Test - Sound BlasterX G6 : Upgrade der externen Soundkarte

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Richtig fein ist der 10-Band-Equalizer, der es auch erlaubt, eigene Profile zu erstellen, von denen bis zu drei auf der G6 gespeichert werden können. Lästig ist nur, dass ihr für die Konsolennutzung die Konfiguration erst am PC vornehmen müsst. Einziges echtes Manko der Software ist, dass die Mikrofoneinstellungen nicht leicht zu finden sind, sondern sich in den globalen Einstellungen verstecken. Das sollte Creative bei Gelegenheit verbessern.

Der Klang der Sound BlasterX G6 im Vergleich mit einer Onboard-Lösung ist um Welten besser. Allein schon die deutlich höhere Lautstärke ist ein Pluspunkt. Hinzu kommen knackigere, klarere Höhen, ein umfangreicher und gut definierter Mittenbereich und richtig volle Bässe mit deutlich mehr Volumen als vom Soundchip. Die verschiedenen Surround-Optionen sind ebenfalls ein Pluspunkt. Wer sich mit den Einstellungen beschäftigt, kann eine Menge aus dem Sound von PC oder Konsolen herausholen. Das lohnt sich, vor allem wenn ein hochwertiges Headset auf dem Kopf sitzt. Aber auch preiswertere Brüllbügel profitieren von den Klangverbesserungen.

Der Lieferumfang geht ebenfalls in Ordnung. Neben dem USB-Kabel liegt noch ein TOSLINK-Kabel bei, wenn auch beide relativ kurz sind. Lediglich das Handbuch schwächelt arg, eine ausführlichere Bedienungsanleitung kann aber auf der Creative-Website heruntergeladen werden.

Greift zu, wenn...

… ihr darauf aus seid, vor allem bei Kopfhörernutzung mehr aus eurem PC-Sound herauszuholen, und nicht abgeneigt seid, auch den Konsolen etwas mehr Schmackes zu verpassen.

Spart es euch, wenn...

… ihr mit eurem Onboard-Sound zufrieden seid oder ein USB-Headset benutzt.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Starkes Extra für Klangfetischisten

Wer viel mit dem Kopfhörer zockt und mit dem Onboard-Sound seines PC unzufrieden ist, sollte der Sound BlasterX G6 einen genaueren Blick schenken – zumindest, wenn ein analoges Headset mit Klinkenanschluss im Einsatz ist. Die kleine Box gibt nicht nur schlappen Lautstärken mehr Wumms, sondern möbelt die Klangwelten auch allgemein ordentlich auf, egal ob am PC oder an der Konsole. Allerdings muss man bei der Konsolennutzung einige Abstriche in Kauf nehmen, zumindest im Bereich Virtual 7.1 und bei der Sprachkommunikation auf Switch und Xbox One.

Das volle Potenzial gibt es natürlich am PC. Dort können dank umfangreicher und ordentlich bedienbarer Software zahlreiche Presets genutzt, aber auch massig eigene Einstellungen inklusive 10-Band-Equalizer vorgenommen werden. Die kleine und robuste, fast unscheinbare Box entpuppt sich als vollwertige Soundkarte mit nahezu allem, was das Herz begehrt. Gerade wer ohnehin schon ein hochwertiges Headset sein Eigen nennt, kann mit der G6 noch viel mehr daraus hervorkitzeln.

Überblick

Pro

  • umfangreiche Einstellmöglichkeiten
  • dank verschiedener Eingänge an vielen Plattformen nutzbar
  • großer Impedanzbereich
  • erhöhter Rauschabstand
  • 32-bit / 384 kHz DAC
  • Xamp mit separater Kanalverstärkung
  • robustes und kompaktes Gehäuse
  • Virtual 7.1 (am PC)
  • simple Bedienung

Contra

  • Mikrofoneinstellungen in der Software recht versteckt
  • keine Game-Chat-Balance

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