Test - Teufel Cinebar Pro 4.1 Set : Monstersoundbar mit Surroundeffekt

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Davon ab verfügt die Cinebar Pro zudem über Bluetooth 4.0 mit apt-X, sodass auch mobile Geräte verbunden werden können, um beispielsweise eure Playlists oder Streaming-Dienste durch die Soundbar zu jagen. Darüber hinaus ist Chromecast integriert und kann von entsprechenden Geräten angesteuert werden. Wer möchte, kann die Soundbar via Bluetooth mit entsprechenden Zusatzgeräten auch noch Alexa-tauglich machen. Wie das geht, beschreibt Teufel in einem Blog-Eintrag. Ansonsten befinden sich an der Rückseite noch Wandbefestigungsmöglichkeiten sowie integrierte Gummiriemen für das Kabelmanagement.

Ebenfalls zum Paket gehört eine Fernbedienung. Wahlweise via Display oder, bei Anschluss an den Fernseher per HDMI, über ein übersichtliches Menü lassen sich damit eine ganze Menge Einstellungen vornehmen. So könnt ihr die Entfernungen von Subwoofer, Soundbar und Rear-Speakern zu eurer Sitzpositionen festlegen und die Pegel von Sub und Rear anpassen. Für die Dynamore-Soundtechnik sind zudem die Abstände zu den seitlichen Wänden einstellbar, um ein möglichst optimales Klangbild zu erreichen. Sehr gut. Über das Menü werden auch zusätzliche Bluetooth-Geräte gekoppelt, was nur wenige Sekunden in Anspruch nimmt. Ein Testton ist ebenfalls vorhanden, um vor allem bei der Ersteinrichtung sicherzustellen, dass alle Speaker aktiv sind.

Mit den Tasten der Fernbedienung könnt ihr ansonsten alles justieren, was das Herz begehrt. Das beginnt bei der Quellenwahl, setzt sich fort über die Modi (2.1, 4.1 oder Pro Logic II) und endet bei den verschiedenen Stufen der Dynamore-Soundverbreiterung. Ebenfalls mit dabei sind Bedientasten für angeschlossene Bluetooth-Geräte sowie vier Preset-Schalter für Musik, Voice, Movie und Nightmodus. Die Lautstärke von Soundbar und Subwoofer kann separat geregelt werden, einzig für die beiden hinteren Boxen gibt es keine gesonderte Regelung. Richtig gut: Bässe und Höhen lassen sich ebenfalls mit der Fernbedienung einstellen, das ist bei Soundbars nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.

So weit, so gut, doch wie klingt das Ganze? Verflucht gut, um es kurz zu sagen. Positiv fällt vor allem die Ausgewogenheit des Systems auf, die Speaker sind richtig gut aufeinander abgestimmt. Die Bässe haben enormen Druck, ohne aber alles zu überdröhnen. Teufel-typisch haut euch der Subwoofer die tiefen Frequenzen knochentrocken um die Ohren. Die Mitten sind kraftvoll, überzeugen aber auch mit einer hervorragenden Sprachverständlichkeit. Die glasklaren Höhen ertönen ohne Zischeln oder Verzerrungen.

Wir haben einige Videospiele durch die Boxen gejagt. Hierbei gefielen uns vor allem die Dynamore-Einstellungen nebst Movie-Preset sowie die Rear-Speaker. Ein explizites Game-Preset ist nicht vorhanden. Bei Destiny beispielsweise gelingt es den Boxen wunderbar, das Schussgewitter und den orchestralen Soundtrack auseinanderzuhalten, sodass kein Soundbrei entsteht.

Der breite Dynamore-Sound mit dem Surroundeffekt der Rear-Speaker hinterließ besonders bei offenen Welten wie in The Division oder Shadow of the Tomb Raider ein tolles Mittendringefühl. Mit sprachlastigen Rollenspielen wie The Witcher 3 hat das System ebenfalls keine Probleme, da die Dialoge nie im Umgebungssound untergehen. Und Battlefield V, ohnehin eine der Referenzen in Sachen Sounddesign, ballerte uns das virtuelle Kriegsgeschehen fast schon beängstigend authentisch um die Ohren.

Beim Wechsel zur Musik ließen wir den Dynamore-Effekt weitgehend ungenutzt, außer bei Livemitschnitten, wo er gut zur Geltung kommt. Auch hierbei tolle Ergebnisse. Egal, ob wuchtige Double-Bassdrums, filigrane Akustikklänge oder orchestrale Klassik, die Cinebar Pro kam auch hierbei nie ins Schwitzen und zeigte sich von der ausgewogenen Seite. Natürlich kommt die Soundbar nicht an ein audiophiles Stereosystem heran, dennoch bewegt sich der Klang auf einem überaus hohen Niveau, das man einer Soundbar nicht unbedingt zutrauen würde.

Bei Filmen aller Art beeindruckt speziell die gute Abtrennung der Sprache vom restlichen Geschehen auf dem Bildschirm nebst dem breiten Klang und der guten Surroundwirkung. Epische Momente wie die Schlachten in Der Herr der Ringe kommen ebenso gut rüber wie wuchtige Gunfights in John Wick oder der monumentale Soundtrack eines Inception. Dialoglastige Filme profitieren von der guten Sprachverständlichkeit. Das Preset für die Voice-Anhebung ist so gut wie überflüssig, gefiel uns aber aufgrund des etwas unnatürlichen Klangs ohnehin nicht so gut.

Das Cinebar Pro 4.1 Set offeriert also nicht nur einen wuchtigen Soundwall, sondern entpuppt sich zudem als hervorragender Allrounder, der allen Anforderungen problemlos gewachsen ist. Erst recht, wenn die Speaker gut aufeinander eingepegelt und an die Sitzposition des Hörers angepasst werden. Sehr beeindruckend, was die Berliner Teufel da auf die Beine gestellt haben. Und dazu noch markerschütternd, denn Subwoofer, Soundbar und Boxen haben eine brachiale Lautstärkeleistung, mit der ihr jeden Nachbarn in den Wahnsinn treiben könnt.

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