Test - Strania – The Stella Machine : Mit Laserschwert zur Schießerei

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Game over heißt Game over. Da kennt Strania - The Stella Machine keine Gnade. Sobald eure Continues aufgebraucht sind und euer letztes Lebenslicht ausgeblasen wurde, müsst ihr von vorne beginnen. Das klingt nicht nur nach einem klassischen Vertikal-Shooter, der Download-Titel aus dem Xbox-Live-Marktplatz ist tatsächlich klassisch durch und durch. Und sehr japanisch, was neben dem Anime-Stil der Hauptfiguren auch eure Fluggeräte offenbaren: Dabei handelt es sich nämlich um Standard-Mechs, wie wir sie aus dem fernen Osten schon oft gesehen haben.

Trotz der japanischen Vorliebe für sogenannte Bullet-Hell-Shoot-'em-ups handelt es sich bei Strania - The Stella Machine nur stellenweise um eines dieser Genreexemplare, die euch mit extrem dichten Schusswolken eindecken. Die meiste Zeit steht euch vergleichsweise viel Navigationsraum zur Verfügung. Zusammen mit der Tatsache, dass sich eure tatsächliche Trefferzone auf einen kleinen Kasten in der Mech-Mitte beschränkt, könnte man nun fälschlicherweise auf den Gedanken kommen, Strania wäre leicht. Ein tödlicher Irrtum. Strania ist höllisch schwer und lässt spätestens bei der Konfrontation mit dem letzten von mehreren großen Endbossen auch geübten Spielern die Zornesröte ins Gesicht schießen.

Hinzu kommen die vielen hektischen Situationen, die vor allem im Zweier-Koop extrem unübersichtlich und verwirrend gemacht sind. Im Gegensatz zur trotz 3-D-Hintergründen eher langweiligen grafischen Gestaltung sehen die Explosionen richtig schick aus, verschlimmern aber aus spielerischer Sicht das Chaos nur noch. Leider erfreut der Weltraum-Shooter auch eure Ohren nicht: Die teilweise unangenehmen Sound-Effekte können sogar richtig nerven. Damit hätten wir aber zumindest schon mal alle Negativpunkte abgehakt.

Möge die Macht mit euch sein

In das Waffensystem ist offensichtlich richtig Hirnschmalz geflossen. Dieses stellt auch den Hauptkaufgrund für alle interessierten Genre-Fans dar, die über die erwähnten Mängel hinwegsehen können und einen hohen Schwierigkeitsgrad zu schätzen wissen. Grundsätzlich könnt ihr drei Waffen bei euch tragen: zwei vorne und eine hinten im Waffenmenü positioniert, das ihr nach Wunsch auch durchrotieren könnt. Je nach Situation solltet ihr diese Möglichkeit auch reichlich nutzen, ansonsten kommt ihr nicht weit. Taktik ist also gefragt - und das schon beim Einsammeln der Waffen.

Bestimmte Behälter und manche Feinde spucken die Wummen für euch aus. Je nachdem, ob ihr euch diese dann von rechts oder von links unter den Nagel reißt, wird die jeweilige Knarre dann an der entsprechenden Position im beschriebenen Rotationsmenü platziert. Ihr solltet euch allerdings nicht einfach alles krallen, was euch begegnet, sondern lieber die einzelnen Abschnitte der Spielstufen auswendig lernen und die jeweils beste Waffenkombination dafür wählen. In engen Gängen zahlt sich zum Beispiel das für Ballerspiele ungewöhnliche Laserschwert á la ″Star Wars″ aus, das zwar natürlich eine geringe Reichweite besitzt, aber im Nahkampf richtig auftrumpft.

Fazit

Michael Zeis - Portraitvon Michael Zeis
Strania – The Stella Machine ist trotz seiner offensichtlichen Mängel gar nicht mal so schlecht. Es gibt sich nur nicht allzu viel Mühe, auch den Spielern zu gefallen, die nicht zu den Hardcore-Shooter-Fans gehören. Das beginnt schon damit, dass es viele im Xbox-Live-Marktplatz dank der japanischen Betitelung gar nicht erst finden werden. Auch sieht es nicht hübsch aus und malträtiert eure Lauscher mit nervenden Effekten. Aber spielerisch kann es durchaus was und die gigantischen Bosse zu besiegen, schafft aufgrund des fiesen Schwierigkeitsgrades ein gewisses Gefühl der Befriedigung. An die Klasse und Originalität eines Ikaruga, das ebenfalls für die Microsoft-Konsole erhältlich ist, kommt Strania mit seiner Standardkost aber in keinem Moment heran.

Wertung

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