Preview - Weedcraft : Der Kiffer-Simulator

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Matthias Grimm - Portraitvon Matthias Grimm
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Seit der legendären Pressekonferenz auf der E3 letzten Jahres, auf der Köpfe explodierten und so ziemlich jedes Größer-höher-lauter-Klischee der Werbekampagnen großer Publisher durch den Kakao gezogen wurden, ist Devolver alles zuzutrauen. Sogar (oder erst recht?) eine Wirtschaftssimulation übers Kiffen. Bedenkt man die biedere politische Korrektheit, mit der Serien wie Anno, FarmVille oder der Landwirtschafts-Simulator seit Jahren den Markt dominieren, ist so etwas vielleicht sogar endlich mal bitter nötig.

Umso erstaunlicher ist es, dass Weedcraft nicht einfach nur die Kifferkultur in Spieleform hochleben lässt oder einen Stoner-Gag nach dem anderen aus dem Ärmel schüttelt, Hauptsache es verstößt gegen den vermeintlich guten Geschmack. Stattdessen nimmt es sich des Themas auf eine Weise an, die womöglich noch subversiver ist, als es jede politische Unkorrektheit je sein könnte: Denn am Ende von Weedcraft steht nicht, wie in Wirtschaftssimulationen üblich, ein möglichst prall gefüllter Geldbeutel, sondern die eigene Meinungsbildung. Wie schön es doch ist, wenn es einem Videospiel gelingt, dafür den Samen zu setzen – welches Pflänzchen daraus wächst, bestimmt, wie im Spiel auch, ihr selbst.

Noch mehr beknacktes Zeug: Die 10 beklopptesten Waffen, die keine sind

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