Preview - Metal Gear Solid V: The Phantom Pain : Kojimas Abschiedsbombe

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Als Fan der Reihe blickte man in letzter Zeit eher besorgt auf Konami-News. Die Trennung des Traditionspublishers von seinem größten Star gefährdet jedoch anscheinend nicht die Qualität von Hideo Kojimas wohl allerletztem Konami-Spiel Metal Gear Solid V: The Phantom Pain. Ganz im Gegenteil: Es ist davon auszugehen, dass sich der Kultentwickler mit einem großen Knall von seinem erfolgreichsten Baby verabschieden wird. Ob die Zeichen dafür gut stehen, konnten wir nun direkt bei Konami prüfen.

Rund acht Stunden Hands-on gaben uns einen tiefen Einblick in das Kapitel der Serie, das wahrscheinlich den Metal-Gear-Kreis schließen wird: Wenn The Phantom Pain so endet, wie wir es vermuten, müsste der direkt daran anschließende Teil der Geschichte das allererste Metal Gear (nicht Metal Gear Solid) sein. Ein Hinweis darauf könnte der Einsatz von Kiefer Sutherland als Stimme von Big Boss beziehungsweise (Venom) Snake sein. Musste David Hayter nur wegen der Prominenz seines Kollegen weichen oder hebt sich Kojima die alte Kultstimme von Snake auf für einen Auftritt von Solid Snake gegen Ende von The Phantom Pain? Zuzutrauen wäre es ihm.

Ob es so kommen wird, wissen wir natürlich noch nicht. Denn trotz der langen Spielzeit waren wir ganz offensichtlich noch sehr, sehr weit vom Finale entfernt. Tatsächlich haben wir es trotz sehr zielorientierten Vorgehens nicht mal aus Afghanistan hinausgeschafft, dem ersten von mehreren offenen Gebieten. Das gibt einen guten Eindruck davon, wie groß dieses Spiel ist.

Dabei steckt die Welt allerdings nicht voller kleiner Beschäftigungsmöglichkeiten à la Grand Theft Auto V oder The Witcher 3: Wild Hunt. Metal Gear Solid V bietet zwar einige optionale Nebenaufgaben und viele Sammelobjekte wie Heil- und Giftpflanzen, aber im Kern bleibt es der Serie treu, indem es stark missionsorientiert verläuft. So entsteht schnell dieses typische, liebgewonnene Metal-Gear-Gefühl – mehr noch als in Ground Zeroes, das in diesem Aspekt nie vollends befriedigen konnte.

Technik und Inszenierung

Die erste richtige Mission folgt nach dem spielbaren Intro im Krankenhaus, das bereits seit dem ersten Phantom-Pain-Video in Teilen bekannt ist. Schon hier zeigt sich, dass Kojima nichts von seinem außergewöhnlichen Talent für dramatische, mitreißende Inszenierung verloren hat. Ebenfalls bemerkten wir viele Verbesserungen auf der technischen Seite. Neben aufgebohrten Partikeleffekten und ähnlichen Details überzeugten uns vor allem die Auftritte der serientypisch übermächtig wirkenden Bosse, die ebenfalls grafisch teilweise aufgehübscht wurden.

Metal Gear Solid V: The Phantom Pain - TGS 2014 Quiet But Not Silent Trailer
Der Metal Gear Solid V: The Phantom Pain Trailer direkt von der TGS 2014.

Nachdem wir von Revolver Ocelot nach Afghanistan gebracht worden waren und die Einweisung für Snakes Allzweck-Tool namens iDroid bekommen hatten, folgte die auf der letzten E3 gezeigte Mission. Da wir die Vorgehensweise in der E3-Demo schon kannten, probierten wir einen anderen Zugangspunkt, eine andere Methode mit mehr Toten und einen anderen Zeitpunkt. Anstatt uns mittels des dynamischen Tagesverlaufs entweder für eine Infiltration bei Tag (weniger Wachen, aber wir sind leichter zu sehen) oder Nacht (mehr Wachen, aber viele Schatten zum Verstecken) zu entscheiden, zielten wir direkt auf den Wachwechsel ab. In dieser kurzen Phase entstehen Lücken, durch die wir schlüpfen können.

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