtschaft. Sowie man mit zwei zufälligen Tieren das Flugzeug verlässt, weht eine fremdartige Brise durch die Luft. Wo ist nur das wohlige Animal-Crossing-Gefühl? Keine Sorge, die kuschelige Vertrautheit, nach der man sich als Fan so sehnt, stellt sich früh genug ein. Dass der frische Einstieg die etwas festgefahrenen Formeln entstaubt, tut New Horizons nur gut.

Atmosphärische Glanzleistung

Ein Kernelement seit den Anfängen der Reihe ist die Kopplung der Spieluhr an die reale Zeit. Jeder Tag, jede Jahreszeit vergeht wie im echten Leben. Tages- und Jahreszeiten mit ihren Feiertagen, Tiervorkommen und Naturphänomenen laufen ganz ähnlich ab wie außerhalb des Bildschirms. Die letzten Tage des Winters, die wir noch erleben, zeigen sich wie ein traumhafter Skiurlaub. Wenn alles mit dickem, glitzernden Schnee bedeckt ist, braucht sich die eigentlich trübe Jahreszeit nicht mehr hinter den beliebteren Kollegen zu verstecken.

  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 1
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 2
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 3
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 4
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 5
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 6
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 7
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 8
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 9
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 10
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 11
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 12
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 13
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 14
  • Animal Crossing: New Horizons - Screenshots - Bild 15

Gegen Ende Februar schmilzt die frostige Decke, statt aber knallhart in den Frühling zu wechseln, streut New Horizons neuerdings mit sanften Übergängen eine Extraportion Authentizität ein. Erst nach und nach erlangen Gras und Bäume ihr saftiges Grün zurück. Zu sehen, wie sich die Insel allmählich der nächsten Jahreszeit öffnet, trägt maßgeblich zur Atmosphäre des Spiels bei - einem der Stützpfeiler der Marke.

Wo New Leaf den Detailreichtum eines Rüblikuchens besaß, präsentiert sich New Horizons als üppige Sahnetorte. Wenn der Wind die Blätter in den Bäumen und die Blumen je nach Wetterlage in unterschiedlicher Intensität tänzeln lässt, wenn Regentropfen beinahe fotorealistisch auf Wasseroberflächen tröpfeln und von irgendwoher Insekten laut zirpen, fühlt man sich trotz quietschbunter Grafik mittendrin. New Horizons geht lächerlich verschwenderisch mit Liebe zum Detail um, dass es an zwanghaftes Verhalten erinnert. Auf der Switch zeigt sich das spießbürgerliche Leben so dermaßen lebendig, man fragt sich, wie man mit den im Vergleich tot wirkenden Vorgängern überhaupt leben konnte.

Animal Crossing: New Horizons - Your Island Escape, Your Way Trailer

Anlässlich der Direct-Sonderausgabe zum Spiel gibt es auch einen frischen Trailer zu Animal Crossing: New Horizons.

Auch Innenräume - wir fangen erst gar nicht vom überwältigend schönen neuen Museum an - wirken durch Texturen in HD-Qualität, immerhin ein Novum für Animal Crossing, und geschickte Lichteffekte gemütlich und stimmungsvoll.

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