Special - Kolumne: Robin streikt : Warum mir VR egal ist

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Die Vorbestellung der PlayStation VR hat mich stark verwundert. Kaum war sie auf Amazon erhältlich, war die erste Ladung der neuen Datenbrille innerhalb weniger Minuten vergriffen. Sicherlich haben sich viele vom Hype der offiziellen Ankündigung anstecken lassen, nachvollziehen kann ich das aber nicht. Generell lässt mich das Thema einfach kalt. Oculus Rift hier, Steam VR da. Ich hab noch viel zu viele Zweifel, ob sich diese Technik durchsetzt. Ich sage: VR ist mir egal – und das wird sich so schnell auch nicht ändern. Hier sind meine Gründe.

1. Man kann alle Brillen nicht länger als 15 Minuten tragen, ohne ein flaues Gefühl im Magen zu bekommen.

Meist wird mir das Argument entgegengeschleudert, dass ich keine Lust auf VR hätte, weil ich die verschiedenen Brillen noch richtig ausprobiert hätte. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Ich habe durch nahezu alle Produktionsstufen die drei größten Brillen für längere Zeit genutzt und musste feststellen, dass mir immer leicht übel wurde. Länger als 15 Minuten am Stück halte ich es nicht aus, eine solche Brille zu tragen. Es ist anstrengend, sowohl für die Augen als auch für den Magen. Leider bringt mir die immersive Erfahrung nichts, wenn ich nach kurzer Zeit eine Pause einlegen muss.

2. Ich will mich beim Zocken nicht komplett aus meinem sozialen Umfeld verabschieden.

Ich liebe gemeinsame Zockabende vor dem Fernseher, egal ob mit guten Kumpels oder meiner Freundin. Durch eine VR-Brille kann dieses Gefühl schlicht und ergreifend nicht aufkommen. Ich sitze dann mit der Brille auf dem Kopf auf der Couch und neben mir sitzt jemand, der auf den Fernseher starrt und denselben Spaß wie ich hat? In meiner Vorstellung funktioniert das nicht. Zudem empfinde ich es auch bei rein digitalen Erlebnissen als unfreundlich, mich komplett in die digitale Welt einzuschließen, während derjenige neben mir etwas mit mir gemeinsam erleben möchte.

3. Ich kann VR bisher nur als Spielerei ernst nehmen.

Sicherlich können Titel wie EVE: Valkyrie oder Elite: Dangerous mit einer VR-Brille sehr viel Spaß machen. Dennoch lässt mich dieses Wii-Sports-Gefühl nicht los, wenn ich Spiele mit der Datenbrille ausprobiere. Damals zum Start der Wii hatte ich zwei Wochen sehr viel Spaß mit der innovativen Bewegungssteuerung. Dann hat mich die Faszination jedoch schnell verlassen und die gewohnte Gamepad-Steuerung wurde wieder mein Favorit. Ähnlich stelle ich es mir mit Virtual Reality vor. Ich kann mir noch nicht vorstellen, dass ich sie dem klassischen Monitor vorziehen werde.

4. Ich kann es mir schlicht und ergreifend nicht leisten.

Die verschiedenen VR-Brillen kosten je nach Ausführung eine große Stange Geld. Sicherlich, der Vergleich zum Upgrade-Wahn bei Smartphones, der kaum hinterfragt wird, mag in diesem Zusammenhang sinnig erscheinen, jedoch zahle ich für die Anschaffung einer Oculus Rift mehr als eine Monatsmiete. Dazu kommen noch Anschaffungskosten für einen leistungsfähigen PC. Zwar ist PlayStation VR günstiger im Vergleich, dennoch kostet es ähnlich viel wie eine neue Konsole. Leider gehöre ich nicht zu dem Typ Mensch, der mal eben sein Sparkonto plündern kann.

Mein Fazit: VR ist mir egal.

Selbstverständlich kann sich meine Meinung noch ändern. Vorerst werde ich mich von diesem Trend jedoch fernhalten. Ich brauche es einfach nicht. Das Herumgammeln vor dem PC-Monitor oder auf meiner Couch ziehe ich der VR-Brille vor. Da muss schon ein mächtig großer VR-Exklusivtitel kommen, um mich doch in den Bann der virtuellen Realität ziehen zu können. Wie sieht es bei euch in Sachen VR aus? Stimmt ihr manchen Punkten zu oder seid ihr ganz anderer Meinung?

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