Test - Neverwinter Nights 2 : Neverwinter Nights 2

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Um die vier Jahre mussten erst vergehen, bis nun endlich ein Sequel zum viel gelobten 'Neverwinter Nights' in Sicht kommt. Obsidian Entertainment hatte den Nachfolger in Leipzig im Gepäck und lieferte uns eine Präsentation.

Um die vier Jahre mussten erst vergehen, bis nun endlich ein Sequel zum viel gelobten 'Neverwinter Nights' in Sicht kommt. Einen Vorteil hat das natürlich, denn Obsidian Entertainment, die statt Bioware am zweiten Teil werkeln, hatten entsprechend viel Zeit, sich das Feedback der Community zu Gemüte zu führen. Man darf also hoffen, dass die 'KotOR 2'-Entwickler da kräftig zulangen werden. Kurz und gut: Drei Dinge stehen bei der Entwicklung im Vordergrund – die Erweiterung und Optimierung der Toolsets, eine tiefe Story und natürlich aufgemotzte Technologie. Obsidian Entertainment hatte den Nachfolger in Leipzig im Gepäck und lieferte uns eine etwas wirre Präsentation, da der Präsentator immer wieder zum Toolset abschweifte – offenbar der ganze Stolz der Entwickler.

Wie auch immer, 'NWN 2' schickt euch erneut in die Forgotten Realms des D&D-Universums und verzichtet dabei natürlich nicht auf das aktuelle Regelwerk der Version 3.5. Dessen Auswirkungen machen sich schon bei der Charaktererstellung bemerkbar, die im Grunde nach altem Muster verläuft, aber vielfältigere Customizing-Möglichkeiten bietet. Faule Spieler dürfen auf den Recommended-Knopf drücken und erhalten eine klassenspezifisch ausgerichtete Skill-Verteilung. 12 Basisklassen, 17 fortgeschrittene Klassen und diverse Subklassen warten auf euch, darunter der nagelneue Warlock, der als Kampfmagier fungiert.

Die Story selbst setzt einige Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils ein. An der Schwertküste brodeln wieder einmal Konflikte zwischen den Stadtstaaten, während unbemerkt das Böse seinen Einzug hält und droht, den Norden der Schwertküste zu überrollen. Zum Auftakt erwartet euch ein Tutorial im Heimatdorf des Helden, welches diesmal etwas ausgefeilter und rollenspielorientierter ausfallen soll.

Natürlich darf sich unser Held wieder damit beschäftigen, dem Treiben Einhalt zu gebieten, wobei ihr bis zu drei von zehn NPCs in eure Party aufnehmen könnt. Die KI der Mitstreiter wurde dabei erweitert, sodass nicht nur das Standardverhalten vorhanden ist, sondern auch konkrete Anweisungen erteilt werden können. Auch das Einflusssystem aus 'KotOR 2' wurde in abgewandelter Form integriert, sodass die Gesinnung der Charaktere und NPCs eine wesentlich deutlichere Rolle spielen soll.

Taktische Elemente sind nicht nur im Rahmen der Party-Kontrolle von Bedeutung. Ihr bekommt im Verlauf des Spiels die Möglichkeit, eine eigene Burg zu erwerben und diese mit Upgrades, Einheiten, Befestigungen und anderen Einrichtungen zu versehen. In einigen Kämpfen gibt euch das die Gelegenheit, ganze Truppen zu befehligen. Wer die Nase voll hat vom Einzelspieler-Modus, darf sich natürlich auch im Multiplayer-Spiel wieder verausgaben, wobei uns hierzu leider noch nicht viele Details verraten wurden. Jedenfalls wird die Einzelspieler-Kampagne mit bis zu vier empfohlenen menschlichen Mitstreitern spielbar sein.

Viel Wert legt Obsidian auf das Toolset, das wurde zu jeder Sekunde der Präsentation deutlich. Das Toolset wurde von Grund auf überarbeitet und bietet nun weitaus mehr Möglichkeiten. Skalierbare Kreaturen, Farbanpassungen von Tilesets oder das einfache Erstellen eigener Cutscenes sind nur einige der erweiterten Features, die euch beim Erstellen eigener Storys und Kampagnen helfen sollen.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Schade, dass die Präsentation des Spiels unterm Strich etwas wirr ausgefallen ist. Dennoch war erkennbar, dass zumindest aufseiten von Technik und Editor ein gewaltiger Sprung nach vorn erreicht werden dürfte. Bleibt nur die Frage, ob Gameplay und Story an das gewohnt hohe Niveau der Bioware-Titel anknüpfen können – das war leider in der Form noch nicht ersichtlich.

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