Test - Tomodachi Life : Mein Spiel. Mein Leben.

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Eigentlich wäre es naheliegend, den Test zu Tomodachi Life aus der Perspektive meines eigenen Miis zu schreiben. Denn im Grunde ist das Spiel nichts anderes als eine Projektionsfläche für den Spieler, seine Freunde und seine Familie. Doch dieser Ansatz ist so vorhersehbar, dass er doch etwas unoriginell wäre. Stattdessen versuchen wir etwas anderes. Wie wäre es mit einer kleinen Bilderstrecke, die aufzeigt, wie absurd, skurril, monoton, lustig, laut und bunt Tomodachi Life ist? Genau das mache ich.

David ist so versessen auf Origami, dass er jedem damit auf die Nerven geht.

Es fing alles so harmlos an. David K. frönte tagtäglich seiner brennenden Leidenschaft für Origami, gönnte sich geröstete Erdnüsse und spendete hin und wieder Geldbeträge für die Inselgemeinschaft. Das Leben des David K. verlief in festen Bahnen – scheinbar unerschütterlich und unveränderbar. Doch eines Tages überreichte ihm sein Chefredakteur eine Konzertkarte. Der Titel „Operation Robodachi“ klang verheißungsvoll – auch wenn der genannte Künstler ein noch völlig unbeschriebenes Blatt für David war. Auf dem Ticket prangte der Name "Shigeru Miyamoto" – David wusste nichts damit anzufangen. Nichtsdestotrotz entschloss er sich, dem Ganzen eine Chance zu geben. Schließlich war es eine Musikempfehlung der Chefetage.

Diese Ausstrahlung, diese Körperstreckung und dann noch dieses Bühnenbild. Wow!

Für einen Abend kehrte David seinen Origami-Künsten den Rücken und wohnte dem Konzert bei. Der Auftritt von Shigeru Miyamoto haute ihn regelrecht aus den Socken. Die treibenden Beats, das euphorische Publikum, das grelle Effektgewitter und die bis ins kleinste Detail perfektionierte Performance des klein gewachsenen Japaners – all das sorgte dafür, dass David unbedingt diesen Miyamoto kennenlernen musste. Doch wie sollte der Origami-Enthusiast in Erfahrung bringen, wo sich Herr Miyamoto aufhält? Das dichte Gedränge der Fans ließ es schließlich nicht zu, in seine Nähe zu kommen.

Michael sagt nie Nein zu einem guten Bart, äh, Bad.

David suchte Rat bei Michael, seinem Chef, der ein gutes Bad stets zu schätzen weiß. Durch seine guten Kontakte zu Satoru Iwata, dem Manager diverser Künstler (darunter auch Shigeru Miyamoto selbst), erfuhr David, wo er den begnadeten Sänger und Tänzer antreffen kann.

Michael und Herr Iwata (v. l. n. r.). PS: Sich hinterrücks am Hintern zu kratzen ist gute alte japanische Tradition.