Test - Yakuza 0 / Yakuza Zero : Mörder, Miezen, Minispiele

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Die Yakuza-Reihe gehört in Japan seit 2005 zum festen Bestandteil gut sortierter Spielsammlungen. Obwohl fast alle Ableger der Serie auch in Europa veröffentlicht wurden, konnte sich die Serie nie richtig durchsetzen. Mit Yakuza 0 versucht SEGA erneut, die Videospielreihe auf dem alten Kontinent zu etablieren. Im Gegensatz zu etwa Yakuza 4 und Yakuza 5, die beide als digitale Downloads für die PlayStation 3 erschienen, bekommt der neueste Ableger der Serie sogar eine Retail-Fassung spendiert.

Yakuza 0 setzt die Serie nicht etwa fort, sondern lässt sie von Neuem beginnen. Ihr werdet ins Japan der 80er-Jahre zurückversetzt und schlüpft in die Rolle von Kazuma Kiryu, der Mitglied der Yakuza ist. Die Yakuza ist eine kriminelle Organisation, die bei uns gerne auch als japanische Mafia bezeichnet wird. In der Rangordnung spielt Kiryu keine große Rolle, er ist eher ein kleines Licht in den Reihen des Verbrechersyndikats.

Plötzlich ein Mörder

Als er eines Tages für einen Kredithai Gelder eintreiben soll, verändert sich sein Leben jedoch schlagartig. Der „Kunde“ will nicht zahlen, weswegen Kiryu ihm schlagkräftig klarmacht, dass das keine Lösung ist. Während sich sein Opfer am Boden krümmt, nimmt Kiryu dessen finanzielle Mittel an sich und bringt sie seinem Auftraggeber. Damit ist für ihn die Sache erledigt, denkt er zumindest. In den Abendnachrichten bekommt er jedoch mit, dass der zahlungsunwillige Klient erschossen wurde, was nun Kiryu in die Schuhe geschoben wird. Schnell wird er von drei ranghohen Leutnants der Yakuza zum Gespräch geladen, mit Mord wollen die Herren nichts zu tun haben.

Kiryu gelingt es nicht, seine „Vorgesetzten“ vollkommen von seiner Unschuld zu überzeugen, woraufhin sie ihn aus den Reihen der Yakuza entlassen. Somit ist Kiryu zwar wieder ein „freier Mann“, was auch sein Wunsch war, viel kaufen kann er sich davon jedoch nicht. Nicht nur, dass er immer noch wegen Mordes gesucht wird, er steht auch recht einsam da, denn bis auf seinen guten Freund hält anscheinend niemand mehr zu ihm. Ob es Kiryu gelingt, die Yakuza und auch die Polizei von seiner Unschuld zu überzeugen, wie es für ihn weitergeht und ob er sich gar mit der kompletten Verbrecherorganisation anlegt, erfahrt ihr im weiteren Spielverlauf.

  • Yakuza 0 - Screenshots - Bild 1
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  • Yakuza 0 - Screenshots - Bild 10
  • Yakuza 0 - Screenshots - Bild 11

Yakuza 0 lässt sich nur sehr schwer mit anderen Titeln vergleichen und ist am ehesten noch als Action-Adventure mit Rollenspielelementen zu bezeichnen, das hin und wieder auch auf Aspekte setzt, die ihr sonst aus Open-World-Spielen kennt. Ein reinrassiges Spiel dieser Gattung ist der Titel jedoch nicht, da ihr oftmals nur bestimmte Gebiete aufsuchen dürft und die vielen, wenn auch kurzen Ladezeiten, die bei einem Bereichswechsel auftreten, nicht zu einem Spiel dieses Genres passen.

Mit Fäusten gegen das Verbrechen

Während ihr durch die Straßen Tokios streift, trefft ihr immer wieder auf Gangster-Grüppchen, die euch an die Wäsche wollen. Von Waffen hält Kiryu nicht viel und setzt daher vorrangig seine Fäuste ein. Zu Beginn verfügt ihr nur über recht simple Schlagkombinationen, was sich im Laufe des Spiels aber ändert. Schon bald beherrscht ihr mehrere verschiedene Kampfstile, die mal gegen einzelne Gegner, mal gegen ganze Gruppen wirksam sind oder mit denen ihr Umgebungsobjekte als Waffen einsetzt.

So vermöbelt ihr eure Gegner außer mit den Fäusten mit Mülleimern oder Fahrrädern oder wuchtet ihnen direkt ein Motorrad entgegen. Je besser ihr kämpft und je weniger Treffer ihr selbst einsteckt, umso höher fällt die Belohnung aus, die ihr nach einem Kampf einsammelt. Ihr erhaltet nicht etwa Erfahrungspunkte, sondern nehmt den Kontrahenten das Geld aus der Tasche. Die Währung im Spiel ist der japanische Yen. Mit ihr muss man sich als Europäer erst ein wenig anfreunden, nicht selten schnappt ihr euch Beträge im Bereich von Hunderttausenden oder gar mehreren Millionen Yen.

Yakuza 0 - Trouble in Tokyo Trailer
Im neuen Trailer zu Yakuza 0 sorgen Kiryu und Majima für ordentlich Aufruhr in den Straßen von Tokio.

Das klingt viel, ist in Wahrheit jedoch weniger, als ihr vielleicht denkt, denn 1 Euro entspricht etwa 120 Yen. Mit dem angesammelten Geld leistet ihr euch neue Fertigkeiten, die ihr in einem übersichtlichen Fertigkeitenmenü kaufen könnt. Während die ersten noch recht preiswert sind, müsst ihr für spätere schon bald 30 Millionen Yen ansparen. Zu diesen Fertigkeiten zählen neue Angriffe oder ihr erhöht Kiryus Gesundheit.

Minispiele und vieles mehr

Geld braucht ihr aber auch für andere Dinge. Zum einen sind das Lebensmittel, die eure Gesundheit auffrischen, zum anderen Accessoires oder etwa Modifikationen für ein Spielzeugauto, dazu aber später mehr. Eure Gesundheit regeneriert sich nicht automatisch, weshalb ihr sehr gut auf eure Gesundheitsleiste aufpassen müsst. Steckt ihr in einem Kampf Treffer ein, bleibt dieser Schaden bestehen, bis ihr etwas esst oder trinkt. Nahrung könnt ihr euch in Läden zum Mitnehmen kaufen oder ihr schaut in einem der vielen Lokale vorbei und lasst es euch dort gut gehen.

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