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Test - 007 Legends : Eher 00 als 007

  • X360
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Dieser Aufhänger resultiert in einer fürchterlichen Erzählstruktur. Die einzelnen Episoden wirken enorm lieblos zusammengeklatscht und völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Während der Bond-Fan alle wichtigen Protagonisten freudig wiedererkennt, allen voran die Bond-Girls sowie die Bösewichter, dürften jene, die die entsprechenden Filme nicht gesehen haben, kaum verstehen, was hier überhaupt im Einzelnen geschieht.

Ballern ohne Tiefgang

Das Spielkonzept erinnert stark an das Goldeneye-007-Remake, das ebenfalls von Eurocom stammte. Ihr erhaltet simple Missionsziele, laut denen ihr euch die meiste Zeit von A nach B bewegen sollt. Zwischendurch müsst ihr auch mal einen Raum untersuchen, Türen hacken oder mithilfe eines Infrarotsensors die frischen Fingerabdrücke auf einem Keypad entdecken, um dessen Zahlencode zu erfahren. Allerdings sind solche klassischen Spionageaktionen in der Minderheit, auch funktionieren sie stets nach dem gleichen Schema.

Der Fokus liegt eindeutig auf dem Ballern und Schleichen. Wie vor zwei Jahren habt ihr meistens die Wahl, ob ihr euch wie Rambo durch Horden von Gegnern kämpft oder leise die vor Ort patrouillierenden Wachen ausknipst. Leider haben sich die Entwickler für 007 Legends ein paar äußerst nervige Passagen ausgedacht, in denen ihr prinzipiell nicht entdeckt werden dürft. Aufgrund des wenig hilfreichen Radars und der klassischen Ego-Shooter-Steuerung, die überhaupt nicht für solche erzwungenen Stealth-Einlagen geeignet ist, verkommen diese Stellen zur ätzenden Trial-&-Error-Show.

Die meiste Zeit ist 007 Legends ein simpler Shooter, der abseits der stressigen Schleicherei durchaus von einer reizvollen Leichtfüßigkeit lebt. Die Handlung mag völlig konfus sein und obendrein in Sachen Inszenierung weit von den Filmvorlagen abweichen, aber zumindest bieten die einzelnen Abschnitte eine abwechslungsreiche Kulisse: von Fort Knox bis hin zur Station im Weltall.

Kurz und uninspiriert

Das Level-Design ist immerhin ordentlich, allerdings erreicht Eurocom auch in dieser Disziplin nicht die Klasse des eigenen Vorgängerspiels. Dazu wirken die Areale und deren Architektur eine Ecke zu austauschbar. Es fehlen leider vergleichbare einmalige Momente wie die Diskothek in Goldeneye 007. Stattdessen werdet ihr mehrfach zu Boxkämpfen genötigt, deren extrem simpler und praktisch immer gleicher Ablauf kaum zu unterbieten ist.

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