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News - RAM-Krise : Nicht gut, ab Februar keine Crucial-Arbeitsspeicher mehr

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    Wie kürzlich berichtet, klettern derzeit die Preise für Arbeitsspeicher gewaltig, aufgrund massiver Nachfrage von Data Centers für KI. Nun scheint ein Hersteller ganz aus dem Privatsektor auszusteigen. 

    Oiweh, da kommen düstere Zeiten auf PC-Besitzer zu, und auf die, die es werden wollen. Aktuell klettern die RAM-Preise massiv mit sinkender Verfügbarkeit. Grund hierfür ist das immense Wachstum im KI-Bereich, für das immer neue Serverfarmen und Datenzentren aufgebaut werden. Dementsprechend steigt die Nachfrage nach High-End-Arbeitsspeicher, dessen Produktion die Kapazitäten für Customer-RAM spürbar beeinträchtigt. Und nun gibt es weitere schlechte Nachrichten.

    Micron will offensichtlich aus dem Privatkundenbereich aussteigen, um sich mehr den Business-Kunden zuzuwenden und das ist gar nicht gut. Wem der Name Crucial etwas sagt: genau das ist die Consumer-Marke von Micron, die einen nicht ganz kleinen Stellenwert bei PC-Komponenten hat und immer wieder durch gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auffiel. Micron will nun ab Februar 2026 keine Arbeitsspeicher mehr für Privatnutzer anbieten und offenbar sogar die gesamte Marke zu den Akten legen. 

    Micron sagt, dass die Nachfrage nach Speicher und Speicherplatz wegen der KI-Rechenzentren gewaltig ist, und hat am Mittwoch angekündigt, dass die "schwierige Entscheidung getroffen wurde, aus dem Crucial-Geschäft für Verbraucher auszusteigen, um die Versorgung und den Support für ihre größeren, strategischen Kunden in schneller wachsenden Bereichen zu verbessern".

    Das dürfte für eine weitere Verknappung sorgen, nachdem Samsung und SK Hynix bereits verkündet haben, vor allem den Business-Sektor zu beliefern, ohne aber nennenswert die Produktion zu erhöhen. Derzeit wird damit gerechnet, dass die RAM-Krise dadurch mindestens bis 2028 anhalten könnte. Damit werden künftig nicht nur Arbeitsspeicher für uns teurer, sondern natürlich auch PCs, Handhelds und möglicherweise auch Konsolen. 

    Eine weitere Äußerung seitens Micron lässt aufhorchen: "Diese Entscheidung zeigt, wie sehr Micron sich für die Umgestaltung seines Portfolios einsetzt und sein Geschäft auf langfristige, profitable Wachstumsbereiche im Bereich Speicher und Speichersysteme ausrichtet. Indem Micron sich auf seine Kernsegmente Unternehmen und Handel konzentriert, will es seine langfristige Geschäftsleistung verbessern und Wert für strategische Kunden sowie Stakeholder schaffen."

    Das wirft nämlich die Frage auf, inwieweit der SSD-Markt demnächst auch betroffen sein wird, denn Micron will nicht nur die RAM-Produktion für den Privatsektor aufgeben, sondern die Marke Crucial komplett dicht machen. Bisher ist die dortige Preisentwicklung noch moderat, das kann sich aber schnell ändern, wenn ein weiterer Anbieter abspringt oder auch dort die Nachfrage steigt. 

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