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Preview - Sudden Strike 5 : Zu alter Stärke? Die legendäre Strategie-Reihe ist zurück

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Sudden Strike kehrt zurück – größer, offener und wuchtiger als je zuvor. Doch kann der fünfte Teil der Echtzeitstrategiereihe wirklich frischen Wind ins Genre bringen? Wir haben uns den neuesten Teil auf der Gamescom 2025 angesehen und verraten, ob die Serie ihr Comeback verdient.

Die Geschichte der Sudden-Strike-Serie reicht bis ins Jahr 2001 zurück. Fireglow Games entwickelte damals das von CDV vertriebene Echtzeitstrategiespiel und heimste für das Weltkriegsszenario Höchstwertungen ein. Sudden Strike 4, der jüngste Serienableger, erschien 2017 und orientierte sich stärker an dem Squad-basierten Company of Heroes.

Zu linear, zu geskriptet, zu wenig dynamisch – so lauteten die Kritikpunkte von Presse und Community. Entwickler Kite Games trägt dem im Nachfolger Sudden Strike 5 Rechnung und setzt auf Sandbox-Einflüsse. Das bedeutet: Ich hangele mich nicht mehr von einem Ziel zum nächsten. Stattdessen öffnet Sudden Strike 5 gleich zu Beginn die gesamte Karte, gibt mir wenige Hauptziele und noch mehr Freiheiten. Es gibt keinen idealen Weg mehr durch eine Mission, sondern individuelle Ansätze, die wiederum von den eigenen Vorlieben und Strategien abhängen.

Zurück an der Front

Mit 25 Missionen und über 300 spielbaren Fahrzeugen und Einheiten bietet das Spiel einen beachtlichen Umfang. Die vorgestellte Demo-Mission war der erste Einsatz der russischen Kampagne und spielte auf der Halbinsel Kertsch. 1941 landete die russische Armee dort und versuchte, die Achsenmächte von der Krim zu vertreiben. Jeder Einsatz in Sudden Strike 5 beginnt mit der Wahl des Kommandeurs, der wichtige Startbedingungen und grundlegende Vorteile festlegt.

Auf der ersten Karte gilt es, ein Basislager zu erobern. Doch das liegt am anderen Ende der Map, und dazwischen befinden sich zahlreiche weitere interessante Orte. Dort entdecke ich etwa Funkstationen oder Bahnhöfe. Diese haben nicht nur strategische, sondern auch spielerische Bedeutung. Bahnhöfe dienen zum Rekrutieren neuer Truppenverbände, die ich mit Prestigepunkten bestelle und wiederum durch das Bewältigen von Teilaufgaben verdient werden. Sehr schön: Schweres Gerät rollt hier nämlich per Zug an und wird eindrucksvoll präsentiert, wenn eine gewaltige Lokomotive Panzer an die Front bringt.

Alle taktischen Mittel sind recht!

Auch die Umgebung kann ich mir zunutze machen. Infanterie etwa lässt sich in Wäldern verstecken. So kann ich Späher aussenden, feindliche Lager überwachen oder Truppen für einen späteren Hinterhalt platzieren. Die Verteidiger wiederum können dem vorbeugen, indem sie Patrouillen losschicken oder Luftüberwachung einsetzen.

Auch das Wetter spielt eine Rolle: Schnee verringert die Sichtweite der Einheiten um bis zu 50 Prozent. Clever eingesetzt, ermögliche ich so plötzliche Angriffe oder verschleiere meine Flucht aus Zielgebieten. Es gilt, die Gegebenheiten bestmöglich auszunutzen. In einem gegnerischen Lager stoße ich beispielsweise auf einen führerlosen, wenn auch defekten Panzer. Mithilfe eines Mechanikers und weiterer Infanterietruppen kann ich ihn reparieren und gegen den Feind einsetzen. Ebenso kann ich mich in frisch eroberten Stellungen verschanzen und MG-Nester übernehmen.

In der Gameplay-Demo ergaben sich so packende Gefechte: Bazooka-Schützen zerschlugen bei einem Hinterhalt zahlenmäßig überlegene Panzerverbände. Beim Angriff auf ein feindliches Lager schickten die KI-Generäle zwar sofort Verstärkung von einem benachbarten Camp, liefen dabei aber in die vorbereiteten Befestigungen.

Alles unter Kontrolle

Im Vergleich zu Sudden Strike 4 setzt der Nachfolger stärker auf große Truppenverbände und weniger auf Squad-Action. Damit das Spiel überschaubar bleibt, erweiterte Kite Games die Gruppierungsfunktionen. Wie gewohnt erstelle ich Einheitentrupps und wähle sie über die Zahlentasten aus, kann sie aber nun mit wenigen Klicks neu kombinieren. Durch die optionale Pausenfunktion behalte ich selbst bei größeren Manövern die volle Kontrolle.

Auch die Bedienoberfläche wurde überarbeitet. Im Gegensatz zu früheren Projekten beauftragte Kite Games dafür einen eigenen Experten. Kleine Funktionen wie die Darstellung der Sichtlinien oder von Höhenunterschieden mögen banal wirken, sind aber Ergebnis dieser Fokussierung. Ziel ist es, dass Sudden Strike 5 komplex und dennoch handlich daherkommt, vor allem aber die wichtigsten Informationen auf einen Blick liefert.

Fazit

Olaf Bleich - Portraitvon Olaf Bleich
Vielversprechend, aber ...

Ich bin ja grundsätzlich immer dafür, dass man dem Spieler in Strategietiteln so viele Freiheiten wie möglich gönnt. Und genau das tut Sudden Strike 5 offenbar mit den Sandbox-Einflüssen und der offenen Herangehensweise an Missionsziele. Noch mehr beeindruckten mich in der Demo jedoch die taktischen Möglichkeiten auf Basis der Einheiten und Verstärkungstruppen.

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Wenn ich kurzerhand Panzer per Zug "einrollen" lasse oder Fallschirmjäger eintrudeln, freue ich mich nicht nur am Anblick, sondern auch daran, dass ein Plan (hoffentlich) aufgeht. Allerdings habe ich auch Zweifel an der Kampagne: Wie abwechslungsreich bleiben die Missionen, wenn sie stets nach einem ähnlichen Muster ablaufen? Das Kartendesign dürfte hier eine entscheidende Rolle spielen.

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