Test - Metal Gear Solid 2: Substance : Metal Gear Solid 2: Substance

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Solid Snake kehrt zurück - zwar nicht in einem komplett neuen Abenteuer, aber in einer erweiterten Version von Teil 2. 'Metal Gear Solid 2: Substance' entführt euch erneut zum bekannten Tanker- und Bohrinsel-Level, allerdings gesellen sich eine Menge 'VR-Missions' dazu. Die PS2-Version bietet außerdem noch weitere Extras gegenüber der Xbox-Variante - welche genau, werden wir in unserem Review genauer erläutern.

Metal Gear Solid 2: Substance
Snake hat es in einer der neuen Mission hart erwischt.

Solid Snakes neuer Auftraggeber
Inzwischen dürfte eigentlich jeder Spieler die Abenteuer Solid Snakes kennen, trotzdem sei nochmals erwähnt, um was es in ’MGS 2: Substance’ überhaupt geht: Solid Snake arbeitet inzwischen mit seinem alten Freund Otacon für die UN-Organisation Philantrophy. Ihr Auftrag ist es, Informationen über die neue Kampfmaschine Metal Gear Ray an die Öffentlichkeit zu bringen, und so startet ihr nach einem eindrucksvollen Intro mit Solid unter strömendem Regen auf einem Tanker. Während des gesamten Abschnittes seid ihr mit Snake unterwegs und schaltet in bester Stealth-Manier eure Gegner aus. Den zweiten Abschnitt tritt hingegen Jungspund Raiden an, welcher bei vielen Fans der Serie nicht gerade beliebt ist. Deshalb habt ihr in ’Metal Gear Solid 2: Substance’ auch die Möglichkeit in den sogenannten ’Snake Tales’ eine große Menge an Einzelmissionen mit dem alten Helden zu absolvieren. Leider gibt es vor den einzelnen neuen Einsätzen nur reine Textbriefings, soll heißen: In den ’Snake Tales’ wird die Story nicht anhand der üblichen Funkkontakte vorangetrieben. Sämtliche dieser Missionen sind außerdem nur für echte ’MGS’-Profis gut zu meistern, da ihr auf euren Radar verzichten müsst.

Metal Gear Solid 2: Substance
Auch auf dem Skateboard macht unser Agent eine gute Figur.

Stealth-Action vom Feinsten
Rein von der spieltechnischen Ebene hat sich nichts verändert - wenn ihr eure Feinde ausschalten wollt, gilt immer noch das langsame und taktische Vorgehen als erfolgreiche Methode. Dabei beherrschen die Charaktere allerhand verschiedene Moves, neben rennen, schleichen und robben kann der Held auch an bestimmten Stellen im Spiel hangeln, um zum Beispiel Abgründe zu überwinden. Natürlich seid ihr auch im Besitz von typischen Ausrüstungsgegenständen. Dazu zählen Pistole inklusive Schalldämpfer, verschiedene Maschinenpistolen, Raketenwerfer und vieles mehr. Aber auch an Items herrscht kein Mangel, neben Scannern und Heilpaketen gibt es Kisten, in welchen ihr euch in bestimmten Gegenden verstecken könnt. Diese Items sind allerdings auch nicht nutzlos, da neben normalen Wachen auch diverse Endgegner auf euch warten. Selbige sind nur mit Geschick und Taktik zu besiegen und tragen sehr zu der Atmosphäre des Titels bei. So müsst ihr beispielsweise mit dem Raketenwerfer gegen einen Harrier antreten oder einen verrückten Bombenleger stoppen. Hier müsst ihr nicht nur ihn selbst treffen, sondern zwischendurch auch immer wieder seine gelegten Bomben mit Hilfe von Eisspray entschärfen. Um die Atmosphäre noch mehr zu steigern, wird die Story im Spiel mit diversen, teils kinoähnlichen Sequenzen vorangetrieben; vielen Spielern dürften allerdings die diversen, minutenlangen Funkdialoge einfach zu langatmig sein. Die Story ist trotz allem sehr gelungen, auch wenn sie zum Ende hin doch relativ abgehoben und verworren ist - hier hätte man sich besser etwas mehr an den PSone-Vorgänger halten sollen.

Metal Gear Solid 2: Substance
In den 'VR'-Missionen trainiert ihr auch eure Zielgenauigkeit.

Die PS2 exklusiven Extras von Substance
Doch was bietet ’MGS 2: Substance’ außer den ’Snake Tales’ noch neues? Auf der Spieledisc befindet sich PS2-exklusiv ein Skateboardingspiel, bei welchem ihr in die Rolle von Raiden oder Snake schlüpfen könnt und ähnliche Ziele wie bei den 'Tony Hawk's'-Titeln erreichen müsst - zwar kann das Skateboard-Spiel nicht mit letzteren mithalten, nett ist es für ein Spielchen zwischendurch aber allemal. Weiterhin befindet sich noch eine Bonus-DVD in der Packung. Auf dieser sind zahlreiche 'VR-Missions' enthalten, in welchen ihr in virtuellen Levels diverse Aufgaben bestehen müsst, darunter zahlreiche Stealth-Aufträge und Schießübungen. Auch der komplette Soundtrack findet sich auf dieser DVD wieder, ebenso wie diverse andere Extras, die besonders für Solid-Fans interessant sein werden. Dazu zählen zum Beispiel diverse Zeichnungen und vieles mehr. Außerdem könnt ihr nun viele Missionen auch mit anderen Charakteren, wie beispielsweise dem mysteriösen Ninja absolvieren oder andere Kostüme für eure Helden wählen. Grafisch hat sich nicht viel verändert, die Charaktere können allesamt sehr überzeugen, seien es nun die Gesichter oder die Animationen. Auch der Tankerabschnitt weiß besonders durch den genialen Regen zu begeistern; allerdings sieht man auch die zuweilen tristen Texturen hervorscheinen, besonders in den späteren Bohrinsel-Abschnitten. Die Sprachausgabe überzeugt dafür auf ganzer Linie und trägt enorm zur Atmosphäre des Titels bei. Auch die Musik trägt wie so oft ihren Anteil daran. Niemand geringeres als Harry Gregson-Williams zeichnet sich für diese verantwortlich - bekannt durch Filmmusiken zu ’The Rock’ und ’Armageddon’. Einen Multiplayer-Modus gibt es hingegen leider immer noch nicht.

Fazit

Gameswelt Redaktion - Portraitvon Gameswelt Redaktion
: Konami liefert mit 'Metal Gear Solid 2: Substance' auf der PS2 eine sehr solide Erweiterung ab. Technisch kann das Spiel, genauso wie spielerisch, immer noch überzeugen. An der Story mögen sich die Geister scheiden, schlecht ist sie trotz des übertriebenen und unklaren Endes nicht. Die Erweiterungen sind allesamt sehr sinnvoll - neben vielen 'VR'-Missionen könnt ihr auch mit Solid und Raiden skaten gehen oder diverse Artwork-Bilder und vieles mehr ansehen oder der fantastischen Spielmusik lauschen. 'MGS 2: Substance' ist für jeden PS2-Besitzer ein Pflichtkauf - wer aber bereits das Originalspiel besitzt, muss für sich selbst entscheiden, ob die Extras die Anschaffung zum Vollpreis für ihn rechtfertigen.  

Wertung

  • PS2
    89
    %

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