Test - Roccat AIMO : RGB-Dreierpack: Kone, Khan und Horde im Test

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Roccat Kone AIMO

Der dazu passende Nager hinterlässt etwas gemischtere Eindrücke, was vor allem am vergleichsweise hohen Gewicht von 130 Gramm und dem etwas klobigen Design liegt. Gerade wer etwas kleinere Hände hat oder leichtgewichtigere Mäuse bevorzugt, wird mit der Kone wohl nicht ganz glücklich werden. Hinzu kommt, dass die Maustasten einen etwas stärkeren Druck bevorzugen und dem einen oder anderen vermutlich nicht leichtgängig genug sein werden.

Ansonsten gibt es aber recht wenig zu bemängeln. Der 12.000-dpi-Owl-Eye-Sensor verrichtet beim Zocken seine Arbeit gut und präzise. Die beiden oberen Daumentasten sind (gerade noch) gut erreichbar, hinzu kommt eine weitere Daumentaste auf der Daumenablage. Dank eines etwas härteren Druckpunkts kann sie kaum aus Versehen ausgelöst werden. Das Mausrad ist leichtgängig mit einer gut spürbaren Rasterung. Die dpi-Schalter sind ebenfalls gut erreichbar.

Die vier Lightstrips bilden einen hübschen Kontrast zur mattschwarzen Oberfläche. Einziger Nachteil: Reinigen ist aufgrund des Designs nicht ganz so einfach. Ansonsten sind mit 1.000 Hz Polling Rate, Onboard-Speicher und 32-bit-ARM-CPU alle Features vorhanden, die man von einer guten Maus erwarten darf. Die SWARM-Software bietet darüber hinaus zahlreiche Einstelloptionen, darunter Beleuchtung, Scrolltempo des Mausrads, dpi-Belegung, Abfragerate und Lift-off. Insgesamt also eine grundsolide Maus, deren Ergonomie man allerdings mögen muss.

Roccat Horde AIMO

Schon auf den ersten Blick entpuppt sich die Horde-Tastatur als schwächstes Glied des Trios. Zwar verfügt sie über reichlich Extras wie Makrotasten an der linken Seite sowie eine ganze Reihe Multimedia- und Zusatztasten nebst eines Drehreglers, kompatibel zur Windows-10-Dial-Funktion. Doch das Kunststoffgehäuse strahlt ebenso wenig Hochwertigkeit aus wie die etwas klapprigen Zusatztasten oder das ziemlich locker wirkende Drehrad. Immerhin liegt eine abnehmbare und recht bequeme Handballenauflage bei, dafür gibt es aber keine USB-Passthroughs. Die Rutschfestigkeit ist immerhin okay, aufgrund des recht geringen Gewichts aber nicht perfekt.

Die Horde AIMO verfügt über sechs beleuchtbare Zonen, die ebenfalls mit der SWARM-Software gesteuert werden. Schön geht aber anders. Die Beleuchtung der einzelnen Tasten ist zum einen sehr blass, zum anderen auch noch ungleichmäßig, was man insbesondere bei der Windows-Taste wunderbar erkennen kann. Somit wird die Horde AIMO zum hässlichen Entlein des Trios.

Ein interessanter Aspekt ist die sogenannte Membranical-Tastatur. Roccat versucht, einer Membrantastatur ein Tippverhalten zu verpassen, das möglichst nah an einer mechanischen Tastatur sein soll. Das gelingt allerdings nur bedingt. Die Tasten der Horde sind deutlich näher am typischen Druckpunkt eines Rubberdome-Keyboards, wenn auch einen Tick präziser und natürlich deutlich leiser als mechanische Schalter. Das ist Gewöhnungssache. Im Grunde gefällt uns das Tastenverhalten ganz gut, sowohl fürs Zocken als auch das Arbeiten. Aber an das einer guten mechanischen Tastatur kommt es einfach nicht heran.

Prinzipiell ein netter Versuch, zumal ARM-CPU und integrierter Speicher an Bord sind, doch für den Preis von 89,99 Euro bekommt man spürbare bessere mechanische Tastaturen, die zwar weniger Funktionen bieten, als Gesamtpaket allerdings einfach zockerfreundlicher ausfallen. Daher ist die Horde AIMO eher etwas für diejenigen, die unbedingt das Roccat-Triple vervollständigen wollen und zu entsprechenden Kompromissen bereit sind.

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