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Preview - Octopath Traveler 0 : Angespielt: Das wunderschöne JRPG fühlt sich vertraut an und das ist gut so

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Nach Octopath Traveler II kommt Octopath Traveler 0? Dank diverser anderer Titel mit ähnlichen Problemen beim Fortsetzen von Zahlenreihen wissen wir, dass es sich hier nur um ein Prequel handeln kann. Doch nur weil es bei der Story zurück in die Vergangenheit geht, müsst ihr nicht auf neue Features verzichten. Allem voran dürft ihr nun euer eigenes Dorf aufbauen, und so avancierte ich bei einer Anspielsitzung auf der Gamescom 2025 zum Städteplaner.

Das beschauliche Städtchen, das ihr in Octopath Traveler 0 zu neuem Glanz führt, hört auf den Namen Wishvale. Eingebettet zwischen grünen Bäumen macht es optisch einiges her, was nicht zuletzt der bewährten HD-2D-Optik geschuldet ist. An dieser fantastischen Mischung aus Pixelart mit Super-Nintendo-Charme und modernen Polygoneffekten kann ich mich bis heute nicht sattsehen.

King of my Wishvale

In meinen zehn Minuten mit dem Städtebau-Feature offenbarte sich direkt, welche Vorteile ein pulsierendes potenziell Dorf bietet. Eine Farm versorgt euch mit Fleisch und Milch, in der Taverne lauscht ihr den neuesten Gerüchten und einfache Häuser locken neue Bewohnerinnen und Bewohner an. Damit es sich aber auch wirklich nach einem Zuhause anfühlt, platziert ihr diverse Dekorationen wie Bänke und Lampen.

Des weiteren personalisiert ihr euer kleines Paradies durch die Designs der Gebäude und die weitestgehend freie Platzierung. Zudem weist ihr Personen zu, in welcher Hütte sie sich aufhalten und besucht sie regelmäßig für einen gemütlichen Schwatz. Alles in allem wirkt der Städtebau in Octopath Traveler 0 erstaunlich offen und könnte euch potenziell einen Hub bieten, in den ihr gerne zurückkehrt. Nach nur etwa zehn Minuten mit dem Feature kann ich die exakte Tragweite aber unmöglich vollumfänglich einschätzen.

Interessant wird zudem, wie sich die Charaktererstellung auf euer Abenteuer auswirkt. Wo ihr in den beiden Vorgängern noch mit acht vordefinierten Figuren vorliebnehmen musstet, erstellt ihr nun eure eigene Heldin oder euren eigenen Helden. Hier wird spannend zu sehen sein, wie Square Enix das Storytelling angeht – bisher definierten die Charaktere euren anfänglichen Werdegang.

In einem späteren Abschnitt zeigte sich zumindest ein winziger Ausblick auf die Mechaniken, die das Studio zum Erzählen der Geschichte nutzt. In der Stadt Sunshade suchte ich nach Informationen zu einem Unhold namens Ludo und befragte die Bewohnerinnen und Bewohner. Blöderweise schien mein Charakter nicht über genug Sprachfertigkeit zu verfügen und so schlug die Befragung fehl, was mich mit einem Malus in diesem Ort belegte.

Achtarmig abwechseln

Das Kampfsystem von Octopath Traveler 0 ändert erwartungsgemäß nur wenig am starken Fundament der Vorgänger. Mit der Break-Boost-Mechanik nutzt ihr feindliche Schwächen aus und verstärkt eigene Angriffe. Dazu setzt ihr natürlich Skills unterschiedlicher Elemente ein, wechselt situationsbedingt zwischen euren Waffen und Figuren durch und nutzt Items zur Heilung und Wiederbelebung.

Bis zu acht Charaktere führt ihr gleichzeitig in die Schlacht, davon kämpfen aber immer nur vier gleichzeitig. Ihr wechselt aber jederzeit zwischen ihnen, um beispielsweise die Boost-Ladestufen ideal einzusetzen oder bestimmten Gegnern ordentlich auf ihre Schwachstellen zu kloppen. Entsprechend viel taktische Möglichkeiten offeriert das Kampfsystem von Octopath Traveler 0 und gehört noch immer zur qualitativen Speerspitze des Genres.

In meiner Anspielsession stellte sich mir die übliche Monster-Bagage in den Weg. So verdrosch ich Mistkäfer, Skorpione und auch Echsenmenschen. Die Designs fallen trotz der Standard-Typen schön kreativ und detailliert aus, außerdem schenkt Octopath Traveler 0 euch wirklich nichts. Eine Unachtsamkeit führt schnell dazu, dass eure halbe Truppe ins Gras beißt.

Besonders im Bosskampf gegen einen riesigen Sandwurm erfuhr ich am eigenen Leib, wie viel das Spiel euch abverlangen kann. Nicht nur kloppte er mit einer einzigen Attacke teils meinen halben Squad ins Nirwana, das Ekelvieh beschwor auch kleine Helferlein. In eine unfaire Richtung kippte unsere Auseinandersetzung aber nie und so lag das Biest nach über zehn intensiven Minuten endlich regungslos auf dem Boden.

Fazit

Dennis Hilla - Portraitvon Dennis Hilla
Kleinere Neuerungen und altbekannte Stärken: JRPG-Fans dürfen sich auf ein Highlight freuen

Nach den großartigen Vorgängern sollte es nicht weiter überraschen, dass auch Octopath Traveler 0 das Zeug zu einem JRPG-Superhit hat. Square Enix wagt schließlich auch keine großen Experimente, sondern setzt auf die altbekannten und großen Stärken der Reihe. Neben der noch immer fantastischen HD-2D-Optik dürft ihr euch auf ein bewährtes und rundes Kampfsystem freuen und das Storytelling zeigte schon in meiner kleinen Gamescom-Session durch fehlgeschlagene Dialoge Potenzial für interessante Abzweigungen.

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Wie stark sich letztlich die Charaktererstellung auf die Entwicklung der Geschichte auswirkt, bleibt abzuwarten. In jedem Fall ist es aber ein netter Touch, euch eine eigene Figur basteln zu lassen, um euch mehr als Teil der Welt von Osterra zu fühlen. Der Städtebau hingegen könnte tatsächlich größere Auswirkungen haben. Neue Ressourcen und bessere Waffen durch clever geplante Gebäude klingt in jedem Fall spannend. Spätestens am 4. Dezember 2025 sind wir schlauer.

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