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Test - Sound Shapes : Musik 'n' Run

  • PSV
Von  |  |  | Kommentieren

Keiner der Levels ist besonders schwer, weshalb die eigentliche Schwierigkeit bei der Zeitenjagd liegt. Die Dauer beschränkt sich pro Level auf gut fünf Minuten, was auf einen geringen Gesamtumfang schließen lässt. Doch dies wäre ein voreiliger Trugschluss: Wer alle Alben vollständig gespielt hat, der darf sich zusätzlich am brutal schweren Todesmodus versuchen.

In diesem müsst ihr innerhalb eines sehr streng gesetzten Zeitlimits eine bestimmte Menge an Noten einsammeln. Deren Positionen sind nicht vorbestimmt, sondern werden zufällig von Versuch zu Versuch neu sortiert. Der Glücksfaktor, der dahintersteckt, ist der vielleicht einzig ernstzunehmende Nachteil von Sound Shapes. Ansonsten wirken auch diese Todesherausforderung sehr gut durchdacht.

Bau deinen eigenen Sound

Doch der eigentliche Star fehlt noch: der Editor. Mit diesem könnt ihr kinderleicht eigene Levels erstellen und mit eurer eigenen dynamisch erzeugten Musik versehen. Die Handhabung des Editors orientiert sich an LittleBigPlanet und ist dank hervorragender Ausnutzung sowohl des Touchscreens als auch des hinteren Touchpads wie geschaffen für die PlayStation Vita.

Sound Shapes - Level Editor Feature Trailer
Entwickler Jonathan Mak stellt in diesem Video den Level Editor von Sound Shape vor. Kinderleicht lassen sich so verschiedenste Elemente zusammenstellen die dann später im Spiel genutzt werden können. Das Spiel erscheint am 07. August für Playstation 3 und Playstation Vita.

Last but not least gibt es noch einen weiteren Modus, der euch genau wie die Todesherausforderungen erst nach dem Beenden aller regulären Levels zugänglich gemacht wird. Bei der Beat-Schule handelt es sich um einen cleveren Hybriden aus Spiel und Editor: Ihr sollt einen vorgegebenen Beat mithilfe des Levelbaukastens nachstellen. Diese total simple Idee passt hervorragend zum Sound-Shapes-Konzept und ist gleichzeitig eine prima Chance für euch, das eigene Musikgefühl zu schulen.

Abschließend ein paar Worte zur Präsentation: Der Soundtrack ist fantastisch, was in diesem Falle verständlicherweise essenziell ist. Hinzu kommt eine auf den ersten Blick sehr schlichte 2-D-Grafik, die vermehrt auf abstrakte Elemente setzt und ebenfalls sehr gut mit dem schlichten Spielkonzept harmoniert.

Fazit

Andreas Altenheimer - Portraitvon Andreas Altenheimer
Sound Shapes ist der nächste Download-Hit, der nahezu aus dem Nichts erscheint und der Retail-Konkurrenz die lange Nase zeigt. Sämtliche Elemente mögen aus Rez, LittleBigPlanet oder auch Lumines entliehen sein, aber das Gesamtergebnis ist etwas völlig Eigenständiges. Es ist leicht zu verstehen und schnell faszinierend. Sofort habe ich als Spieler das Gefühl, eins mit der Musik zu sein. Davon abgesehen besitzt das Level-Design einen außergewöhnlichen Charme, der mich mit seinen vielen abstrakten Grafikelementen an den C64-Klassiker Bruce Lee erinnert – allein dafür möchte ich Queasy Games vor Freude um den Hals fallen. Nehmt dazu einen der besten Editoren aller Zeiten, die tollen optionalen Spielmodi sowie ein unterm Strich hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis, und ihr habt die erste ernst zu nehmende Killer-Application für die PlayStation Vita zur Hand.

Überblick

Pro

  • faszinierender Mix aus Jump ’n’ Run und Musikspiel
  • herausragender Editor
  • fantastischer Soundtrack
  • sehr gutes sowie ideenreiches Level-Design
  • charmant-schlichter Grafikstil

Contra

  • relativ wenig Levels
  • Todesmodus ist dank Zufallsgenerator nicht frei von Glück

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