Länderauswahl:
Du wurdest von unserer Mobile-Seite hierher weitergeleitet.
Anzeige

Schweizer Markt für Apps wächst – Profitieren auch Online-Casinos?

Mobilität und Digitalisierung sind ein zentraler Themenkomplex in der heutigen Zeit, der in vielen Bereichen der Gesellschaft erkennbar ist; so auch auf dem Markt für Apps. In vielen Ländern und Regionen nimmt die Relevanz von mobilen Endgeräten und den damit verbunden Apps stetig zu. Die Schweiz bildet dahingehend keine Ausnahme – ganz im Gegenteil! Der Markt für Apps verbucht im Alpenstaat seit Jahren ein enormes Wachstum. Zeitgleich ist seit 2019 das Online-Glücksspiel unter bestimmten Voraussetzungen legal. Sind also Online-Casinos angesichts der Entwicklungen die großen Profiteure?

Online-Casinos bieten viele verschiedene Glücksspiele per App an. Bildquelle: Carl Raw / Unsplash

 

Die moderne Welt ist schnelllebig, heißt es im Volksmund. Oftmals als Stammtischfloskel abgetan, hat diese Lebensweisheit doch seine Daseinsberechtigung. Die heutige Gesellschaft hat sich schlichtweg verändert und kämpft mit neuen Herausforderungen. Daraus ist ein Wandel in Kraft getreten, der vor allem die Mobilität und die Digitalisierung ins Zentrum der Aufmerksamkeit geschoben hat. Apps für mobile Endgeräte sind entsprechend eine logische Konsequenz.

Der Bedarf und das Potenzial für mobile Apps ist weltweit steigend – so auch in der Schweiz. So erfolgten laut Statista rund 40 Prozent aller Web-Aufrufe im Jahr 2020 über mobile Endgeräte. Die Entwicklung des Marktes sei dabei laut Experten und Marktanalysten noch lange nicht abgeschlossen. Immer mehr Unternehmen fokussieren sich darauf, eine eigene App zu kreieren, um das gigantische Potenzial des mobilen Marktes auszuschöpfen. Diese branchenübergreifende Entwicklung hat auch die Glücksspielindustrie in der Schweiz erfasst.

 

Beste Casino-Apps

Das Online-Glücksspiel erlebt seit geraumer Zeit Hochkonjunktur. Insbesondere im Coronajahr 2020 ist der Markt für digitale Glücksspiele enorm gewachsen. Durch den Lockdown haben viele Menschen die unterschiedlichen Apps der Online-Glücksspielanbieter für sich entdeckt und so ein neues Hobby entwickelt. Dabei ist die Auswahl auf dem Markt ziemlich groß – für einen Überblick der besten Mobile-Casino-Spiele sorgt hier besteonlinecasinos.ch/mobile.

Einen ähnlichen Boom erlebt auch die Gamingbranche, die ebenfalls durch die Corona-Pandemie profitiert hat. Doch auch schon vor der Krise befand sich der Industriezweig in einer Wachstumsspirale. Insbesondere das Mobile Gaming sorgt dabei für immensen Zulauf und steigende Umsatzzahlen.

 

Online-Glücksspiel in der Schweiz

Gleichwohl die Relevanz von Online-Casino-Apps weltweit steigt, darf gerade in der Schweiz die rechtliche Grundlage nicht vernachlässigt werden. Der Alpenstaat verfolgt im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Staaten eine sehr restriktive Gangart für das nationale Online-Glücksspiel.

Als Basis dient das Neue Geldspielgesetz (BGS), das seit Januar 2019 gilt. Es vereint das bisherige Spielbankengesetz (1998) und das Lotteriegesetz (1923). Der Rechtsrahmen regelt dabei nicht nur das digitale, sondern auch das analoge Glücksspiel. Demnach sind unter anderem Roulette, Blackjack und Spielautomaten ausschließlich in Casinos erlaubt. Glücksspiele außerhalb lizensierter Einrichtungen gelten als illegal. Zusätzlich gelten strikte Maßnahmen für Spieler- und Jugendschutz.

Das BGS erlaubt es landesbasierten Casinos ihr Spielangebot auch Online zu offerieren – sowohl im Browser als auch per App. Derzeit gibt es folgende Online-Angebote in der Schweiz: Bern, Interlaken, Davos, Pfäffikon, Baden, Luzern, Lugano und Meyrin. Auch wenn die jeweiligen Online-Casinos an die terrestrischen Standorte angebunden sind, kann die schweizerische Spielgemeinde aus dem gesamten Land auf sie zugreifen.

