Test - Turtle Beach Recon 200 : Ist lauter wirklich besser?

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Turtle Beach wirft kurz vor den Feiertagen eine ganze Batterie neuer Headsets auf den Markt. Die Atlas-Reihe konnte uns durchaus überzeugen, nun ist das mit 59,99 Euro sehr preiswerte Recon 200 an der Reihe. Mit den markigen Worten „Lauter ist besser“ bewirbt der Hersteller seinen analogen, aber verstärkten Frischling. Doch für uns zählt nicht die Lautstärke, sondern Klang, Tragekomfort und Qualität. Auf zum fröhlichen Headsettest, möglichst ohne Gehörschaden.

Turtle Beach will mit dem Recon 200 vor allem Konsolenspieler ansprechen, denen die Geldscheine nicht gerade aus dem Portemonnaie quellen. Das macht sich schon beim Auspacken daran bemerkbar, dass die für den PC-Betrieb notwendige Y-Weiche auf zwei 3-Pol-Klinkenstecker eingespart wurde.

Ihr könnt das Headset zwar durchaus am PC nutzen, allerdings müsst ihr euch die Weiche selbst besorgen, am besten in Form eines Verlängerungskabels, denn die Länge des 4-Pol-Klinkenkabels ist eher auf den Anschluss am Gamepad ausgelegt. Das soll aber kein Vorwurf sein, immerhin steht bereits in der Beschreibung, dass das Recon 200 für PS4, Xbox One, Switch und mobile Geräte konzipiert ist.

Überraschender ist, dass in der Verpackung auch ein sehr kurzes USB-Kabel enthalten ist. Das dient aber nicht zum Anschließen, sondern lediglich dazu, den Akku aufzuladen, der den internen Verstärker des Headsets für etwa 12 Stunden befeuert. Ohne geladenen Akku gibt das Headset entsprechend keinen Ton von sich, eine Nutzung während des Ladens (bei dem kurzen Ladekabel kaum möglich) wird durch einen gehörigen Brummton verhindert.

Irgendwie ein merkwürdiges Konzept, bei einem kabelbetriebenen Headset noch zusätzlich einen Akku laden zu müssen, aber Turtle Beach will den Käufern ein nettes Extra spendieren – oder besser gesagt zwei: höhere Lautstärke und Bass-Boost. Wie schon erwähnt, haben wir es mit einem verstärkten Analogheadset zu tun. Dazu gleich mehr.

Kümmern wir uns zunächst um die Äußerlichkeiten, bevor es ans Eingemachte geht. Das Recon 200 verfügt über ein metallverstärktes und recht robustes Kopfband. Die Ohrmuscheln sind drehbar, die kunstlederbezogenen Ohrpolster dick und weich. Das lässt auf hohen Tragekomfort schließen, trifft aber nur bedingt zu. Die Ohrmuscheln könnten gern einen Tick geräumiger sein, das Kopfband ist zudem etwas knapp bemessen.

Spieler mit großem Kopf werden damit nicht glücklich. Immerhin, der seitliche Anpressdruck wird durch die Polster gut abgefangen, sodass auch etwas längere Sitzungen kein großes Problem darstellen. Wer ganze Nächte durchzockt, sollte allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen und sich etwas Bequemeres suchen.

Hübsch ist der dezente Carbonlook der Kunststoffteile, der das matte Schwarz schön akzentuiert, aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass es sich eben doch nur um ein 60-Euro-Headset handelt. Standard halt, aber immerhin nicht billig wirkend. Für Voice-Chat steht euch ein Mikrofon mit Stummschaltung durch Hochklappen zur Verfügung, das seinen Zweck recht gut erfüllt. Klangliche Wunder dürft ihr nicht erwarten, aber die Sprachübertragung ist immerhin klar und deutlich. Alles in allem werden Haptik, Verarbeitung und Tragekomfort dem moderaten Preis weitgehend gerecht.

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