Preview - Subnautica 2 : Angespielt: Ein Ozean voller Potenzial
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Da schien den Fans ja das salzige Meerwasser bereits im Mund zusammenzulaufen! In den ersten 12 Stunden nach dem Early-Access-Start gingen bereits über zwei Millionen Versionen von Subnautica 2 über die digitale Ladentheke. Kein Wunder, schließlich hat die Reihe seit dem Original Unter-Wasser-Survival-Game vor über einem Jahrzehnt eine treue Community aufgebaut, die sehnsüchtig auf eine Fortsetzung wartet. Aber was macht der Nachfolger anders? Und lohnt sich der Einstieg in der Early-Access-Phase wirklich?
Die Handlung von Subnautica 2 tunkt euch ohne langes Vorspiel mit dem Gesicht voran tief ins Chaos. Das gigantische Kolonieschiff CICADA ist nach einer katastrophalen Fehlfunktion in tausend Stücke zerbrochen und verteilt sich nun über den Meeresboden eines bislang unbekannten Ozeanplaneten. Von der Besatzung ist kaum etwas übrig, die meisten Kolonisten sind verloren, ihre Technologie und Rohstoffe liegen still im Wasser. Einzig die KI der CICADA besteht beharrlich darauf, dass die ursprüngliche Mission trotzdem abgeschlossen werden muss.
Und weil eine KI ja niemals falsch liegen kann, schnallt ihr euch euren Scanner an die Schulter, greift zum Abbau-Werkzeug und macht euch an die Arbeit. Was folgt, ist eine Mischung aus packender Erkundung, knallharter Ressourcenverwaltung und der ständigen Angst, als unansehnliche Wasserleiche in einem Wrack oder einer Höhle zu enden.
Atemberaubend schön
Was Subnautica 2 vom ersten Moment an beeindruckend macht, ist der visuelle Auftritt. Dank der Unreal Engine 5 wirkt das Wasser noch … wässriger als im Vorgänger, Licht bricht sich realistischer zwischen Korallen, Fischen und Wrackteilen. Sonnenstrahlen, die durch eine Risskante im Meeresboden fallen, und Schlickpartikel, die im Schein eurer Lampe tanzen schaffen eine visuelle Tiefe, die man so im Survival-Genre selten erlebt.
Und dort, wo es dunkel wird, wird es dann auch noch unheimlich. In der offenen See mag die Welt noch paradiesisch bunt wirken, aber sobald ihr euch in enge Höhlen, rostige Wracks oder tiefere Schlünde wagt, kippt die Stimmung schnell. Dann sind es nicht mehr nur bunte Korallen und neugierige Seepferdchen, sondern Schatten, unidentifizierbare Klänge und permanente unterschwellige Bedrohung, die euch begleiten.
Im Gegensatz zu vielen modernen Survival-Games nimmt Subnautica 2 nicht mit einer strikt vorgegebene Questreihe an die klitschnasse Hand. Stattdessen ist die Welt selbst euer Leitfaden. Audio-Logs, Notfall-Bojen und Datenfragmente von früheren Forschern sind euer Kompass. In der Nähe dieser verstreuten Hinweise findet ihr oft Ressourcen oder Technologien, die ihr dringend braucht.
Köpfchen unter Wasser
Dieses „organische Storytelling“ funktioniert hervorragend, weil es euch dazu anhält, die Gegend zu erforschen, zu entdecken und zu kombinieren. Das ist manchmal frustrierend, aber immer immersiv. Regelmäßig meldet sich eure KI und weist euch auf interessante Punkte in der Nähe hin. Leider fehlt im Moment noch eine Form von Priorisierung oder Einordnung der gefundenen Notfall-Bojen und Audio-Logs.
Bedeutet, dass ihr euch vielleicht daran erinnert, dass es in der Nähe einer Boje viel Silber gab, aber nicht, welche Boje das war. Und aktuell ist es auch gar nicht so leicht herauszufinden, welche Orte, die euch eure KI markiert hat, noch zu entdecken sind und an welchen ihr schon wart. Hier soll aber bereits das kommende Update Abhilfe schaffen.
Doch selbst mit den kommenden QoL-Features wird Subnautica 2 kein lauwarmer Schnorcheltrip im hüfthohen Kinderbecken. Neben dem Erkunden müsst ihr clever planen, eure Vorräte im Blick behalten und taktisch entscheiden, welche Bereiche ihr zuerst angeht. Die Möglichkeit, eigene Basen zu errichten, liefert nicht nur eine trockene Zuflucht, sondern auch einen zentralen Stützpunkt für eure Aktivitäten.
Wiederbelebungspunkte, Raffinerien, Lagerräume und Module fürs Crafting wachsen, je weiter ihr die Welt ergründet, und es ist ein unfassbarer Moment, wenn aus einem Häufchen Metall, das ihr vom Meeresboden gekratzt habt, eure erste richtige Unterwasserbehausung entsteht.
Eine besondere Art des Fortschritts ermöglicht euch euer offenbar recht instabiles Erbgut. Einige sehr seltene Pflanzen haben Einflüsse auf eure DNA und verleihen euch somit neue Fähigkeiten wie Hitze- oder Druckresistenz. Erst, wenn ihr diese neuen Eigenschaften freigeschaltet habt durch den Kontakt mit dieser speziellen Flora, öffnen sich bislang unzugängliche Bereiche des Meeres. Natürlich sind besagte Pflanzen schwer zu erreichen und werden von furchteinflößenden Kreaturen bewacht. Wer glaubt, Unterwasser-Survival sei idyllisch, den wird Subnautica 2 recht schnell eines Besseren belehren.
Die Untiefen des Early Access
Seit dem 14. Mai ist Subnautica 2 im Early Access spielbar, und bereits mit den aktuellen Inhalten könnt ihr euch gut zwei Dutzend Stunden beschäftigen. Wenn ihr eure Basen noch weiter ausbaut und das Meer mehr erkundet, ist entsprechend mehr (bzw. mehr Meer) drin. Entwickler Unknown Worlds hat angekündigt, dass der Early Access über 2-3 Jahre laufen soll.
Eine der größten Neuerungen ist dabei definitiv der neue Multiplayer-Modus. Bis zu vier Spieler können nun gemeinsam die Untiefen erforschen. Dank Cross-Play funktioniert das sogar zwischen PC und Xbox. Im Moment steckt der Multiplayer-Modus aber noch in den Kinderschuhen, etwa weil Fortschritt und Items noch nicht über Sitzungen hinweg geteilt werden. Ein Blick auf die Early-Access-Roadmap macht jedoch Hoffnung. Mit kommenden Patches sollen Voice-Chat, Emotes, Handel, Wiederbelebung und Anpassungen folgen, die aus einer seichten Koop-Spielerei eine gemeinsame Survival-Erfahrung mit Tiefgang machen könnten.
Die Early-Access-Phase liefert bereits jetzt ein dickeres Paket als viele Vollpreise zum Launch und mit der Multiplayer-Erweiterung steht potenziell ein weiterer Grund bereit, immer wieder einzutauchen. Wenn das Team die versprochene Roadmap so abliefert, könnte Subnautica 2 einer der großen Survival-Hits der nächsten Jahre werden.


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