 

Ausländische Online-Casinos

Mit dem BGS hat die Schweiz nicht nur das Online-Glücksspiel liberalisiert, sondern auch die Bekämpfung des illegalen Geldspiels verschärft. So können ausschließlich die landesbasierten Casinos innerhalb des Landes eine Konzessionserweiterung für eine Online-Präsenz erwirken. Diese wird vom Bundesrat und von der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK), der nationalen Glücksspielbehörde, vergeben.

Ausländische Online-Casinos und Glücksspielbetreiber haben nicht die Möglichkeit, auf dem schweizerischen Glücksspielmarkt tätig zu werden. Ihre Apps befinden sich auf einer Schwarzen Liste und werden durch das IP-Blocking ausgesperrt. Spielende in der Schweiz können entsprechend auf viele Top-Casino-Apps nicht zugreifen.

Ihre Vorgehensweise begründen Regierung und ESBK darauf, dass die Online-Spielangebote der im Ausland ansässigen Betreiber nicht der eigenen Aufsicht unterliegen und damit nicht den Sozialschutz- oder Geldwäschebestimmungen des Geldspielgesetzes entsprechen. Darüber hinaus zahlen die ausländischen Online-Casinos weder Steuern noch Abgaben in der Schweiz.

 

Potenzial bleibt unausgeschöpft!

Die strikte Glücksspielgesetzgebung in der Schweiz macht es der überwiegenden Mehrheit der Online-Casinos unmöglich, im Alpenstaat zu operieren. Internationale Top-Anbieter sind im Land weder über App noch über Browser zugängig, da sie durch das Sperrsystem blockiert werden. Dadurch sind sie nicht in der Lage, von der positiven Entwicklung der mobilen Apps zu profitieren. Heißt im Umkehrschluss: Das Potenzial bleibt unausgeschöpft.

 

Situation in Deutschland

Einen gänzlich andere Status quo herrscht in Deutschland vor. Die Bundesrepublik verfolgte vor nicht allzu langer Zeit einen ähnlichen Ansatz wie die Schweiz und setzte auf eine Monopollösung. Der heimische Glücksspielmarkt verbot lange Zeit sogar komplett das Online-Glücksspiel und ermöglichte Glücksspiele in einer enorm restriktiven Phase ausschließlich über staatliche Einrichtungen.

Seit dem 01. Juli 2021 gehört die konservative Handhabung des Glücksspiels jedoch der Vergangenheit an. Mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) haben die Minister der Bundesländer in Zusammenarbeit ein zeitgemäßes und modernes Glücksspielgesetz ausgearbeitet, das eine neue Zeitrechnung für die hiesige Industrie eingeläutet hat.

So erlaubt der GlüStV lizensierte Online-Casinos auf dem deutschen Markt. Die Konzessionen müssen dabei aus Ländern mit anerkannten Glücksspielbehörden stammen – etwa aus Malta, Großbritannien und Gibraltar. Viele Online-Casinos, die in Deutschland legal tätig sind, verfügen zudem über eine Lizenz aus Schleswig-Holstein. Das nördlichste Bundesland wagte zeitweise einen Alleingang und erlaubt das Online-Glücksspiel. Entsprechend wurden Lizenzen an interessierte Anbieter vergeben, die bis heute rechtskräftig sind.

Derzeit regiert ein Lizenz-Flickenteppich den Online-Glücksspielmarkt. Die Apps der jeweiligen Anbieter basieren auf verschiedenen Konzessionen, was per se kein Rechtsbruch ist, dennoch bürokratischen und regulativen Aufwand mit sich bringt. Um eine Vereinheitlichung in diesem Bereich zu erwirken, soll eine bundesweite Glücksspielbehörde im nächsten Jahr ihre Arbeit aufnehmen, die unter anderem für ein neues Lizenzverfahren verantwortlich sein wird.

 

Europäische Union macht den Unterschied

Die Schweiz ist bekanntlich kein Mitglied der Europäischen Union. Folglich ist das Land nicht an etwaige EU-Richtlinien und -Gesetze gebunden. Der Umgang mit dem Online-Glücksspiel obliegt einzig und allein dem Alpenstaat. Eine obere Instanz existiert nicht. Für Deutschland gilt dieses Hoheitsrecht nicht. Die Bundesrepublik muss sich an geltende EU-Gesetze halten, was gerade innerhalb der hiesigen Glücksspielbranche für viel Tumult gesorgt hat.