Special - Assassin’s Creed: Empire : Der neue Held

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Zuerst kam der übliche Leak, dann die offizielle Bestätigung: Assassin's Creed legt 2016 eine Pause ein. Man wolle die Spielmechanik weiterentwickeln und sicherstellen, dass man das Versprechen einer einzigartigen und erinnerungswürdigen Erfahrung einhalten könne. Große Worte. Dass damit der noch nicht bestätigte Ägypten-Ableger Assassin's Creed Empire gemeint ist, liegt natürlich nahe. Doch alle spielmechanischen und technischen Verbesserungen werden der Serie wohl nur wenig helfen, wenn Ubisoft keinen guten Helden präsentiert. Einen Helden, an den man sich erinnert wie an Ezio oder Altaïr. Wir vermuten, dass wir diesen Helden bereits kennen könnten ...

Dürfen wir vorstellen: Darim Ibn-La'Ahad. Der Nachname sollte euch bekannt vorkommen: Es handelt sich um niemand Geringeren als Altaïrs Sohn. Wer unser erstes Special zu Assassin's Creed: Empire gelesen hat, ahnt bereits, wieso wir ausgerechnet ihn als möglichen neuen Helden in Betracht ziehen. In diesem Artikel tragen wir die wichtigsten Informationen zusammen, die bis dato in Spielen, Wikis und Büchern über ihn veröffentlicht wurden, und gehen danach auf verschiedene Argumente ein, die für und gegen ihn als neuen Protagonisten sprechen.

Große Taten

Darim wurde 1195 geboren und wie sein jüngerer Bruder Sef zu einem Assassinen ausgebildet. Er ist aber nicht einfach nur der Sohn des wichtigsten Assassinen der kompletten Serie. Darim hat spätestens 1227 bewiesen, dass er seinen Nachnamen zu Recht trägt. In der Mongolei machte er Jagd auf einen der gefährlichsten Krieger der gesamten Menschheitsgeschichte: Dschingis Khan. Der Führer zahlreicher mongolischer Stämme eroberte unfassbar große Gebiete Nordchinas und Zentralasiens – bis er auf Darim traf.

Altaïrs Sohn war ein Meisterschütze mit der Armbrust und diese Fähigkeit führte zu seinem Sieg über den gefürchteten Khan. Darim hatte zwar Hilfe durch einen anderen Assassinen, Qulan Gal, doch letztendlich war es Darim selbst, der Dschingis Khan erschoss. Nachdem er nach Masyaf zurückgekehrt war, erfuhr er, dass sich während seiner und Altaïrs Abwesenheit vieles in der Ordensburg der Assassinen geändert hatte.

Coup d'État

Unter anderem hatte Abbas Sofian die Führung des Ordens übernommen – ausgerechnet der Mann, der Altaïr als Großmeister am wenigsten akzeptieren konnte. Sef war angeblich mitsamt seiner Familie nach Alamut verfrachtet worden. Also eilte Darim seinem Bruder nach, um ihn zurückzuholen. Doch er ließ sich täuschen. In Alamut traf er zwar Sefs Frau und Kinder, aber Sef selbst war nicht da. Darim erhielt kurz darauf eine Nachricht seines Vaters aus Masyaf, dass Sef ermordet wurde.

Jetzt galt es, so schnell wie möglich zu Altaïr zurückzukehren, denn es stand fest, dass sein Vater in tödlicher Gefahr war. An dessen Seite kämpfte er gegen die rebellierenden Assassinen. Beiden gelang schließlich die Flucht. Das Leben seiner Mutter Maria Thorpe konnte er jedoch nicht mehr retten. Sie kam während einer Konfrontation zwischen Altaïr und Abbas Sofian ums Leben.

Inzwischen sollte offensichtlich sein, dass Darims Geschichte eine höchst dramatische ist. Doch was verbindet ihn mit Assassin's Creed: Empire? Laut den Gerüchten spielt der neue Teil in Ägypten. Sefs Frau und Kinder verließen nach den ganzen Vorfällen Alamut und reisten nach Alexandria – in Ägypten. Darim folgte ihnen jedoch noch nicht. Zunächst verschlug es ihn nach Frankreich und England. 1247 kehrte er zurück nach Masyaf zu seinem Vater, der wieder die Führung des Ordens übernommen hatte. Zehn Jahre später reiste er schließlich nach Alexandria zu seiner Schwägerin und den Kindern seines Bruders.

Großvater Held?

Wer aufgepasst hat, wird feststellen, dass Darim ein für Assassin's-Creed-Protagonisten untypisch hohes Alter erreicht hat, als er schließlich in Ägypten ankommt. Bedenkt man aber, dass Ubisoft für Empire etwas Neues wagen muss, um das alte Feuer der Serie neu zu entfachen, könnten wir uns Darim durchaus als Hauptfigur vorstellen. Außerdem nicht zu vergessen: Ezio war in Assassin's Creed: Revelations über 50 Jahre und für sein Alter viel agiler und stärker als Otto Normal-Assassine.

Selbst wenn Darim aufgrund seines noch höheren Alters nicht mehr so fit sein sollte wie einst Ezio: Wer nicht mehr stark zuschlagen oder schnell wegrennen kann, der muss schleichen. Eben jene Spielmechanik, die perfekt in die Serie passt, aber nie so extrem und konsequent durchgezogen wurde, wie es hier der Fall wäre.

(links: Darim im Jahr 1257, rechts: Altaïr)

Was aber, wenn sich Ubisoft nicht traut, einen alten Darim als Protagonisten zu nutzen? In dem Fall werden wir Altaïrs Sohn sicherlich zumindest als Lehrmeister des neuen Helden oder etwas Ähnliches wiedersehen. So oder so: Darim wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine äußerst wichtige Rolle in Assassin's Creed: Empire spielen.

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