Test - Runaway: A Twist of Fate : Von Untoten und Irrenhäusern

  • PC
Von Kommentieren

Brian und Gina sind zurück. Runaway-Fans wird es freuen, dass mit dem dritten Teil der Reihe endlich die Handlung des Vorgängers zu Ende gebracht wird. Lagen die Wertungen für Runaway: The Dream of the Turtle zwar fast überall im oberen Bereich, so gab es neben dem heftig kritisierten Ende doch noch einiges andere zu bemängeln. Ob die Fortsetzung es besser gemacht hat, konnten wir für euch überprüfen.

Wie konnte das passieren?

Wird Brian Gina retten? Das fragte man sich am Ende des letzten Teils. Wie schön, dass die Dame gleich zu Beginn des Spiels wieder auftaucht: zu Brians Beerdigung! Was ist geschehen? Diese und auch die offenen Fragen aus dem letzten Teil werden in Runaway: A Twist of Fate beantwortet. Zur Beruhigung der Fans: Schon zu Beginn erfahrt ihr, dass Brian seinen Tod nur vorgetäuscht hat und zum Glück noch unter den Lebenden weilt. Trotzdem spielt ihr im ersten Kapitel nur Gina, was in den ersten beiden Teilen noch nicht möglich war. Und sie wird auch gleich ins kalte Wasser geworfen, denn schon die Rätsel, die ihr am Anfang lösen müsst, sind nicht ohne.

Rätsel: reichlich und rabiat

Die Rätselkost ist auch im restlichen Spiel nichts für Warmduscher. Profis wird das freuen, doch auch Einsteiger werden nicht ganz allein gelassen. Neben einer Hotspot-Funktion gibt es nämlich auch eine waschechte Rätselhilfe, die auf originelle Weise ins Spiel integriert ist. Mit der F1-Taste werdet ihr ins Entwicklerstudio verbunden, wo euch ein freundlicher Mitarbeiter den einen oder anderen hilfreichen Hinweis zu einem noch nicht gelösten Rätsel gibt. Zu viel wird dabei nicht verraten, aber immer genug, um euch auf die richtige Fährte zu setzen. Die Rätsel beschränken sich auf reine Kombinations- und Inventaraufgaben, was in Anbetracht der Puzzle- und Minispielflut in vielen aktuellen Titeln durchaus positiv zu bewerten ist.

Wurden beim letzten Teil der Reihe vor allem auch die zum Ende hin immer absurder werdenden Rätsel kritisiert, macht es Runaway: A Twist of Fate um einiges besser. Trotzdem erscheinen manche Rätsel immer noch unlogisch. Da gerade diese aber unter anderem im Irrenhaus-Teil der Geschichte auftreten, lässt sich dies vielleicht noch durch das Setting erklären. Eine so geballte Anhäufung an nicht nachvollziehbaren Rätseln wie im letzten Teil ist hier allerdings zum Glück nicht zu verzeichnen. Jedes Kapitel beginnt mit einer klaren Aufgabenstellung, die zum Teil nur abgehakt werden muss. Das macht das Spiel aber nicht einfacher, sondern nur übersichtlicher.

Runaway 3 - Gina Timmins Trailer
Auch im dritten Teil der Adventure-Serie Runaway wird Gina Timmins wieder eine Hauptrolle bekommen; wie diese aussieht, verrät der neue Trailer.

Zusätzlich bleibt auch das Inventar immer schön aufgeräumt. Allzu viele Gegenstände müsst ihr nie mit euch herumschleppen und fast alle ergeben bei den Rätseln auch Sinn. Anzumerken ist allerdings, dass gerade die Rätsel in den ersten beiden Kapiteln für Einsteiger eine ziemlich hohe Hürde darstellen dürften, während der Schwierigkeitsgrad in der Mitte des Spiels wieder etwas nachlässt. Das kann aber auch mit der Erzählweise der Geschichte zusammenhängen. Gerade in einem Kapitel, das zur Zeit des zweiten Teils von Runaway spielt, wird es besonders einfach. Möglicherweise handelt es sich hierbei auch um eine herausgeschnittene Passage, die nicht mehr den Weg in die endgültige Fassung des letzten Teils gefunden hatte.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel